Ohne Erwählung keine Errettung -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 13. Oct 2015)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4768

für den 13. Oct 2015 - Autor:

Ohne Erwählung keine Errettung

''Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus, wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe, und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst6 nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten. In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns reichlich gegeben hat in aller Weisheit und Einsicht. Er hat uns ja das Geheimnis seines Willens zu erkennen gegeben nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in ihm für die Verwaltung bei der Erfüllung der Zeiten; alles zusammenzufassen in dem Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist - in ihm. Und in ihm haben wir auch ein Erbteil erlangt, die wir vorherbestimmt waren nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Rat seines Willens wirkt, damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien, die wir vorher schon auf den Christus gehofft haben. In ihm seid auch ihr, als ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung. Der ist die Anzahlung auf unser Erbe auf die Erlösung seines Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit''.

Epheser 1, 3-14 *©*
 

Vorneweg muss gleich gesagt werden, daß auch der gläubige Mensch letztlich nicht ergründen kann, wie einerseits die eigene Verantwortung, als auch der Glaube ansich, und die Erwählung zum Glauben und somit zur Errettung zusammen hängen. Was wir verstehen können und sollen, darf unser Denken, Fühlen und Glauben bestimmen. Was darüber hinaus geht, dürfen wir trotzdem im Vertrauen auf Gott bewahren. Jedenfalls lehrt die Bibel all das Genannte - und muss uns somit auch zur Orientierung wichtig sein und werden. Zunächst lehrt die Bibel unmissverständlich, daß der natürliche Mensch (wir alle) nichts vom Geist Gottes vernimmt (1. Korinther 2,14). Andererseits kann die Errettung keine Willkür sein, sondern Gottes grundsätzlicher Wille. Und wie dies geschieht, ist letztlich nur Gottes Sache. Wenn nun kein Mensch nach Gott fragt und (wie die Bibel lehrt) von Grund auf böse und verdorben ist (Psalm 53, 3-4: ''Gott hat vom Himmel herabgeschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verständiger da ist, einer, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind alle verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer''), dann kann ein Mensch einfach nicht glauben. Selbst wenn Gott einen direkt und persönlich fragen würde, ob er erlöst werden will, käme keine bejahende Antwort, sondern nur Ablehung und Unglaube dabei heraus. Und sogar wenn jemand von den Toten aufersteht, und den Ungläubigen warnt vor seinem sündigen Unglauben, würde er nicht hören (Lukas 16,31). Ist das nun ungerecht, wenn so einer verloren geht? Gott hat als Zeichen seiner Gnade sich ein Volk erwählt - die Juden und das Volk Israel. Nicht weil die besonders tüchtig oder weniger schlimm wären, sondern als Akt des guten Willens und der Gnade (5. Mose 7, 6-8). Mit diesem Volk gab es auch viele Hoch's und Tief's und nicht weil sie Gottes Volk waren, wurden sie automatisch erlöst, sondern, weil sie zur Anschauung dienen sollten, haben sie biblisch eine so bedeutende Rolle. Gott will daß alle Menschen zur Umkehr kommen und zur Erkenntnis der Wahrheit (1. Timotheus 2,4). Das bedeutet aber nicht (wie im Fall Israel), daß auch alle letzten Endes erlöst werden. Ist das Gottes Schuld? Erinnern wir uns, kein Mensch kann sich für Gott entscheiden, es sein denn Gott schenkt es ihm durch Offenbarung und entsprechende Erwählung. Gottes Güte führt einen Menschen zur Buße (Römer 2,4). Wir werden ermahnt, das nicht zu vergessen oder gar zu verachten! Es ist und bleibt nur Gnade, wenn so ein geistlich Toter zu einem Lebendigen wird. Ohne diese Erwählung, würde keiner die Vergebung seiner Sünden erhalten. Es gibt also gar keine andere Möglichkeit Menschen zur Umkehr zu bringen, als sie zu erwählen. Zum Heil berufen sind die Menschen insgesamt schon, aber pauschal auserwählt eben nicht (Matthäus 22,14).

Wir bekommen das sicherlich logisch kaum auf die Reihe, aber es ist absolut biblisch. Und ebenfalls zählt die Aussage, daß Gott gerecht ist - 5. Mose 32, 3-4: ''Denn den Namen des HERRN rufe ich aus: Gebt Ehre unserm Gott! Der Fels; vollkommen ist sein Tun, denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er''! Diese Welt ist böse und von Grund auf schlecht und falsch und in jeder Weise verkehrt und gottesfeindlich - inbegriffen des Menschen! Und das viel mehr, als wir das begreifen und sehen und verstehen könnten. In 1. Mose 6, 11-12 lesen wir: ''Die Erde aber war verdorben vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Gewalttat. Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verdorben; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf Erden''. Wir leben in einer dämonisierten, abgefallenen Welt. Wenn wir tatsächlich den Glauben an Jesus Christus in unserem verdorbenen Herzen haben können, dann nur aufgrund von Gottes unergründlicher Liebe, Barmherzigkeit und Gnade. Wie Erwählung funktioniert, können wir nicht wirklich begreifen, aber mit allem was Gott uns schenkt an geistlichen Gaben, täglich im Vertrauen festhalten. Es ist der Geist Gottes (im Gegensatz zum verdorbenen Geist der Welt), der einen wissen lässt, was Gott einem geschenkt hat (1. Korinther 2,12). Wir müssen (dürfen) daran festhalten, daß Gott der Souverän ist - Römer 9, 19-24: ''Du wirst nun zu mir sagen: Warum tadelt er noch? Denn wer hat seinem Willen widerstanden? Ja freilich, Mensch, wer bist du, der du das Wort nimmst gegen Gott? Wird etwa das Geformte zu dem Former sagen: Warum hast du mich so gemacht? Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen? Wenn aber Gott, willens, seinen Zorn zu erweisen und seine Macht zu erkennen zu geben, mit vieler Langmut die Gefäße des Zorns ertragen hat, die zum Verderben zubereitet sind, und wenn er handelte, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen des Erbarmens zu erkennen gebe, die er zur Herrlichkeit vorher bereitet hat, nämlich an uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen''. Amen.

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