Das Evangelium zum Heil! -|- Andacht von Prädikant Bernhard Beck (Daily-Message-Archiv, 26. Sep 2017)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5482

für den 26. Sep 2017 - Autor:

Das Evangelium zum Heil!

„Zunächst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle, denn auf der ganzen Welt hört man von eurem Glauben. Und wie oft ich im Gebet an euch denke, dafür ist Gott mein Zeuge. Ihm diene ich von ganzem Herzen, indem ich die rettende Botschaft von seinem Sohn verkünde. Gott weiß auch, dass ich ihn immer und immer wieder darum bitte, euch endlich einmal besuchen zu können, wenn es sein Wille ist. Denn ich möchte euch sehr gern persönlich kennen lernen und euren Glauben stärken, indem ich etwas von dem weitergebe, was mir Gottes Geist geschenkt hat. Aber auch ihr würdet mir neuen Mut geben; so würden wir uns alle in unserem gemeinsamen Glauben gegenseitig ermuntern. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, liebe Brüder und Schwestern, wie oft ich mir schon vorgenommen habe, zu euch zu kommen. Aber bis jetzt stand dem immer etwas im Weg. Nur allzu gern würde ich auch bei euch wie bei anderen Völkern Menschen für Christus gewinnen. Denn ich fühle mich allen verpflichtet, ob sie nun unserem Kulturkreis angehören oder nicht, ob sie gebildet oder ungebildet sind. Soweit es an mir liegt, möchte ich auch bei euch in Rom die rettende Botschaft verkünden.“

Römer 1, 8-15 *©*
 

„Zunächst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus …“ Das erste, was Paulus tut, in fast allen Briefen, die er geschrieben hat, ist das, dass er Gott für die Gläubigen dankt.

Paulus veranschaulicht, was das Herz aller wahren Diener charakterisiert – eine dankbare Haltung. Unglücklicherweise gehen einige Menschen durchs Leben, indem sie sich immer nur an alles Negative klammern. Sie weigern sich hartnäckig, Dankbarkeit zu zeigen für die guten Dinge, die Gott im Leben anderer wirkt. Wenn sie selbst nicht die Nutznießer sind, dann ist es immer schlecht. Paulus Dankbarkeit äußerte sich jedoch nicht, indem er sagte: „Ich bin so dankbar für die Dinge, die Gott für mich getan hat“, sondern indem er sagte: „Ich danke Gott für euch.“ Er konnte sich genauso über den Erfolg eines anderen freuen wie über seinen eigenen. Ich hoffe, das trifft auch auf dich zu.

Mit einer feierlichen Versicherung bekräftigt Paulus seine Verbundenheit mit der Gemeinde. „Gott ist mein Zeuge“ ist eine alttestamentliche Vergewisserung. Dort, wo Menschen die Wahrheit seiner Behauptung nicht nachprüfen können, garantiert Gott für seinen Diener. Dem steht das Wort Jesu: „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen“ (Matthäus 5,37) nicht entgegen. Paulus will weder schwören noch seine Verkündigung stützen, sondern er lässt einen Blick in sein Innerstes tun und tut das vor Gott, der das Innerste eines Menschen gut kennt. Sein Geist, sein ganzes Denken war davon erfüllt, Gott am Evangelium seines Sohnes zu dienen. Paulus lebt und handelt, bestimmt vom Geist Gottes. Er ist ihm Antrieb, Kraft und Ermöglichung des Dienstes.

Paulus wollte die Gläubigen in Rom gern einmal besuchen. Obwohl er sie noch nie gesehen hatte, bedeutete das nicht, dass er kein Interesse an ihnen hatte. Er dachte ständig in seinen Gebeten an sie. Sie brauchten „Stärkung“, und die konnte er ihnen geben, indem er ihnen „etwas geistliche Gnadengabe mitteilte“. Auch wir beide, du und ich, brauchen immer wieder Stärkung unseres Glaubens. Darum müssen wir Kontakt zueinander suchen und unsere Glaubenserfahrungen austauschen. Für beide Seiten ist das ein Trost. Es ist nicht entscheidend, ob du das mit jemand tust, der auch eben erst bekehrt und Christ ist und wurde, oder mit jemand, der schon viel im Glauben erlebt hat. Für Paulus, der bereits viele Glaubenserfahrungen gemacht hatte, war es in jedem Fall ein Trost, die Gemeinschaft mit den Gläubigen in Rom zu erfahren. Suche deshalb deine Mitgläubigen (Mitchristen) auf. Du brauchst sie, und sie brauchen dich.

Ein junger Mann fragte mich einmal, was meine Motivation sei, Woche für Woche zu studieren. Ich erklärte ihm, dass ich von gewissen Abschnitten der Schrift manchmal so ergriffen bin, dass ich es kaum erwarten kann, am Sonntag darüber zu predigen. Es kommt aber auch vor, dass ich mir meine Studienzeit richtig erkämpfen muss, weil da so viele andere Dinge zu erledigen sind, und mein Dienst erscheint in solchen Momenten nicht so aufregend. Ich muss dann wirklich kämpfen, weil ich mir meiner Verpflichtung gegenüber Gott bewusst bin. Stell dir vor, ich würde sehen, wie ein Haus in Flammen steht, und die Familie, die dort wohnt, hat es noch nicht bemerkt. Ich kann dann nicht einfach herumstehen und mir überlegen, ob sie es wert sind, gerettet zu werden. Weil sie in Not sind und ich die für sie rettende Information habe, bin ich verpflichtet, ihnen zu helfen. Wenn du nur Dienst als Pflicht ausüben, wenn du dich danach fühlst, dann hast du noch nicht begriffen, worum es im Dienst Christi tatsächlich geht. Paulus macht das in Römer 1,14 ganz deutlich. „Denn ich fühle mich allen verpflichtet, ob sie nun unserem Kulturkreis angehören oder nicht, ob sie gebildet oder ungebildet sind.“

Aber das Evangelium enthält mehr als nur eine Predigt von der Bekehrung und vom Glauben. Evangelium bedeutet: frohe Botschaft. Das Evangelium ist immer Missions- und Evangelisationsbotschaft. Die „anvertraute Pfunde“ sollen und dürfen eingesetzt werden; so macht es schon Jesus deutlich. Wir müssen und sollen das Evangelium predigen. Gott hat viel mehr in seinem Herzen, das Er uns erzählen möchte, als nur, dass wir uns bekehren und an den Herrn Jesus glauben müssen. In Wirklichkeit ist es so, dass wir erst dann, wenn wir bekehrt sind, den ganzen Ratschluss Gottes entdecken können. Wir alle müssen von der Angewohnheit befreit werden, uns nur um unsere eigenen Angelegenheiten und Schwierigkeiten zu drehen. Viele unter uns brauchen sogar Erlösung von ihrer Sehnsucht nach „Segnungen“. Unsere Ohren sollten dem Verlangen unseres natürlichen Herzens gegenüber taub sein. Wir sollten eigentlich weder Zeit noch Lust haben, ängstlich besorgt zu sein um uns selber oder um das, was die Leute über uns sagen. Gott will den Seufzern und Bestrebungen unseres EigenIebens ein Ende machen. In dem Maß, wie wir uns unserem Heiland Jesu übergeben, wird Er uns mit der Hoffnung füllen, die nicht zuschanden werden lässt. Dann sind wir bereit, zu gehorchen und ans Werk zu gehen.

Gott hat uns erlöst von dem, was wir von Natur sind: sündige Menschen. Je mehr wir den Wert der Erlösung aus Gnade, der Liebe Gottes und der Kraft des Kreuzes Jesu Christi erkennen, desto klarer wird es uns, dass wir hier auf Erden immer Schuldner, nie Gläubiger sind. Wir sehen dann die Welt nicht mehr mit den Augen eines Richters, Pharisäers oder Selbstgerechten an. Es wird auch kein herablassendes Mitleid oder gar Gleichgültigkeit in unseren Blicken liegen, sondern wir werden sie ansehen mit den Augen eines Schuldners gegenüber Gott und der Welt, die Er so sehr geliebt hat.

Die Kraft des Evangeliums kommt von unserem Heiland Jesus Christus. Er, den ein solches Feuer, eine solche Liebe verzehrte, Er kann auch in uns diese göttliche Flamme anzünden. Sie wird unseren schlichten Worten Wärme geben und sie denen, die uns zuhören, verständlich machen. Der Herr Jesu wird uns eine gelehrte Zunge, die Zunge eines Jüngers schenken, um anderen von Seiner Liebe zu sagen. Wir haben einen herrlichen Erlöser zu verkündigen. Gott will durch uns Frucht schaffen. Wir sind aus Dank und Freude jedem die Frohe Botschaft schuldig. Allen Menschen gilt dabei das Angebot. Die Grenzen von Sprache, Kultur und Begabung dürfen uns nicht hindern. Als Gemeinde, als Nachfolger Jesu, sind wir in seine Ernte gerufen, gesetzt zum Fruchtbringen. Gottes Wort schafft Frucht und nicht wir.

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