| Archiv - Andacht Nr. 1542 | ||||||||||
Glaubenserfahrungen
Nicht ausreichend Öl in seiner Lampe zu haben ist gleichzusetzen mit einer gewissen Naivität, Oberflächlichkeit und Fahrlässigkeit als Christ. Es geht in dem Gleichnis nicht nur darum, daß Gott das Unkraut vom Weizen trennen wird (Matthäus 13,30) und den Scheinchristen vom wahren Christen unterscheidet. Alle Jungfrauen hatten ihre Lampen - sozusagen das Gefäß ihrer Erwartung und Hoffnung - quasi auch ein Bild für einen selbst. Alle schliefen ein. Daß der Bräutigam (Jesus) in dem Gleichnis lange ausblieb war ungewöhnlich. Normalerweise kommt man zu seiner eigenen Hochzeit ja nicht zu spät. Es ist nun keine Schande oder ein Unglück als Christ müde zu werden und auch einzuschlafen. Es waren besondere Umstände denen die Jungfrauen ausgesetzt waren - eine Art Krise, oder zumindest eine angespannte Situation. Das erleben wir als gläubige Menschen auch. Damit sollten wir sogar rechnen, denn das Leben funktioniert oft nicht nach Wunsch. Irgendetwas kann immer dazwischen kommen und uns in Beschlag nehmen. Lampen machen nur Sinn, wenn es dunkel ist. Fünf der zehn Jungfrauen rechneten richtig und kamen letztlich ans Ziel. Welche Bedeutung hat das Öl? Es ist das Mittel daß das Licht aus der Lampe hervorbringt, es ist dein Glaube, es sind deine Glaubenserfahrungen, deine lebendige und persönliche Beziehung zur Quelle des Lichts - Jesus Christus! Jörg Bauer
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