IMMANUEL – Gott mit uns -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 21. Feb 2010)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2708

für den 21. Feb 2010 - Autor:

IMMANUEL – Gott mit uns

''Siehe eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt “Gott mit uns“.

Matthäus 1,23 *©*
 

In diesem Vers versteckt sich das „Motto“ unserer Familie: IMMANUEL – Gott mit uns. Das Wort stand über der Ehe meiner Eltern und hat auch mich bisher begleitet. In glücklichen Zeiten kann man dazu schnell ein „ja“ finden. „Ja, Gott ist mit mir.“ In glücklichen Zeiten vergessen wir aber auch oft, dass er mit uns ist, weil es uns einfach gut geht und wir keine Probleme, Sorgen oder Kummer haben.

Josef steckt in einer Situation, in der er sich fragt, ob er Maria trauen darf, denn sie sind erst verlobt und Maria erwartet ein Kind. Er will sich von ihr trennen, weil er vermutet, dass sie ihm untreu war. Dann spricht Gott im Traum zu ihm und sagt ihm diesen Satz: Siehe eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben., das heißt übersetzt “Gott mit uns“. Danach weiß er, dass Maria ihm treu war und ist und er geht mit ihr nach Bethlehem.

Kommen Zeiten des Zweifels und der Anfechtungen durch negative Ereignisse oder Erlebnisse und wir wissen nicht, was wir machen sollen, so wird oftmals gefragt: Gott, wo bist du? Sei doch bei mir! Ich fühle mich so alleine und verlassen! Wir stellen uns Fragen, wie es beruflich oder privat weitergehen soll, weil auf einmal die Arbeitslosigkeit in das Leben getreten ist oder durch eine Krankheit der Alltag total anders gestaltet werden muss. Vielleicht habt ihr einen lieben Menschen verloren und es entstand eine Lücke, die sich schlecht schließen lässt. Man könnte oft meinen: Jetzt geht es nicht mehr weiter. Woher bekomme ich Kraft und Ideen, um wieder aus dem dunklen Tunnel herauszufinden. Gott weiß, wann er wen als „Ruben“ in das Leben eines Menschen schicken muss. Josef sollte von seinen Brüdern getötet werden. Ruben, sein ältester Bruder, sagt: Lasst uns ihn nicht töten. Vergießt nicht Blut, sondern werft ihn in die Grube und legt die Hand nicht an. Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten und ihn seinem Vater wieder bringen. (1.Mo 37,21+22) Josef wurde also in den Brunnen geworfen und verkauft. Er hat sich wahrscheinlich auch gefragt: Warum, wieso, weshalb das alles? Hinterher kam die Antwort. Er sollte seine Brüder und seinen Vater vor der Hungersnot retten. Ruben bewahrte Josef vor dem Tod, wenn Josef auch noch dunkle Phasen durchmachen musste, bis es ihm wieder gut ging und er ein „Ruben“ für seine Familie sein durfte. Die dunklen Stunden gehörten eben zu Gottes Plan. Josef wird auch daraus gelernt haben. Und so denke ich auch oft an den Satz, den mein Großvater schrieb: Stunden der Not vergiss, doch was sie dich lehrten nie.

Antworten auf unsere Fragen kommen auch in unserem Leben, nur nicht zu dem Zeitpunkt, wann wir sie uns oft wünschen. Dabei können Türen zu Altem sich schließen und neue Türen zu neuen Welten und zu einem neuen Leben öffnen sich. In der ersten Zeit schaut man automatisch zurück und fragt: Warum endet der Abschnitt in meinem Leben? Alles lief doch gerade so schön. Vielleicht will man an den alten Zeiten festhalten, obwohl man weiß: Es ist vorbei. Dann kommt ein „Ruben“ und hilft uns, die ersten Schritte ins neue Leben zu wagen und die ersten Erfolge zu verzeichnen. Licht und Freude kehrt in das Leben zurück.

Ich wünsche euch Kraft, ein „Ruben“ zu sein.
Und: Ich wünsche euch einen „Ruben“, wenn ihr gerade in einer betrüblichen Lage seid – und immer die Gewissheit: IMMANUEL – Gott ist mit uns.

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