Menschliche Emotionen, oder geistliche Wahrheiten? Teil 1 -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 21. Jun 2022)

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Andacht Archiv-Nr. 7211

für den 21. Jun 2022 - Autor:

Menschliche Emotionen, oder geistliche Wahrheiten? Teil 1

''Am nächsten Tag kam der böse Geist, den Gott geschickt hatte, über Saul und er redete begeistert wie ein Prophet in seinem Haus. David begann wie gewöhnlich auf der Zither zu spielen. Plötzlich hatte Saul einen Speer in der Hand und warf ihn nach David. Er wollte ihn an die Wand spießen. Doch David wich ihm zweimal aus. Da begann Saul sich vor David zu fürchten, weil Jahwe auf dessen Seite stand. Ihn aber hatte er verlassen''.

1. Samuel 18, 10-12 (NeÜ) *©*
 

König Saul (vermutlich ein cholerischer Mensch) war in mancher Hinsicht einfach einzuschätzen. Wenn ihm etwas nicht passte, und er Verrat witterte oder neidisch war, sowie andere als Konkurrenz ansah, sich in seinem Ego brüskiert fühlte, war er mit spitzen Bemerkungen und verletzenden Äußerungen sehr treffsicher. So ein Verhalten könnte man bis heute als typisch menschlich bezeichnen. Vermutlich kennst du auch so einen Menschen? Das mit der vermeintlichen Treffsicherheit traf dann auch beim König Saul sogar wortwörtlich zu, wie wir in 1. Samuel 18,11 gelesen haben: ''Plötzlich hatte Saul einen Speer in der Hand und warf ihn nach David. Er wollte ihn an die Wand spießen. Doch David wich ihm zweimal aus''. Gott aber war mit David und beschützte ihn. Dasselbe hat er sogar gegenüber seinem eigenen Sohn Jonathan getan (1. Samuel 20,33) der mit David eng befreundet war (1. Samuel 20,18). John McArthur schreibt in seiner Studienbibel: „Jetzt wurden Sauls Eifersucht und seine Bosheit gegenüber David deutlich. Mit seinen eigenen Worten erkannte Saul an, dass David der rechtmäßige Thronfolger war und derjenige, von dem Samuel in Gilgal sprach- Der böse Geist. Sauls schmerzlicher Niedergang und sein Ende waren von der anhaltenden Quälerei dieses Geistes gekennzeichnet. Gemeint ist, dass er zwar zu anderen sprach, nicht aber die Zukunft vorhersagte. Sauls Rasereien im Inneren seines Hauses waren die eines Menschen, der wie andere falsche Propheten von einem bösen Geist beunruhigt wurde (vgl. 1Kö 22,19-23). David aber wich ihm zweimal aus. Als Sauls Verhalten zunehmend gewaltsamer wurde, trachtete er mehr als zweimal mit dem Speer nach Davids Leben. Es war offensichtlich, dass Gott mit David war, denn es war schon ein rechtes Kunststück, einem Speer auszuweichen, der von einem so erfahrenen Krieger wie Saul geworfen wurde. Saul fürchtete sich vor David. Saul, der mit der gleichen Schlussfolgerung konfrontiert wurde, die Jonathan in Vers 1-4-zog, reagierte mit Furcht. Saul war ein Mann, der das Leben aus der menschlichen Perspektive betrachtete anstatt aus der Sicht Gottes, deshalb konnte er David nur als persönliche Bedrohung ansehen und nicht als einen Segen für Israel“. Dieser David war ein ganz anderer Mensch als Saul.

So wie der König seinen Speer ständig bei sich hatte, war es bei David die Harfe, auf der er täglich zum Lob Gottes spielte. Gott ließ es zu, daß diese beiden unterschiedlichen Menschen eine Zeitlang viel miteinander umzugehen hatten. Das wohlklingende Harfenspiel Davids besänftigte Saul in seiner oft ungestümen Art, und er gewann ihn sogar lieb. In 1. Samuel 16, 21-23 steht: „So kam David zu Saul und trat in seinen Dienst. Saul gewann ihn sehr lieb und machte ihn später zu seinem Waffenträger. Isai ließ er sagen: ''Lass David in meinem Dienst bleiben. Ich bin sehr zufrieden mit ihm''. Immer wenn dieser Geist von Gott über Saul kam, nahm David die Zither und spielte darauf. So fand Saul Erleichterung. Es ging ihm besser, und der böse Geist verließ ihn“. Zumindest so lange, wie er sich in seiner eigenen Selbstverständlichkeit nicht bedroht und provoziert fühlte. Unsere Sprache und Zunge sind auch oft wie Harfe oder Speer! Können wir wie David auch noch weiterhin mit der Harfe spielen, wenn man eine Waffe auf uns abgefeuert hat? Sind wir nicht eher dazu geneigt ''mit gleicher Münze'' zurück zu zahlen, als uns solche ''Unverschämtheiten'' gefallen zu lassen? David hatte zweimal die Gelegenheit, den Spieß im wahrsten Sinne des Wortes umzudrehen, und Saul mit den eigenen Waffen zu schlagen. Aber er tat es nicht, sondern nahm im lediglich seinen Speer weg (1. Samuel 26, 5-11). Gott ist nicht blind. Wo wir zurücktreten und Gott Raum geben zu handeln, wird ER das Richtige tun. In Römer 12, 19-21 schrieb Paulus: „Rächt euch nicht selbst, ihr Lieben, sondern lasst Raum für den Zorn Gottes! Denn in der Schrift steht: ''Es ist meine Sache, das Unrecht zu rächen, sagt der Herr, ich werde Vergeltung üben!'' ''Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken! Denn wenn du das tust, wirst du ihn zutiefst beschämen. Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse mit dem Guten“! Der Mensch dagegen, in seiner Wut, macht viele Fehler - Jakobus 1,20: ''Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist''. Das sieht man auch beim König Saul, der auf David eifersüchtig war weil der mehr militärische Erfolge gegen die Feinde Israels vorzuweisen hatte als Saul. Er war so voller blinder Wut, daß er mehrmals versuchte David zu ermorden.

Fortsetzung morgen...

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