Beruf(ung) verfehlt! -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 25. Dec 2016)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5207

für den 25. Dec 2016 - Autor:

Beruf(ung) verfehlt!

''Und des HERRN Wort geschah zu mir: Du Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden? Aber ihr esst das Fett und kleidet euch mit der Wolle und schlachtet das Gemästete, aber die Schafe wollt ihr nicht weiden. Das Schwache stärkt ihr nicht und das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht zurück und das Verlorene sucht ihr nicht; das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt.''

Hesekiel 34, 2-4 *©*
 

Der Begriff ''Hirte'' wird oft als Symbol für eine Wächterrolle verwendet. So finden sich in der Bibel zahlreiche Vergleiche, in denen ein Prophet mit einem Hirten und seine Schützlinge mit Schafen verglichen werden. Auch in der Weihnachtsgeschichte sind es Hirten, die die Nachricht von der Geburt Jesu Christi zuerst empfangen. Die Gestalt des Hirten (lat.: Pastor) ist als Leitbild in das Berufsbild des christlichen Geistlichen (Pastor) eingebunden. Aber es sollte klar sein, daß nicht das Ettikett alleine über Inhalt und Praxis urteilen kann. Es ist in jedem Fall eine verantwortungsvolle Aufgabe und sicherlich nicht nur den hauptamtlichen Christen vorbehalten. In jedem Fall ist hier mit der rechten Herzenshaltung viel Gutes zu bewirken für alle Beteiligten. Wunder sollten von einem Hirten sicherlich nicht erwartet werden. Auch nicht, daß er stets auf alles immer eine passende Antwort hat. Leider gibt es aber auch ''Hirten'', die sind sich ihrer Stellung und Aufgabe weniger bewusst und mehr auf dem Egotrip als eine Person, die sich für andere Menschen Zeit und Geduld nimmt. In der Bibel werden so ziemlich alle menschlichen Schwächen beim Namen genannt. Und zwar mit der Absicht, uns zu korrigieren, zu bessern, zu ermahnen und in der Gerechtigkeit zu unterweisen (2. Timotheus 3,16). Dies geschieht in unserem Eingangstext durch den alttestamentlichen Propheten Hesekiel. Er zählt die missachteten Aufgaben der Hirten Israels konkret auf: Die Hirten dort hatten zwar eine anerkannte Position, aber sie füllten sie nicht aus. Sie waren eher so etwas wie ein ''Frühstücksdirektor'' - kaum zu gebrauchen. Ein Gefäß ohne Inhalt und ein lustloser Bürokrat. Sie nutzten die Vorteile der Position für ihre eigenen selbstherrlichen Zwecke. Wer schwach war, wurde nicht gestärkt. Von einer Auferbauung und kommunikativen Verständigung war keine Rede. Um Kranke wurde sich nicht gekümmert und wer eine Verletzung erlitten hatte, musste selbst zusehen, wie er damit zurecht kam. Verirrte und Verlorene wurden ignoriert und nicht vermisst.

Von einer Zurüstung der Heiligen (Epheser 4, 11-12) war nichts zu sehen. Gemeindemitglieder, die nützlich, talentiert und stark waren, wurden unten gehalten und abserviert, quasi mundtot gemacht - wohl aus Angst daß sie den ''Hirten'' bloßstellen und ihr eigenes Versagen deutlich machen. So ein Verhalten ist in der Tat ein erbärmliches Armutszeugnis das auf Herrschsucht, Eitelkeit und Egoismus aufgebaut ist. Kein Wunder, daß Gott zornig wurde und Konsequenzen androhte! Wir alle haben ein Vorbild, einen wahren ''guten Hirten'' (Johannes 10,11) an dem wir uns in unseren Aufgaben und Verantwortungen immer orientieren und inspirieren lassen können. Es sollte gewiß nicht so sein, daß alle Arbeit nur immer an den Hirten in der Gemeinde hängen bleibt. Wir alle sollen untereinander aufeinander achthaben (Hebräer 10,24) und uns zu guten Werken anreizen. Unsere Hirten brauchen neben geistlicher Kompetenz und der richtigen Einstellung und Liebe sicherlich auch unser aller Hilfe, Unterstützung und Gebete. Wenn wir uns treffen, sollte jeder etwas zur Auferbauung beitragen (1. Korinther 14,26). Die Gemeinde ist ein Leib und ein geistliches Gefüge das nicht zum Selbstzweck existiert und funktioniert (1. Korinther 12, 12-31). Schlechte Hirten sehen nicht das Ganze sondern nur oberflächliche Einzelinteressen und sie machen mehr Politik als daß sie der Gemeinde als Vorbild vorangehen. Es geht auch anders. Petrus schreibt es in seinem ersten Brief, Kapitel 5, Verse 2-3: ''Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist; achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt; nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund; nicht als Herren über die Gemeinde, sondern als Vorbilder der Herde''. Amen.

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