Kampf dem Selbstbetrug -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 13. Feb 2016)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4891

für den 13. Feb 2016 - Autor:

Kampf dem Selbstbetrug

''Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst. Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah''.

Jakobus 1, 22-25 *©*
 

Das Problem kennen wohl die meisten Christen. Man hat umfangreiche biblische Kenntnisse und kann die sogar vermitteln, aber das eigene Leben hinkt oft hinterher. Dann kommt man sich manchmal (zu Recht) vor wie ein Heuchler, weil nicht selten zwischen Theorien und Praxis kein Gleichklang zu hören und zu sehen ist. Wir haben enormes Wissen, oder zumindest Zugriff auf Informationen aller Art (wenn es um Glaube und Nachfolge geht), aber der Alltag (und man selbst) ist oft grau und unlebendig. Manche Christen streiten sich auch lieber um die richtige Auslegung und die beste Lebenseinstellung als Christ, als die praktischen Defizite im eigenen Leben und Charakter zu bekämpfen, vor Gott zu bringen, und sich zu ändern. Sicher, das ist leichter gesagt als getan. Aber die richtigen Entscheidungen kosten eben auch Überwindung, sonst könnten wir als Christen ja immer alles gerade so laufen lassen, wie es mich überkommt. Keine gute Idee! Aber ist es einfacher sein schlechtes Gewissen jeden Tag mit Beschwichtigungen (die oft auch nur faule Ausreden sind) ruhig zu stellen? Merken wir nicht, wie wir aus Scham dann nicht mehr beten wollen, weil wir Gott und uns selbst schon wieder enttäuscht haben? Wie wird man ein Täter des Wortes? Zunächst sicher einmal dadurch, indem man das Wort Gottes kennt und liest und sich damit beschäftigt. In Sprüche 30,5 lesen wir: ''Alle Worte Gottes sind durchläutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen''. Ein Schild hat die Aufgabe Angriffe abzuwehren und sich gegen Hiebe zu schützen. Diese Welt, der Teufel, mein eigenes Fleisch und auch manche Menschen, meinen es nicht gut mit den Christen und dem geistlichen Leben. Sie setzen ihnen zu und schauen ganz besonders auf ihren Wandel um ihnen Heuchelei vorwerfen zu können, und ihnen zu vermitteln, daß sie ja auch nicht besser sind als man selbst. Das Geheimnis eines positiven Christenlebens, ist nicht von einem Sieg zum anderen zu fliegen, und über die ängstlichen und gesetzlichen Frommen, müde zu lächeln, sondern auszuharren und beständig in seiner Seele sich an Gott zu halten in allen Lebenslagen. Besonders in Situationen, wo man scheitert, kein Zeugnis ist und gesündigt hat.

In Jesaja 40,31 steht: ''...aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden''. Müde und matt werden wir, wenn wir meinen aus uns selbst heraus (mit frommer Routine) Gott nachfolgen zu können. Und wie ein Heuchler kommen wir uns vor, wenn wir uns tatsächlich heuchlerisch verhalten und es merken. Wenn wir es nicht mehr merken würden, wären wir in einem pharisäerähnlichen Dämmerzustand der uns selbst erhöht statt allein Jesus Christus. In 2. Korinther 5, 4-7 schreibt Paulus: ''Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand den Geist gegeben hat. So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen''. Unser Fleisch wird nie fromm werden. Instinktiv versuchen wir es dennoch immer wieder und scheitern kläglich, machen uns zurecht Vorwürfe, und lassen zu, daß der Teufel uns unsere Gotteskindschaft abspricht. Das darf nicht sein! Dann fühlen wir uns untauglich für ein Christenleben und die Wahrheit ist, daß wir es auch sind solange wir im Fleisch und nicht im Geist wandeln. Die Lösung muss nicht irgendwoher kommen (Disziplin, Härte, veränderte Umstände, mehr Wissen etc.) sondern die Befähigung aus Glauben zu leben, hat uns Gott durch Jesus Christus auf Golgatha am Kreuz geschenkt. Dort ist mein altes Leben gestorben - auch wenn es mich zeitlich noch umgibt. Dort am Kreuz ist alles bezahlt worden. Ich muss nicht mehr sündigen als Christ - ich kann mich jeden Tag und in jeder Situation bewusst, und durch ein ernstliches Gebet um Kraft, dagegen entscheiden. Ein Ungläubiger hat keine Wahl. Gnade ist der Schlüssel zur Nachfolge - und wenn wir Täter des Wortes werden möchten, dann ist es unser Vorrecht, dafür auch (mit Gott) gegen alles zu kämpfen, was gegen die Seele streitet. Und das ist dann der gute Kampf des christlichen Glaubens.

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