Gedanken zur Entrückung -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 16. Apr 2007)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 1666

für den 16. Apr 2007 - Autor:

Gedanken zur Entrückung

''Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.''

1. Thessalonicher 4,15-18 *©*
 

Mit dem Begriff Entrückung bezeichnet man in einem biblischen Zusammenhang das Phänomen, dass eine Person leibhaftig aus der irdisch-konkreten Erscheinungswelt in eine himmlische Sphäre versetzt wird. Also einfach gesagt, das Verschwinden der Christen von der Erde! Die Entrückung wird ein gewaltiges Ereignis werden! Vielleicht habt ihr euch auch schon im Geiste vorgestellt, wie das sein wird? Wir werden ermutigt uns darüber Gedanken zu machen - positive Gedanken - denn es ist ein Grund zur Freude und ein gewaltiger Trost für alle, die darauf warten! Das Warten der Gerechten wird Freude werden (Sprüche 10,28)! Eine Entrückung ist nicht nur eine Sache der Wiederkunft Jesu. Schon früher gab es so ein ''wegnehmen durch Gott'' wie bei Hennoch (Hebräer 11,5) oder Elia (2. Könige 2,11) ebenso auch Philippus (Apostelgeschichte 8,39). Jesus selbst wurde ebenfalls auf diese Weise nach seiner Auferstehung auf den Wolken in die Luft ''entrückt'' (Apostelgeschichte 1,9). Es gibt bei Gott grundsätzlich und auch in der Frage der Entrückung eine feste Ordnung. So ist Jesus der Erstling der Auferstandenen von den Toten und danach kommen diejenigen die Christus angehören (1. Korinther 15,23). Die bereits in Christus Gestorbenen haben keinen Nachteil gegenüber denen, die lebendig entrückt werden bei der Wiederkunft Jesu. Im Eingangstext heißt es explizit ''zugleich'' was klar aussagt, daß da keine zeitliche Diskrepanz dazwischen liegt. Zeit und Raum werden in der Ewigkeit auch keine Rolle mehr spielen. Abraham und Mose und Paulus werden nicht das Gefühl haben während der Entrückung, seit ''ewigen Zeiten'' geschlafen zu haben. Sie werden denken, gerade eben erst die Augen zugemacht zu haben. Und im Grunde ist das auch vollkommen korrekt. Gott hat keinen Anfang und kein Ende und die ''Zeit'' existiert um des Menschen willen und ist auch nur ein Ergebnis der Vergänglichkeit des sündigen Menschen. Dort wo Gott herrscht und lebt gibt es kein ''zu früh'' oder ''zu spät'' oder ein ''gleich'' und ''später''.

Im Buch der Offenbarung lesen wir: ''Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende.'' (Offenbarung 21,5). Wenn jemand ein Ende setzen kann, egal wobei, wie und wann, dann ist das allein der allmächtige Gott und Vater im Himmel. Das ist ein ungemein tröstender Gedanke. Denn so verfährt Gott auch mit unseren Sünden wenn wir sie ihm bekennen und an das Evangelium glauben (1. Johannes 1,9; Jesaja 1,18). Auch wenn wir hier auf Erden oft nicht so tadellos funktionieren und Fehler machen, werden wir vor Gott gerecht und gereinigt stehen und vollkommen sein in Jesus Christus, unserem Heiland und Erlöser. Wann die Entrückung stattfinden wird, ist uns nicht bekannt (Matthäus 25,13). Es gibt Zeichen die es ankündigen, mehr nicht (Lukas 21,28)! Wer aber meint mit dem Rechenschieber dieses kosmische Ereignis ausrechnen und bestimmen zu können, der ist ein eitler Dummkopf. Es gab in der jüngeren Vergangenheit ja immer Gruppen, die meinten dies so machen zu müssen. Auch die Ungläubigen werden auferstehen und im gewissen Sinne entrückt (Daniel 12,2). Allerdings dann ''zu ewiger Schmach und Schande''. Für die Gläubigen bereitet Jesus die Stätte und er kommt, um uns zu sich zu holen (Johannes 14,3). Wir sollen bereit sein, da Jesus zu einer Stunde kommen wird, da wir es nicht meinen, sozusagen ''wie ein Dieb in der Nacht''! (Matthäus 24,43-44). Diesen ''Dieb'' sollten wir ''auf frischer Tat ertappen...!'' Halleluja :-))

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