Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben. -|- Andacht von Prädikant Bernhard Beck (Daily-Message-Archiv, 25. Sep 2017)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5481

für den 25. Sep 2017 - Autor:

Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben.

Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber nicht auf ihn hört, wird nie zum Leben gelangen, sondern Gottes Zorn wird für immer auf ihm lasten

Johannes 3,36 *©*
 

Die westliche Zivilisation ist direkt oder indirekt von Jesus geprägt. Viele Menschen verstehen ihn von ihren jeweiligen Bedürfnissen und Träumen her. Für revolutionär Gesinnte ist Jesus ein Revolutionär. Für Feministinnen der erste neue Mann. Für Anthroposphen ein Wegbereiter der Vergeistigung der Menschen. Für wieder andere ein Verkünder der Reinkarnation. Für Romantiker ist Jesus die reine Barmherzigkeit und Liebe, der alle Menschen bedingungslos und ausnahmslos liebt.

Manchmal erinnern die Sichtweisen an die Geschichte von den sechs Blinden. Als sie einen Elefanten betasten, werden sie gefragt, was das sei. Einer, der seine Flanke fühlt, sagt, es sei eine Mauer. Ein anderer schlingt seine Arme um das riesige Elefantenbein und erwidert, das Etwas erinnere eher an einem Baum. Ein dritter, der ihn beim Schwanz zu packen bekommt, sagt, es sei ein Seil. Der, der das Ohr des Elefanten berührt, beschreibt es als Fächer und so fort.

Jeder von uns sieht Jesus von seiner eigenen Weltanschauung, von seiner eigenen Betrachtungsweise. Der Mensch schafft sich seinen Gott selber und verfällt ihm dann als Sklave. Wir praktizieren und leben eine falsche Christusnachfolge. Wir suchen Bibelstellen, die uns belieben und überlesen die Bibelstellen, die uns unangenehm sind. Wir Christen kennen uns selbst oft am wenigsten. Wir blicken gerne auf die Menschen unserer Umgebung; bei den einen finden wir Dinge, die uns gefallen, bei andern aber, was unseren Gefühlen zuwider ist. Wir scheinen unsern Nächsten besser zu kennen, als uns selbst.

Der Bibelvers aus Johannes 3,36 ist ein Vers, den wir nicht zu gerne lesen und allzu gerne überlesen. Glaube ist kein Kraftakt des Willens, Glaube ist ein Geschenk Gottes, und wenn du es haben willst oder mehr davon haben willst, dann mach einfach deine Ohren und das Herz auf und lass die Worte Jesu in dich hinein. Glaube ist daher auch kein Verdienst – nichts, worauf du stolz sein kannst oder womit du dich über andere erhaben fühlen kannst. Glaube ist die Frucht von Gottes froher Botschaft, denn diese Botschaft ist wirk­kräftig. Der rettende Glaube ist im Neuen Testament nicht irgendein zusammengebastelter Glaube, sondern der Glaube an Jesus Christus als den Gottes Sohn: „Wer also mit dem Sohn verbunden ist, der hat das Leben. Wer aber keine Gemeinschaft mit dem Sohn hat, der hat auch das Leben nicht.“ (1. Johannes 5,12) Das Evangelium selbst kann im Herzen eines Menschen bewirken, dass es angenommen wird.

Hochinteressant ist der zweite Satz von Vers 36: „Wer aber nicht auf ihn (Jesus) hört, wird nie zum Leben gelangen…“ Jesus ablehnen ist ungehorsam! Denn wahrer biblischer Glaube schließt den Gehorsam (das Hören des Wortes Gottes) mit ein. Du kannst nicht Christ sein wollen und doch leben wollen, denken wollen wie die Welt, wie die Menschen, die von Gott und seinen Geboten nichts kennen. Das ist unmöglich. Das akzeptiert Gott nicht. So ein Christentum wird von Gott verworfen. Wie viele sind es, die einmal wirklich einen Anfang in der rechten Nachfolge gemacht haben, die durch Wort und Sakrament wiedergeboren, bekehrt wurden und auch anfingen, ernsthaft den Weg Jesu Christi zu gehen. Aber irgendwann fanden sie daran nicht mehr den rechten Gefallen, wurden sie lau im Gebetsleben, nahm ihre Bibellese ab, lasen wir mehr andere Dinge, und seien es fromme Sachen, als die Bibel. Und so nahm ihre Freude am Christsein immer mehr ab und ihre geistliche Kraft auch.

Du magst dich für Christus interessieren, du magst ihn interessant finden, willst vielleicht sogar aus moralischer und religiöser Überzeugung ihm folgen. Das ist alles edel und kann Teil des vorbereitenden Wirkens des Heiligen Geistes sein. Meine nur nicht, dass damit schon die Umkehr geschehen wäre. Nein, bei der Umkehr, da führt der HERR dich vielmehr in rechte Sündenerkenntnis, Erkenntnis deiner Verdorbenheit, deiner Verlorenheit, und bereitet so den Acker deines Herzens für das Evangelium von Jesus Christus.

Unmissverständlich fordert Gott von allen Menschen, den Sohn Gottes ihm Gehorsam zu folgen und Jesus anzunehmen. Wenn Gott im Sohn (Jesus Christus) seine ganze Liebe offenbart und den Menschen zugedacht hat, wie es sich am Kreuz zeigte, dann ist die Nichtbeachtung des Sohnes Jesus Christus in der Tat ein böser Hochmut. Jesus wird deutlich: Wer den Sohn Gottes ablehnt, verschmäht, der wird das „ewige Leben“ nicht sehen; der wird das ewige Leben nicht bekommen und am Gottesreich nicht teilnehmen, sondern Gottes Zorn wird für immer auf ihm lasten. Der „Zorn Gottes“ liegt seit dem Sündenfall über allen Menschen – trotz der Sicherung des äußeren Lebens durch den Noahbund (1. Mose 9). Dieser „Zorn“, den wir heute nicht mehr hören und predigen wollen, von dem auch Paulus redet, ist kein biblischer – oder religiöser Fanatismus.

„Gott lässt aber auch seinen Zorn sichtbar werden. Vom Himmel herab trifft er alle Menschen, die sich gegen Gott und seinen Willen auflehnen. Sie tun, was Gott missfällt, und treten so die Wahrheit mit Füßen“ (Römer 1,18). „Gottes unversöhnlicher Zorn aber wird die treffen, die aus Selbstsucht Gottes Wahrheit leugnen, sich ihr widersetzen und dafür dem Unrecht gehorchen“ (Römer 2,8). „Und so wartet ihr nun auf seinen Sohn, auf Jesus, den er von den Toten auferweckt hat und der für alle sichtbar vom Himmel kommen wird. Er allein rettet uns vor Gottes Zorn im kommenden Gericht“ (1. Thessalonicher 1,10).

Der Zorn Gottes ist eher das Nein, das Gottes Heiligkeit gegenüber unserer Verständnislosigkeit ausspricht und mit dem der Heilige Gott über den schuldigen Sünder das Urteil spricht. Nur eine Möglichkeit gibt es, diesen „Zorn Gottes“ zu entrinnen: den wahren Glauben an Jesus Christus. Was Johannes der Täufer bei Lukas 3,7-9 zum Ausdruck bringt, ist schon so etwas wie ein Urkatechismus der Christen: „Die Menschen kamen in Scharen zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Aber er hielt ihnen entgegen: »Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch auf den Gedanken gebracht, ihr könntet dem kommenden Gericht Gottes entrinnen? Zeigt durch Taten, dass ihr wirklich zu Gott umkehren wollt! Bildet euch nur nicht ein, ihr könntet euch damit herausreden: ›Abraham ist unser Vater!‹ Ich sage euch: Gott kann selbst aus diesen Steinen hier Nachkommen für Abraham hervorbringen. Schon ist die Axt erhoben, um die Bäume an der Wurzel abzuschlagen. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen“ (Lukas 3, 7-9)

Wenn wir es wirklich ernst mit Gott meinen würden, dann sollten wir zeigen, dass wir wirklich Buße getan haben, indem wir ein verändertes Leben im Sinne Jesu führen. Aufrichtige Buße, ohne sich herauszureden, bringt „Früchte“ hervor. Wer meint, an Jesus zu glauben, die biblische Botschaft, das Wort Gottes aber ablehnt sogar verzichtet, macht einen selbst noch nicht fromm.

Wer aber dem Sohn nicht glaubt, der kann schon in diesem Leben spüren, dass Gott ihm fehlt, der straft sich selbst, weil er die Liebe Gottes nicht wahrnimmt … Der Glaube an Jesus als den Christus, den Heiland, den Retter, den Erlöser öffnet uns das Tor zum Himmel. Weil der Sohn eins ist mit dem Vater, sind wir beim Vater, wenn wir uns dem Sohn anvertrauen und folgsam folgen. Gott ist Mensch geworden, damit wir Menschen leichter den Weg zu Gott finden können.

Gott hat Jesus Christus die Macht gegeben, all denen ewiges Leben zu geben, die an ihn glauben. Dies ist einer der eindeutigsten Verse der ganzen Bibel, die sagen, wie ein Mensch errettet werden kann. Aus diesem Vers lernen wir, dass unser ewiges Schicksal davon abhängt, was wir mit dem Sohn Gottes anfangen. Wenn wir Jesus annehmen, dann gibt Gott uns als Geschenk das ewige Leben. Wenn wir Jesus und das Wort Gottes ablehnen, werden wir niemals ewiges Leben haben, und nicht nur das, sondern Gottes Zorn hängt schon wie ein Damokleschwert über uns, bereit, jeden Augenblick zu fallen.

Am Ende ist noch zu beachten, dass wir in diesem Vers nichts davon lesen, dass wir die Gesetze halten, die Goldene Regeln beachten, zur Kirche gehen, unser Bestes tun, Gutes tun oder unseren Weg in den Himmel erarbeiten müssten.

Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber nicht auf ihn hört, wird nie zum Leben gelangen, sondern Gottes Zorn wird für immer auf ihm lasten.

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