Die Macht der Zunge Teil 1 -|- Andacht von Heinemann (Daily-Message-Archiv, 12. Jan 2007)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 1572

für den 12. Jan 2007 - Autor:

Die Macht der Zunge Teil 1

Ebenso ist es mit der Zunge: Sie ist nur klein und bringt doch gewaltige Dinge fertig.

Jakobus 3, 5 *©*
 



Die Macht der Zunge über Andere

Die überwiegenden Sünden des Lebens begehen wir mit dem Mund und Jakobus sagt dazu auch ganz treffend in Jakobus 3, 2: Wer sich aber im Reden nicht verfehlt, der ist vollkommen und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten. Auch in Matthäus 15 11 steht ganz deutlich zu diesem Thema: Nicht was zum Mund eingeht; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein! Nicht das was wir essen, sondern was wir sagen macht uns zu Sündern. Die Jünger verstanden das damals nicht, weil sie von den Pharisäern immer nur die Opfergesetze hörten.

Jakobus benutzt in seinem Text verschiedene Gleichnisse. Ein Gleichnis möchte ich davon herausgreifen. Jakobus 3, 6-9 Hier ist von der Zunge als eine kleine Flamme die Rede, die einen ganzen Wald anzünden kann. Eine kleine Flamme, gerade richtig um eine Kerze anzuzünden, oder ein wohlig wärmendes, romantisches Feuer im Kamin, aber wenn dieses Feuer seinen bestimmungsmäßigen Herd verlässt, ist es nicht mehr unter Kontrolle zu halten. So auch mit den Worten, die aus unserem Munde kommen. Das fängt schon im Kleinen an. Merken wir uns eines: Das gesprochene Wort lässt sich niemals mehr zurücknehmen! Egal was wir auch sprechen, und entgegen dem Sprichwort: Worte sind nur Schall und Rauch, haben unsere Worte immer eine Wirkung! Ob eine Positive oder Negative. Wenn uns etwas, was wir gesagt haben, leid tut, so können wir uns dafür entschuldigen, aber wir können es nicht ungeschehen machen. Auch eine Lüge, die einmal ausgesprochen wurde, können wir hinterher richtig stellen, aber die Lüge bleibt als Lüge bestehen. Auch hier ist die Sünde das gesprochene Wort. Viele, viele, viele Beziehungen gehen an den gesprochenen Worten zugrunde, die zu schweren Verletzungen führen. In Sprüche 12,18 lesen wir: Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; und so wird die Zunge in größerem Rahmen auch zu einer gefährlichen Waffe. Die Deutsche Geschichte ist dafür ein treffendes Beispiel. Die Propagandamaschinerie Göbbels setzte durch gesprochene Worte vor 70 Jahren die gesamte Welt in Brand. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zündet’s an.

Achten Sie heute mal ganz speziell auf Ihre Zunge und auf die Worte, die aus Ihrem Mund kommen. Werden sie Anderen zum Segen oder zum Fluch?

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