Sind Christen die besseren Menschen -|- Andacht von Ulrike Puintner (Daily-Message-Archiv, 29. May 2020)

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Andacht Archiv-Nr. 6458

für den 29. May 2020 - Autor:

Sind Christen die besseren Menschen

Die Gesunden brauchen keinen Arzt - wohl aber die Kranken

Matthäus 9,12 *©*
 

Was macht einen Christen aus? Wie werden wir in der Welt gesehen, wie sehe ich mich selber? Leben wir unseren Glauben oder werden wir oft als Heuchler angesehen? Weil eben auch unter Christen nicht immer alles perfekt läuft, weil es auch in christlichen Kreisen Konflikte gibt, weil auch Christen Fehler machen, Mängel haben, weil gewisse Dinge unter Christen doch eigentlich nicht vorkommen sollten, weil Worte und Handlungen oft nicht übereinstimmen.

Ich behaupte mal, daß wir Christen nicht die besseren Menschen sind. Wir sind Menschen mit Fehlern und Schwächen, die jedoch wissen und anerkennen, daß sie bedürftig sind, daß sie einen Erlöser brauchen und sich demütig Gott unterordnen. Christen leben aus Vergebung und Gnade und sie wissen sich trotz ihrer Fehlbarkeit von Gott geliebt, der sie in seine Gemeinschaft ruft. Jesus ist gekommen für die Unvollkommenen, Schwachen, Ausgegrenzten und Sünder, um sie zu retten.

Ich glaube nicht, daß ich selber gut bin, ich glaube an einen guten Gott. Ich brauche Gott, ohne ihn kann ich nichts tun. Ich bin nicht aus mir selbst gut, sondern durch Christus der in mir lebt und wirkt. Ich bin nicht ein guter Mensch aufgrund meiner Bekehrung, meiner Taufe, aufgrund guter Taten und Werke, das Einhalten von Vorschriften und Regeln oder durch Opfer. Es gibt auch nicht gläubige Menschen, die gute Taten tun und sich an Regeln halten. Jesus geht es nicht um Leistung, sondern um ein ihm zugewandtes Herz, um Beziehung zu ihm.

Aber:

Gottes Liebe verändert Herzen!

Wenn ich an das Erlösungswerk Jesu glaube, dort wo ich Gottes Liebe in mein Herz lasse, in allen Bereichen, die ich in Gottes Hände lege, wird es Veränderung geben. Es beginnt ein Prozess der Erneuerung der Sichtweisen und Gedanken, der Worte und Handlungen. Gottes Liebe lässt mich nicht, so wie ich bin.

Ich muss nichts leisten, nichts dafür tun um geliebt zu werden, um mir Liebe zu verdienen aber:

Weil ich Gottes Liebe erfahren habe, möchte ich auch meine Mitmenschen lieben und die Liebe Gottes weitergeben
Weil mir vergeben wurde, kann ich auch anderen Menschen vergeben und barmherzig sein
Weil ich weiß, dass ich Fehler mache, kann ich auch mit meinen Mitmenschen gnädig sein. Ich brauche nicht mit erhobenem Zeigefinger auf jemanden zu zeigen oder verurteilen und nicht über andere richten
Weil Gott mich liebt, trotz meiner Schwächen, kann ich auch mit Fehlverhalten meiner Mitmenschen anders umgehen und versuchen jeden Menschen mit Gottes Augen zu sehen. Gott liebt meinen Mitmenschen genauso wie mich.
Weil Gott mir soviel schenkt und gibt, möchte ich auch etwas von mir geben
Auch als Christ erlebe ich Schmerzen, Krankheit, Leid, aber ich bin darin von Gott getragen
Weil ich weiß, wer ich in Christus bin, , kann ich mich so annehmen wie ich bin und muss mich nicht mit anderen vergleichen
Weil ich in Christus alles habe, was ich brauche, muss ich nicht habgierig sein
Weil ich einzigartig gemacht und wertvoll bin, brauche ich nicht neidisch oder eifersüchtig auf andere sein
Weil Jesus mich befreit hat, kann ich inneren Frieden haben

Es geht nicht darum mich selbst darzustellen oder darum, zu zeigen, daß ich ein guter Mensch bin, es geht darum Jesus die Ehre zu geben, ihn groß zu machen, für das was er für mich getan hat.

Ich möchte Nächstenliebe leben, aber ich erkenne, daß ich immer wieder strauchle, falsche Entscheidungen treffe, andere Menschen bewußt oder unbewußt verletze und enttäusche. Genau deswegen brauche ich Jesus, der für mich gestorben ist und alles für mich getragen hat.

Ich würde sagen, ich bin nicht ein besserer Mensch, aber mit Jesus Christus besser dran.

Matthäus 9,9-13 Als Jesus die Straße entlangging, sah er Matthäus in seiner Zollstation sitzen. »Komm mit und folge mir nach«, sagte er zu ihm. Und Matthäus stand auf und folgte ihm nach. Am selben Abend lud Matthäus Jesus und seine Jünger zum Abendessen ein. Einige andere Steuereintreiber und viele stadtbekannte Sünder waren ebenfalls eingeladen. Die Pharisäer waren empört. »Wie kommt euer Meister dazu, mit solchem Abschaum zu essen?«, fragten sie seine Jünger. Als Jesus es hörte, antwortete er: »Die Gesunden brauchen keinen Arzt – wohl aber die Kranken.« Und er fügte hinzu: »Nun geht und denkt einmal darüber nach, was mit dem Wort in der Schrift gemeint ist: `Ich will, dass ihr barmherzig seid; eure Opfer will ich nicht. Denn ich bin für die Sünder gekommen und nicht für die, die meinen, sie seien schon gut genug.«

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