Losgekauft von der Sklaverei -|- Andacht von Jonas Erne (Daily-Message-Archiv, 05. Jun 2010)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2812

für den 05. Jun 2010 - Autor:

Losgekauft von der Sklaverei

Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit Vergänglichem, mit Silber oder Gold, freigekauft worden seid von eurem leeren Wandel, der euch von den Vätern überliefert worden war.

1. Petrus 1, 18 *©*
 

Silber und Gold waren zu den Zeiten, als Petrus diesen Brief schrieb, übliche Zahlungsmaterialien. Petrus nennt sie in diesem Vers vergänglich, denn sie sind nicht für die Ewigkeit haltbar. Hier gebraucht Petrus nun ein Bild, das einen Aspekt unserer Erlösung beschreiben soll. Es ist dies das Bild eines Sklaven, der für einen Geldbetrag gekauft und dann freigelassen wird. Wir alle waren einst Sklaven der Sünde wie Paulus dies im Römerbrief sehr treffend beschreibt. Und wir wurden von Gott freigekauft aus diesem elenden Sklavendasein. Nun stellt sich hier die Frage: Von wem hat Gott uns freigekauft? Bereits im dritten Jahrhundert nachdem Jesus auf die Erde kam, gab es einen Theologen, der sich dieser Frage annahm und daraus Konsequenzen zu ziehen versuchte. Seine Theorie war die: Die gefallene Welt gehört dem Teufel, die Ungläubigen werden in der Bibel Kinder des Teufels genannt. Also muss dieser Preis, den Jesus zu unserer Befreiung bezahlte, an den Teufel bezahlt worden sein. Auch heute noch ist diese Lehre leider weit verbreitet, besonders in einer tränenrührenden Fabel, nach welcher Jesus den Teufel fragte, was er bezahlen müsse, um die Menschen freizukaufen und letztendlich sich selbst dafür anbot. Das erneute Aufkommen dieser Lehre ist typisch für ein Zeitalter, in dem man den Teufel und seine Dämonenscharen gerne ins Zentrum der Gemeinde, der Predigten, der Seminare und der Seelsorge rückt. Das macht alles ein wenig spannend und attraktiv für Christen, die am liebsten all ihre Probleme, Unzulänglichkeiten und ihr erloschenes Feuer für den Herrn mit einer „seelsorgerlichen“ Exorzismus-Sitzung beheben würden. Doch wo bleibt Gott? Wo bleibt der Herr, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist? „Der ist in meinem Leben zu langsam, wartet zu oft und fordert Geduld von mir, also nehm ich das lieber selbst in die Hand.“ Nein, der Loskaufpreis aus unserem Sklavendasein musste woanders bezahlt werden: Die Schuld der Sünde ruft Gottes heiligen und gerechten Zorn hervor. Der Fluch Gottes liegt auf jedem, der sündigt. Nur so kann dieser Vers verstanden werden. Der Freikauf ist eine richterliche Handlung, in welcher die Kaution so vollständig bezahlt wird, dass jeder Eintrag im Strafregister gelöscht wird.

Losgekauft wurden wir von der Sünde. Die Sünde nennt Petrus hier „leeren Wandel“. Wer nicht zu Gott umkehrt und seine Sündhaftigkeit einsieht und davon frei werden will, wird weiterhin ein leeres Leben führen. Leer deshalb, weil es Gott nicht gefallen kann. Gott hat nur an Menschen Gefallen, die einsehen, dass sie vor Ihm schuldig geworden sind, und dass alles Silber und Gold niemals ausreicht, um diese Schuld zu bezahlen. Dieser leere Wandel, die Sünde, die wird uns durch unsere Vorfahren vererbt. Petrus schreibt hier ausschließlich durch unsere Väter. Daraus kann man erkennen, weshalb der Herr Jesus keinen menschlichen leiblichen Vater hatte. Wäre Er nämlich durch geschlechtliche Vereinigung zweier Menschen gezeugt worden, so hätte Er in dem Fall genau so wie wir alle auch diese sündhafte Natur geerbt. Und dann hätte Er im besten Fall Sich selbst aber niemals irgend einen anderen Menschen erlösen können. Aus diesem Grund ist es so überaus wichtig, dass wir an der Jungfrauengeburt festhalten. Aber noch etwas anderes will uns Petrus sagen: Durch falsches Vorbild und schlechte (besonders: zuchtlose!) Erziehung geben wir unseren Kindern ein falsches Gottesbild mit. Jedes Kind muss lernen, dass es Grenzen gibt, und zwar auch dann, wenn es sie noch nicht verstehen kann. Gott setzt uns oft auch Grenzen, die wir erst viel später begreifen können und erst im Nachhinein merken, dass sie eben doch gut und richtig waren. Wenn wir dies unseren Kindern durch die Erziehung mitgeben, dann fällt ihnen auch im Leben als Erwachsene der Gehorsam gegen Gott viel leichter.

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