Tot für die Sünde -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 27. Jul 2009)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2499

für den 27. Jul 2009 - Autor:

Tot für die Sünde

''Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus. So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam''.

Römer 6, 10-12 *©*
 

Das Leben Jesu Christi auf Erden beinhaltete im Grunde nur zwei Aufgaben: Für die Sünde zu sterben (ein für allemal) und Gott zu leben. Für uns Christen ergibt sich daraus unser praktisches Glaubensleben. An erster Stelle steht hier der feste Glaube. In der griechischen Übersetzung lesen wir das so: ''So auch ihr, haltet dafür, (daß) ihr seid tot zwar für die Sünde, lebend aber für Gott in Christus Jesus! Nicht also soll herrschen die Sünde in euerm sterblichen Leib...'' (Römer 6, 11-12). Sich der Sünde für gestorben zu halten, ist eine Glaubensfrage. Es ist geschehen, aber wir müssen es auch glauben und in unserem Alltag nicht vergessen. Wenn etwas tot ist, so kann es theoretisch und normalerweise auch nicht mehr herrschen. Aber das ist in der zeitlichen Praxis eben nicht so, weil die Erlösung zwar ein geistlicher Tatbestand ist, wir aber weltlich noch leben. Das bedeutet nun, wir müssen nicht erst der Sünde sterben, sondern sind es bereits, aber unsere sündige (natürliche) Natur kümmert das weinig. In 2. Korinther 4,7 steht: ''Wir haben diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die Überschwänglichkeit der Kraft sei Gottes und nicht aus uns''. Unsere (sterbliche) Fleischlichkeit hat demnach sogar etwas Positives, weil sie unseren Glauben demütig hält und wir mehr und mehr erkennen (müssen), daß alles letztlich Gnade ist und allein Gottes Werk. In einem Kommentar von Rudolf Brockhaus steht hierzu folgendes: ''Aber obwohl die Sünde noch in uns ist, sind wir nicht mehr ihrer Herrschaft unterworfen, ihre Kraft ist gebrochen. Ein Christ kann sündigen, aber er muss nicht sündigen; er ist nicht gezwungen, auch nur einen unreinen Gedanken zu haben. Er wird sündigen, wenn er nicht wachsam ist, wenn aber das neue Leben und die Kraft des Heiligen Geistes in ihm wirken, braucht er der alten Natur in keiner Weise mehr zu dienen, nicht einmal, wie gesagt, in Gedanken''. Wir müssen uns der Sünde für gestorben und für tot halten, nichts weniger hat das Blut und das Kreuz Jesu bewirkt. Das Opfer des Sohnes Gottes ist in jeder Hinsicht vollkommen, so wie Gott es ist.

Auch wenn unser Leben oft das Gegenteil vermittelt von ''der Sünde gestorben'', so ist es dennoch die Wahrheit. Gott hat die Verantwortung für unsere Schuld übernommen und trägt uns durch. Die Aufforderung, daß die Sünde nun nicht mehr in unserem Leib herrschen soll, ist im Grunde eine liebevolle Ermutigung, auf der Tatsache der Vergebung, ein glückliches und befreites Leben zu führen, welches Gott ehrt. Unser Leben (mit) der gestorbenen und vernichteten Sünde (der alte Mensch) ist zeitlich begrenzt, da wir in diesem Leib nicht ewig leben werden. Johannes Calvin (* 10. Juli 1509; † 27. Mai 1564) hat sich intensiv mit dem Römerbrief beschäftigt. Er schreibt dazu: ''Diese Predigt lautet: Christi Tod hat Kraft, unser sündliches Fleisch niederzuhalten und zu töten, Christi Auferstehung aber, das neue Leben einer besseren Natur zu erwecken, und die Taufe gibt uns Anteil an solcher Gnade. Damit ist erst ein festes Fundament gewonnen, von dem aus die Christen ermahnt werden können, ihrer Berufung würdig zu wandeln''. Das bedeutet doch, daß wir uns zuallererst auf die Gnade einlassen müssen, um dann überhaupt unsere Aufgabe der Nachfolge wahrnehmen zu können. Wir sind durch diese Gnade mit Jesus zusammengewachsen (in IHM eingepflanzt, siehe Römer 6,5) und somit in der Gnade eingebettet. Nochmals dazu Calvin: ''Das kraftvolle Bild vom Einpflanzen zeigt deutlich, dass der Apostel nicht nur ermahnt, sondern vielmehr von der Güte Christi predigt. Der Lobpreis liegt nicht darauf, dass wir mit eigener Anstrengung leisten sollen, was Gott von uns fordert, sondern auf dem, was Gott tut, wenn er mit eigener Hand die Einpflanzung vollzieht''. Gott hat Geduld mit uns und wird uns nicht überfordern. Wir dürfen schrittweise bis zu unserem seligen Lebensende täglich aus der Gnade Gottes leben und wachsen.

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