Unbewusstes Glaubensleben -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 02. Mar 2008)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 1987

für den 02. Mar 2008 - Autor:

Unbewusstes Glaubensleben

''Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.''

Matthäus 16, 24-25 *©*
 

Wer in seinem Leben als Christ alles mit seinem Verstand, seiner Bücher- und Predigtsammlung, seinen Kontakten und Erfahrungen richtet, ordnet, organisiert und erklärt, ist nicht das, was man unter einem wachen und reifen Christen versteht. Wer Gott stets bewusst dienen will (und nicht wenige sehen das so und wollen es so umsetzen) sowie Gott immer bewusst ergeben sein wollen, stehen dem wahren Leben in Gott eher unsicher und zu kopflastig gegenüber. Mit dem Begriff Bewusstsein (lat. conscientia = ''Mitwissen'') sind Gedanken, Emotionen, Wahrnehmungen und Erinnerungen gemeint. Was genau bedeutet dies? Unser Reifezustand spiegelt sich durch das Bewußtsein eines Kindes (Lukas 18,17) - so sollen wir das Reich Gottes annehmen. Ein Kind ist sich seines Selbst nicht bewusst und würde nie auf die Idee kommen, von Gott gebraucht zu werden und IHM bewusst mit allem ernst nachzufolgen. Was tun wir eigentlich wenn wir für Gott arbeiten? Viele sind da sehr tüchtig aber nicht selten ist es reiner Aktionismus und eben ein bewusst unkindliches Verhalten was den Glauben an Gott und das Annehmen von Gottes Reich betrifft. Leider sind manche so in ihre eigene ''erwachsene'' Schaffenskraft verliebt, daß sie darüber den Glauben vergessen und Gott ihnen einmal sagen könnte: ''Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir ihr Übeltäter'' (Matthäus 7,23). Ins Himmelreich kommen diejenigen, die den Willen des Vaters tun. Hier steht der Glaube an die Vergebung der Sünden an erster Stelle. Gott gebietet die Umkehr und Buße (Apostelgeschichte 17,30). Mit der Bekehrung erhalten wir auch den Heiligen Geist und tauchen damit sozusagen in eine neue Welt und Dimension ein. Es ist klar, daß wir nun auf andere Art und Weise mit uns selbst umgehen sollten als zuvor, weil wir nicht mehr alleine sind, sofern wir daran glauben. Man kann auch einsam unter vielen sein und andersherum.

Paulus war zornig auf die Galater, die auch bewusst versuchten zu glauben und dabei immer wieder über Gesetzlichkeiten stolperten: ''Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden?'' (Galater 3,3). Die Taten die wir durch Gottes Kraft im Glauben tun, sind oft unbewusste Taten - die sogar durch Gottes Geist herbeigeführt werden (Römer 8,14). Das Wollen und auch das Vollbringen ist immer von Gott bewirkt (Philipper 2,13). Ein Kind Gottes ist es nicht bewusst, ebenso wie ein Heiliger unbewusst ein Heiliger ist und ein wahrhaft demütiger Mensch das nie bewusst sein kann. Wie Jesus Christus in einem Gläubigen lebt, entzieht sich unserer Wahrnehmung und unserem Wissen und unserer Erfahrung. Wir wissen, daß Gott bei uns ist - das genügt. Ein Kind verhält sich anders wenn der geliebte Vater oder die geliebte Mutter da ist - aber nicht bewusst! Paulus schreibt an die Galater: ''Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben'' (Galater 2,20). Nicht Paulus selbst lebt in Paulus sondern Jesus lebt nun in ihm - das ist ein großes Geheimnis - und macht uns erst zu dem, was wir vor Gott in Ewigkeit schon immer sind und waren: Eine gottgezeugte, eigene und unverfälschte Persönlichkeit in der Einheit Gottes durch das Evangelium der Liebe, Gnade und der Wahrheit (Johannes 17, 19-26). Nicht das Leben auf Erden ist die eigentliche Realität sondern das Leben im Himmel! Solange wir auf Erden sind, leben wir nicht im Schauen (auch gerade nicht was den bewussten Glauben in uns betrifft) sondern im Glauben (2. Korinther 5,7). Was sollten wir auch bei uns selbst anschauen? Was wir oft bewusst wahrnehmen als erwachsener Mensch und Christ, sind wir selbst (oder andere) - aber das hat nichts mit Selbstverleugnung zu tun, sondern mit Kontrolle und Unglauben. Darum werden wir aufgerufen vor allen Dingen nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit zu trachten (Matthäus 6,33). So wird das Unsichtbare und Uneinsehbare und Unbewusste zur Realität bei uns und vor Gott - der Himmel steht uns offen! :-))

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