Nachfolge Christi -|- Andacht von Joseph Backhaus (Daily-Message-Archiv, 29. Nov 2011)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3354

für den 29. Nov 2011 - Autor:

Nachfolge Christi

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.

Mt 10,34-39 *©*
 

''Habe ich nur Feiglinge in meinem Königreich? Gibt es niemanden, der mir diesen unruhigen Priester vom Halse schafft?''
Es war König Heinrich II. von England, von dem dieser Satz stammt. Mit diesen Worten hat er die Ermordung von Thomas Becket angeordnet. Erzbischof Becket von Canterbury hatte es nämlich gewagt, ihm zu widersprechen; hatte es gewagt, sich dem Willen des Königs zu widersetzen. Und weil der Bischof dadurch der Macht des Königs im Wege stand, musste er beseitigt werden; er war unbequem geworden. Im Dezember des Jahres 1170 wurde Erzbischof Thomas Becket während eines Gottesdienstes erschlagen. Er wurde erschlagen, weil seine Überzeugung und sein Handeln unbequem geworden waren.
Ja, solche Männer und Frauen sind unbequem. Irgendwie scheint das für sie typisch zu sein. Es scheint ihr Los zu sein, immer wieder auf Ablehnung zu stoßen. Menschen, die das tun, was Jesus Christus auch getan hätte, die haben es anscheinend nicht leicht.
So hat Thomas Becket Anstoß erregt, weil er Gott mehr gehorchte, als dem König;
So stieß Franz von Assisi auf Widerstand, weil er freiwillig arm war und ernst machte mit dem Evangelium;
und weil der Fürstin Elisabeth von Thüringen Arme und Kranke nicht egal waren, wurde sie von ihren Verwandten aus der Burg gejagt.
Ja, solche Männer und Frauen sind unbequem.
Und ich fürchte sie sind nicht nur unbequem für einen gottlosen König, wie dieser Heinrich II. einer gewesen ist.
Sie sind nicht nur unbequem für Menschen, die von Gott und von der Kirche nichts mehr wissen wollen.
Wenn jemand wirklich so zu leben versucht, wie Jesus gelebt hat, dann geht er auch uns Christen ganz gewaltig auf die Nerven. Ja, solche Männer und Frauen sind auch unbequem für uns, für mich und dich!
Ja, wenn das vergeistigte Gestalten wären, die meterhoch über dem Erdboden schweben, wenn sie absonderlich wären, weltfremd und verknöchert, dann könnten wir über sie hinwegsehen und sie als Spinner abtun. Aber wenn es sich um ganz normale Menschen handelt, um Menschen, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen, die aber trotzdem für ihren Glauben eintreten und sogar dafür durchs Feuer gehen, ja, wenn ganz handfeste Menschen das tun, was Jesus Christus auch getan hätte, dann erregt das nicht nur Aufsehen bei denen, die von Gott nichts mehr wissen wollen. Das nagt ganz schön auch an uns, die wir in aller Regel unser Christsein nicht so gelungen verwirklichen.
Wenn ich an Menschen denke, die Jesus kompromisslos nachgefolgt sind, dann meldet sich in mir nur allzu oft ganz deutlich ein schlechtes Gewissen. Menschen, die Jesus kompromisslos nachgefolgt sind, erinnern mich immer wieder daran, dass ich noch lange nicht das tue, was Jesus getan hat, und dass bei mir noch vieles faul ist. Deshalb habe ich allzu oft ein schlechtes Gewissen, wenn mir plötzlich einfällt, wie denn ein Franz von Assisi oder eine Elisabeth gerade jetzt, an meiner Stelle, gehandelt hätten. Und ich könnte mir vorstellen, dass es den meisten von Euch da nicht anders geht. Menschen, die Jesus kompromisslos nachgefolgt sind, erinnern uns immer wieder daran, dass wir noch lange nicht so sind, wie Jesus Christus das eigentlich von uns erwartet.
Ja, Menschen, die Jesus kompromisslos nachgefolgt sind, sind unbequem – gleichzeitig aber machen sie mir auch Mut. Menschen, die Jesus kompromisslos nachgefolgt sind, machen mir Mut, wenn ich daran denke, dass hier Menschen so lebten, wie Jesus es vorgelebt hat, dass hier Menschen - jeweils in ihrer Zeit - das getan haben, was Jesus auch getan hätte. Sie machen mir Mut, wenn ich sehe, dass sie ganz normale Menschen waren, mit allem drum und dran, natürlich mit Stärken, aber auch mit Schwächen, ja selbst mit ganz handfesten Fehlern.Ich denke da an Augustinus, dieses Vorbild, von dem man nur allzu gut weiß, dass da in seiner Jugend kaum etwas vorbildhaft gewesen ist. Oder der Apostel Petrus, der nicht nur einmal den gesunden Menschenverstand vermissen ließ und heißblütig und unüberlegt handelte und sogar ''Ich kenne diesen Menschen nicht!'' gesagt hat. Menschen, die Jesus kompromisslos nachgefolgt sind, machen mir Mut, wenn ich sehe, dass da Menschen aus allen Ländern, Rassen, ja selbst aus allen sozialen Schichten vertreten sind. Da findet sich der Bischof Thomas Becket genauso wie die Fürstin Elisabeth von Thüringen, der Kaufmannssohn Franziskus ebenso wie, ja selbst wie der Soldat Martin.
Menschen, die Jesus kompromisslos nachgefolgt sind, machen mir Mut, wenn ich sehe, dass trotz aller Ablehnung, der die Botschaft von Jesus Christus auf dieser Welt begegnet, hier Menschen gelebt haben - und leben -, wie Jesus Christus es vorgelebt hat. Hier haben ganz normale Menschen ihr Christsein überzeugend gelebt - und das gibt mir die Hoffnung, dass wir es dann doch eigentlich auch schaffen müssten - wenn wir es nur wollen. Deshalb sind diese Menschen Vorbilder für mich, deshalb sind diese Menschen ein Grund, es immer wieder mit meinem Christsein neu zu versuchen.

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