Der letzte Reiseleiter -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 26. Mar 2012)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3472

für den 26. Mar 2012 - Autor:

Der letzte Reiseleiter

''Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden''.

Hebräer 2, 14-15 *©*
 

Ich saß in der Straßenbahn, und vor mir stand rücklings eine Person mit einem schwarzen Kapuzenpulli auf dem war ein Bild eines Skeletts mit einer Sense zu sehen und darunter der Satz: ''Der letzte Reiseleiter''! Ich fand das bemerkenswert und dachte an den Text in Psalm 90,2: ''Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden''. Das hat dieser Mensch wohl getan, wenn auch eher spöttisch und ironisch. Aber womöglich hat er unbewusst die Menschen um ihn herum daran erinnert, daß sie sterben werden, und dann...? Was bedeutet es, wenn wir lesen, daß der Satan die Macht des Todes hat? Es ist wohl in der Weise zu verstehen, daß der Teufel den Tod von uns Menschen fordern kann. Und zwar als gerechte Vergeltung für unsere Sünden. Die provozierte und verursachte zwar der Ankläger der Brüder (Offenbarung 12,10), aber Gottes Heiligkeit muss die Sünde mit dem Tod bestrafen. Das wusste der Teufel, aber er hat nicht die Macht, nach eigenem Gutdünken Menschen zu töten. Ohne Gottes Erlaubnis kann er das nicht tun (Hiob 2,6: ''Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er sei in deiner Hand, doch schone sein Leben!''). Jesus sagte seinen Jüngern, daß sie sich nicht vor denen fürchten sollen, die den Leib zerstören können, sondern vor Gott, der sowohl Leib als auch Seele in die Hölle werfen kann (Matthäus 10,28). Ob der Kuttenträger in der Straßenbahn daran gedacht hat, glaube ich weniger, aber am Ende unseres Lebens wird das geschehen, was in Johannes 5, 25-28 steht: ''Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben. Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts''. Das wird passieren.

Die letzte Reise geht nicht ins Nirgendwo, sondern zu Gott, vor seinen Thron, zu dem gerechten Richter unserer Seele. Darum ist es überaus klug auf das Evangelium zu setzen und sein Leben sozusagen zu überschlagen wie wir auch im Gleichnis vom Hausbau in Matthäus 7, 24-26 lesen: ''Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute''. Der Unglaube ist der Wegbegleiter eines törichten Mannes, von einem, der sprichwörtlich sein Leben auf Sand baute. Sozusagen ist der blinde Atheismus der letzte Reiseleiter. Und die Fahrtkosten werden dann überaus teuer sein. Letztlich wird man mit seinem ewigen Tod bezahlen. Man wird auf ewig Gott unbekannt sein, selbst wenn man vielleicht religiös war - das geht auch ohne Jesus (Matthäus 7,23). Der Teufel steht für Tod und Gott für das Leben. Der ewige Tod ist Existenz ohne wirklich zu leben. Das ist der Zustand in der Hölle. Die Bibel warnt davor und ruft zur Buße und zum Kommen auf: ''Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will. Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken'' (Matthäus 11, 27-28). Jeder hat Angst vor dem Tod. Das ist eine Tatsache und eine lebenslange Knechtschaft. Durch den Glauben an den Erlöser Jesus Christus werden Menschen zu Überwindern. Jesus sagte: ''In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden'' (Johannes 16,33). Und Paulus fragte glücklich und dankbar in 1. Korinther 15, 55-57: ''Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus''! Der letzte Reiseleiter werden für solche Hoffnungsträger die Engel des HERRN sein, die uns begleiten in die Herrlichkeit bei Gott im Himmel - Halleluja!

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