Eli, Eli, lama sabachtani? -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 16. Jan 2013)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3768

für den 16. Jan 2013 - Autor:

Eli, Eli, lama sabachtani?

''Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«''.

Matthäus 27,46 *©*
 

Was auf Golgatha geschehen ist, unterlag in vollem Umfang der Kontrolle Gottes und des Heilandes Jesu Christi. Entsprechend lesen wir in Johannes 10, 17-18: ''Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen''. Dem Sohn Gottes war sein himmlischer Auftrag von Anfang an völlig klar - sogar schon als zwölfjähriger, als er seiner leiblichen Mutter Maria und deren Mann Josef sagte: ''Wusstet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meines Vaters ist'' (Lukas 2,49)? Und als er später, erwachsen geworden, auf Johannes den Täufer traf sagte dieser über ihn: ''Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt'' (Johannes 1,29). Es gibt sieben überlieferte Worte die Jesus am Kreuz gesagt hat, drei davon sind Zitate aus Psalmen. So auch der Satz aus Psalm 22 von David: ''Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen''? Jesus sagte das nicht, weil er nicht wusste wie ihm geschah, oder weil ihm der Preis zu hoch wurde, er allein gelassen wurde, und dieses Ende bitterlich bedauerte. Nein, im Gegenteil. Jesus war auch nicht von Gott verlassen. Seine ganze Aufmerksamkeit galt seinem Auftrag, das Lamm Gottes zu sein, das zur Schlachtbank geführt wird, zur Vergebung der Sünden - Jesaja 53,7: ''Er wurde mißhandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut''. Jenen Satz (Psalm 22), den Jesus am Kreuz sagte, und viele damals wie heute nicht verstanden, war in aramäischer Sprache: ''Eli, Eli, lama sabachtani''. In hebräischer Sprache lautet deren deutsche Übersetzung so, wie es in den üblichen Übersetzungen steht.

Wenn man aber nun den aramäischen Text übersetzt, heisst der Satz so: ''Mein Gott, mein Gott, für welch eine Schickung hast du mich aufgespart''? Das Wort ''lama'' heisst im hebräischen tatsächlich ''warum'', aber in aramäisch ist es kein Fragewort, sondern ein Ausruf! Es ist also eine Art Bestätigung seines Auftrages. Wenn Jesus hier sagte, daß dieser Kreuzestod sein Auftrag, Zweck und Werk war, gab es keinerlei Zweifel - weder im Wort, geschweige denn der Tat. Für Golgatha war er bestimmt und verwahrt - ''Sabachtani'', was bedeutet, ich bin aufgespart, bestimmt und behalten. So bestätigt sich, daß Jesus nur dafür lebte, um den Willen des Vaters zu erfüllen und sich dessen auch stets bewusst war. Jesus war nicht verlassen am Kreuz, was er zuvor ja auch in Johannes 16,32 seinen Jüngern bestätigte: ''Siehe, es kommt die Stunde, und sie ist jetzt schon da, wo ihr euch zerstreuen werdet, jeder in das Seine, und mich allein laßt; aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir''. Wie könnte er also demnach am Kreuz verlassen gewesen sein? Schuld bedingt sicherlich auch Verlassenheit von Gott, aber das betrifft nicht denjenigen, der ohne Schuld war (Hebräer 4,15). So ergibt alles einen tieferen Sinn und wir fangen an zu verstehen, daß das Werk am Kreuz und die aramäischen Worte (die ''Schickung'') ein Dialog des Gehorsams und der tiefsten Zuneigung und Demütigung zwischen dem Messias Jesus Christus und seinem himmlischen Vater gewesen ist. Das vorletzte Wort Jesu am Kreuz, bestätigt ein weiteres mal, daß seine Bestimmung, seine Sendung und Schickung in vollkommener Weise das Herz und den Willen Gottes berührte und für die Gläubigen zur Seligkeit ihrer Seelen führt: ''Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist'' (Johannes 19,30). Amen.

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