Jesu meine Freude -|- Andacht von Rolf Aichelberger (Daily-Message-Archiv, 14. Nov 2009)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2609

für den 14. Nov 2009 - Autor:

Jesu meine Freude

Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester begann und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes!

(aus dem Zusammenhang Matth.26,57-68) *©*
 

„Bist Du Gottes Sohn?“ Es wird wohl ganz still gewesen sein, als der Hohepriester diese Frage an Jesus gerichtet hatte. Was wird Jesus darauf wohl sagen? Ruhig und entschlossen spricht Jesus „Du sagst es.“

Jesus war sich bewusst, was auf ihn zukommen würde, wenn er diese Antwort gibt. Jesus wurde wegen Gotteslästerung verurteilt. Der Christus, der erwartete Messias, der würde nach Vorstellung der Hohenpriester mit Macht und Pracht, vielleicht auch mit dem Schwert in der Hand auf diese Erde kommen und all dem Ungerechten ein Ende machen. Der Messias konnte doch kein so ein daher gelaufener Wanderprediger sein.

Manchmal, da frage ich mich auch, ob Jesus mich hört. Und wenn ich auf meine Fragen gar keine Antworten bekomme, stelle ich die Frage auch, ob Jesus wirklich der Messias ist. Es ist eine wichtige und entscheidende Frage, ob ich mich auf diesen Jesus wirklich verlassen kann! Jesus ist nicht mit Pauken und Trompeten gekommen. Er ist ganz leise gekommen. Und er kommt noch jeden Tag. Ja, manchmal zweifle ich. Aber dann weiß ich auch wieder, dass Jesus ganz klar gesagt hat, dass er es ist, auf den die Menschen warten.

Auch wenn du in manchen Angelegenheiten noch so sehr auf Antworten wartest, so ist eine Antwort doch schon klar: Jesus ist der Christus! Und das geht viel weiter als unser kurzes Denken, was wohl die nächsten Tage, Wochen oder vielleicht Monate bringen werden. Jesus ist das Ziel! Jesus ist unser Erlöser! Er ist es der uns ein Leben nach dem Tod versprochen hat. Und damit, denke ich, fällt es Dir und mir leichter, manchen Schmerz hier auf dieser Erde leichter zu ertragen. Ich sage, leichter, denn Schmerzen tun manchmal lange weh, auch wenn man weiß, dass vieles am Ende wieder schmerzfrei sein wird.

Ich werde demnächst eine Predigt über ein Lied halten, das Johann Franck gedichtet hat. Johann Franck wurde am 1.6.1618 geboren. An diesem Tag begann der Dreißigjährige Krieg. Franck hat das Lied im Jahr 1653 geschrieben. Da war er 35 Jahre alt. 30+5 = 30 Jahre Krieg in halb Europa und nur fünf Jahre Frieden. Das prägte sicher sein Leben und doch oder gerade deshalb hat er dieses Lied schreiben können: Jesu meine Freude! – das steht am Anfang und am Ende des Liedes. Dazwischen ist von Trauer und Leid, aber auch von Trost, Hoffnung und Zuversicht die Rede. Wenn ich das bedenke, dann geht es mir doch viel besser!

1. Jesu, meine Freude, / meines Herzens Weide, / Jesu, meine Zier! / Ach, wie lang, ach lange / ist dem Herzen bange / und verlangt nach dir! / Gottes Lamm, mein Bräutigam, / außer dir soll mir auf Erden / nichts sonst lieber werden.

2. Unter deinem Schirmen / bin ich vor den Stürmen / aller Feinde frei. / Lass von Ungewittern / rings die Welt erzittern, / mir steht Jesus bei. / Ob's mit Macht gleich blitzt und kracht, / ob gleich Sünd und Hölle schrecken, / Jesus will mich decken.

3. Trotz dem alten Drachen, / trotz dem Todesrachen, / trotz der Furcht dazu! / Tobe, Welt, und springe, / ich steh hier und singe / in gar sichrer Ruh. / Gottes Macht hält mich in Acht; / Erd und Abgrund muss sich scheuen, / ob sie noch so dräuen.(drohen)

4. Weg mit allen Schätzen! / Du bist mein Ergötzen, / Jesu, meine Lust. / Weg, ihr eitlen Ehren, / ich mag euch nicht hören, / bleibt mir unbewusst! / Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod / soll mich, ob ich viel muss leiden, / nicht von Jesus scheiden.

5. Gute Nacht, o Wesen, / das die Welt erlesen, / mir gefällst du nicht. / Gute Nacht, ihr Sünden, / bleibet weit dahinten, / kommt nicht mehr ans Licht. / Gute Nacht, du Stolz und Pracht; / dir sei ganz, du Sündenleben, / gute Nacht gegeben.

6. Weicht, ihr Trauergeister, / denn mein Freudenmeister, / Jesus, tritt herein. / Denen, die Gott lieben, / muss auch ihr Betrüben / lauter Freude sein. / Duld ich schon hier Spott und Hohn, / dennoch bleibst du auch im Leide, / Jesu, meine Freude.

T: Johann Franck 1653 M: Johann Crüger 1653

Jesu, unsere Freude! Seid Gesegnete an diesem Tag!

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