Freude -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 12. Jun 2017)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5376

für den 12. Jun 2017 - Autor:

Freude

Niemand kann sie euch nehmen.

Joh. 16,22 *©*
 

Ich hörte mal den Satz: Der Mensch stirbt nicht unbedingt erst am Ende seines Lebens. Er kann schon mitten im Leben tot sein. Mitten hinein in unseren Wohlstand und unser fröhliches Dahinleben mit dem Glauben, dass wir alles haben und machen können, klingt das schrill und misstönend das kritische Wort vom geistigen und geistlichen Tod des Menschen.

Das beginnt mit dem Klagen darüber, dass sie mit ihrer Freizeit nichts Rechtes anzufangen wissen. . Bei anderen damit, dass sie mitten in Hektik und Trubel langsam aber sicher vereinsamen. Ein Mensch kann schaffen, ohne schöpferisch zu sein, reden, ohne ein Gespräch zu führen, mitten in der Masse einsam sein, lächeln ohne froh zu sein, Liebeslieder singen, ohne glücklich zu sein. Das ist der Tod mitten im Leben. Verarmung mitten im Reichtum?! Hunger trotz Sattheit?!
Ein Mensch ohne Freude, ohne jegliche Hoffnung, de Freude zu erlangen, lebt nicht wirklich. Mir fällt dazu das Lied ein, wo ein Mensch nicht lachen kann. Er geht zum Arzt und der rät ihm, in den Zirkus zu gehen, zum Clown. Das Problem ist nur: Der Patient, der vor ihm sitzt, ist der Clown. Hinter der fröhlichen Fassade verbarg sich bittere Einsamkeit. Eine Gaudi kann man sich käuflich erwerben, nicht aber die Freude. Vielleicht kennst du noch den Lachsack. War die Batterie alle, lachte auch er nicht mehr. Freude muss uns geschenkt werden.
Gott bietet sie uns an. Wir können sie erfahren durch die liebende Zuwendung eines Menschen. Die wahre Freude, die tief im Herzen wurzelt, wird auch durch Leid nicht ausgelöscht. Mir fällt eine liebe Person ein, die an Lungenkrebs erkrankt war. Trotz ihres Leides strahlte sie Hoffnung und Freude bis zuletzt aus, machte uns noch Mut und Hoffnung, gab uns noch Stärke.
Zunehmend erwacht ein neuer Hunger, kein Hunger nach Zielen, Werten, sinnvollen Aufgaben..., sondern nach Mensch-sein, nach Geborgenheit und Offenheit. Nur aus der sicheren Geborgenheit heraus vermag ich mich einer Person oder einer Sache öffnen. Ohne dieses Grundgefühl der Geborgenheit pendle ich unsicher hin und her und igele mich schließlich irgendwo ein. Das fängt schon da an, wo ich nach einem anstrengenden Tag abends meine Ruhe haben will, alles abwehre, was an mich herangetragen wird. Schon bald schmore ich im eigenen Saft, kann mich nur mühsam oder gar nicht auf Neues einstellen und verliere die Offenheit für meine vielfältige Gegenwart. Wer sich geborgen weiß, kann sich leicht umstellen.
Die dunkelste und tiefste Verlassenheit ist die, wo sich der Menschen nur auf sich selbst oder seinesgleichen verlässt. Eigentlich hat er keinen Anlass dazu. Er ist ein Geschöpf Gottes und kann sich zutiefst auf seinen Schöpfer verlassen. Wir bringen dies dadurch zum Ausdruck, indem wir Gott als Vater anreden. Dieses Bewusstsein macht mich umsichtiger und vorsichtiger, freier und zugleich behutsamer.
Es gibt diese Freude, von der Jesus sagt: ''Niemand kann sie euch nehmen.'' (Joh.16,22) Sie wird erfahren von einem Menschen, der sich zutiefst angenommen und in seiner Einmaligkeit geliebt weiß.
Was uns erfreuen sollte, wenn wir ein Geschenk bekommen, ist nicht der Wert des Geschenkes, sondern die aus dem Geschenk sprechende Liebe eines Menschen. Wer im Geschenk nichts von sich mitgibt, der gibt nur des Schenkens wegen.
Der Apostel Paulus sagt uns von Gott: ''Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?'' (Röm.8,32) Er schenkt uns nicht alles, was wir wollen, aber alles, was wir zum wirklichen Leben brauchen. Viele Christen haben große und viele Wünsche. Mit logischem Denken könnten sie direkt verstehen: Das erfüllt sich nie. Wir dürfen Träume haben, aber was Gott uns schenkt, das genügt.

Lass dich heute reichlich in kleinen und großen Dingen von ihm beschenken.

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Diese Andacht gibt es auch in Englisch: Joy


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