Bitte Warten -|- Andacht von Joseph Backhaus (Daily-Message-Archiv, 04. Jun 2015)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4637

für den 04. Jun 2015 - Autor:

Bitte Warten

Auf meinen Posten will ich treten und auf den Wall mich stellen und will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird und was für eine Antwort ich auf meine Klage erhalte. - Und der HERR erwiderte mir und sprach: Schreib das Gesicht auf, und zwar deutlich auf die Tafeln, damit man es geläufig lesen kann. Denn das Gesicht gilt erst für die festgesetzte Zeit, und es strebt auf das Ende hin und lügt nicht. Wenn es sich verzögert, warte darauf; denn kommen wird es, es wird nicht ausbleiben. Siehe, die verdiente Strafe für den, der nicht aufrichtig ist! Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben

Habakuk 2,1-4 *©*
 

Habakuk ist ein Prophet. Von ihm soll das Volk Weisung Gottes erhalten, aber er ist sprachlos, hat nichts mehr zu sagen. Nun macht er sich nicht etwa seine eigenen Gedanken oder sucht in seinem Inneren nach Antworten. Nein, Habakuk steht auf und geht zu Gott. Er will dessen Sicht der Dinge sehen und will Gottes Meinung zu den Umständen hören. Er erwartet von Gott Antwort und wartet auf Gottes Wort.
Es ist nicht ungewöhnlich für Kinder Gottes Fragen ohne Antworten zu haben. Doch dann sollte die erste Adresse für Fragen und Vorhaltungen Gott sein - von ihm dürfen wir, sollen wir Antwort erwarten. Er ist ja ein Gott der redet und der versprochen hat, uns zu antworten, wenn wir ihn fragen.
Habakuk lebte in schwieriger Zeit. Viele Menschen erleben Misshandlungen. Sein Volk erleidet Unrecht durch die übermächtigen Chaldäer. Gewalt herrscht überall. Streit und Reibereien sind an der Tagesordnung. Und Habakuk fragt sich: „Kümmert das Gott alles nicht? Ist Gott noch an seinem Volk interessiert? Hält er sich an sein Wort? Wann wird er endlich eingreifen und den versprochenen Retter schicken?“ Diese Fragen hält er Gott hin und Gott antwortet. Er sagt aber kein genaues Datum für sein Eingreifen. Er sagt: Verlass Dich auf mich! Warte nur ab! Habe Geduld! Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer; sie wird gewiss kommen und nicht ausbleiben.
Nun weiß es wohl jeder aus eigener Erfahrung: Warten fällt uns Menschen schwer. Wir möchten die Ergebnisse sofort haben. Besonders unsere heutige Lebenseinstellung ist geprägt vom immer schnelleren Rhythmus. Versandhäuser werben mit einem 24 Stunden Lieferservice. Heute bestellt, morgen geliefert. Am liebsten wäre es uns natürlich noch schneller und so einen Service erwarten wir auch von Gott. Wir beten und erwarten die sofortige Erfüllung. „Lieber Gott, mach mich geduldiger aber bitte ganz schnell!“
Und Habakuk und seinen Mitmenschen damals ging es wohl nicht anders: Warten fällt schwer. Warum? Weil Warten eine Spannung aufbaut. Wir fühlen uns zurückgehalten, ja abgelehnt. Es kommt uns so vor, als würde die Erfüllung unserer Wünsche verhindert. Wir ärgern uns, weil immer noch nicht geschieht, was wir ersehnen. Dauert das an, reagieren wir normalerweise entweder mit Resignation oder dem Versuch die Erfüllung zu beschleunigen. Wir lassen entweder den Wunsch sterben und sagen: „Es hat ja doch keinen Zweck, länger zu warten. Es passiert doch nicht“ Wir geben auf. Oder wir versuchen die Erfüllung zu beschleunigen, zu erzwingen. Wir üben Druck aus.
Wie aber antwortet Gott auf unsere Ungeduld? Gott wirbt um unser Vertrauen. Vertraue mir! Vertraue darauf, dass sich alle Zusagen erfüllen werden. Vertraue mir! Ich betrüge Dich nicht mit leeren Versprechungen. Wenn es auch dauert, warte ab, die Erfüllung wird gewiss kommen und nicht ausbleiben. Selbst wenn es länger dauert: Vertraut mir weiter.
Warten fällt schwer, weil wir das Gefühl für den richtigen, guten Zeitpunkt verloren haben. Warum soll die Erfüllung eines Wunsches in vier Wochen besser sein, als wenn ich ihn mir heute erfülle? Manche Dinge wurden schon verdorben, weil sie zu früh oder zu spät angepackt wurden. Zu früh oder zu spät, beides ist verderblich. Es gibt den richtigen, passenden Moment. Die Bibel gebraucht dafür den Ausdruck „Kairos“. In der Weihnachtsgeschichte steht: Als die Zeit erfüllt war, als der Kairos da war, da sandte Gott seinen Sohn. Nicht zu früh und nicht zu spät. Zum richtigen Zeitpunkt kam Jesus zur Welt. Darum sagt Gott zu Habakuk: Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit: Wartet, vertraut mir, ich kenne den richtigen Zeitpunkt. Noch ist Zeit zu warten. Aber seid gewiss, die Zeit der Erfüllung kommt genau rechtzeitig.

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