Neugeburt und Glaube -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 17. Sep 2009)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2551

für den 17. Sep 2009 - Autor:

Neugeburt und Glaube

''Ich glaube; hilf meinem Unglauben!''

Markus 9,24 *©*
 

Ging es hier nur darum, daß der Vater des besessenen Kindes zu wenig glaubte oder womöglich gemerkt hatte, daß er aus sich selbst heraus überhaupt keinen Glauben hervorbringen konnte? Manchmal kommt ein ansich gläubiger Mensch irgendwie in eine notvolle Situation, in der er feststellt, daß er zwar gerne mehr, stärker, mutiger und verbindlicher glauben will, aber innerliche Blockaden spürt, wie bei dem Mann, dessen Sohn einen ''sprachlosen Geist'' hatte, der ihn sehr plagte (Markus 9, 17-18). Zuvor hatte Jesus seine Jünger und den Vater für ihren Unglauben in diesem Fall gerügt (Markus 9,19: ''O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen?''). Manchmal denken wir, wir haben Glauben und sind echte Christen, und wenn es darauf ankommt, sieht es aus, als ob wir es doch nicht sind. Das kann einen sehr irritieren. Wenn wir als Christen beten, dann bitten wir ja meist darum, daß Gott uns darin helfen soll, wozu wir nicht fähig sind und was außerhalb unserer Macht steht. Wozu wir selbst imstande sind, dafür beten wir eher nicht. Jesus betonte, daß dieser unreine Geist in dem Kind, nur durch Fasten und Gebet ausfahren konnte (Markus 9,29). Die Jünger konnten also nichts bewirken, weil sie nicht beteten und womöglich meinten, es auch ohne Jesus (ohne Glauben) hinzubekommen. Die Aussage des Vaters war demnach auch ein Lehrstück für die Jünger, ebenso wie für uns: ''Ich glaube; hilf meinem Unglauben!'' Man kann also ''glauben'', und in manchen Momenten trotzdem auch ''ungläubig'' sein. Und wie ist es dann mit dem rettenden Glauben, also dem Glauben an das Evangelium? Kann ich da dann auch glaubend ungläubig sein? Wenn ich denke, der heilsbringende Glaube an Jesus Christus (Johannes 3,16) ist nur eine Frage meiner Entschlossenheit und Einstellung oder meiner gutdurchdachten Selbstanalyse, kann es ein böses Erwachen geben! Jesus sagte in Johannes 15,16: ''Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe''. Woher kommt demnach mein Glaube, der Glaube, der auch Frucht bringt nach Gottes Willen?

Es geschieht durch das Wunder der ''neuen Kreatur'' (2. Korinther 5,17). Ohne Neugeburt können wir das Reich Gottes nicht sehen und betreten (Johannes 3,3) und es ist unmöglich (geradezu lächerlich) zu meinen, daß dies in der Hand eines verlorenen (geistlich toten) Menschen liegen könnte. Ohne die Geburt aus Wasser und Geist (also zuerst auf menschliche und dann auf göttliche Weise) können wir keinen heilsbringenden Glauben haben - Johannes 3, 5-7: ''Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden''. Es gab damals Pharisäer, ebenso wie es heute Theologen gibt, die zwar von der Nützlichkeit ihres Studiums mehr oder weniger überzeugt waren, die aber dennoch ungläubig, maximal religiös, aber nicht von neuem geboren waren. Und wir sind nicht besser, wenn wir nicht einsehen, von alleine niemals den rettenden Glauben im Evangelium Jesu Christi zu finden. Wir würden noch nicht einmal suchen wollen, wenn es an uns läge. In Matthäus 5,20 lesen wir: ''Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen''. Es gibt nur eine Gerechtigkeit die vor Gott zählt, und das ist die Gerechtigkeit durch Christus, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird. Alle Ehre gehört dem Vater im Himmel und seine freie Gnade rettet uns - sonst nichts - Titus 3, 4-7: ''Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig - nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit - durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland, damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung''.

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