Mit Furcht und Zittern -|- Andacht von Lukas Gmür (Daily-Message-Archiv, 28. May 2008)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2074

für den 28. May 2008 - Autor:

Mit Furcht und Zittern

''Also, meine Lieben, - wie Ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern vielmehr in meiner Abwesenheit, - Schaffet, dass Ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist's, der in Euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen.''

Phil 2,12-13 *©*
 

Wer hört das schon nicht gern: ''Ihr wart mir selbst in meiner Abwesenheit gehorsam!'' So richtig Honig um den Bart geschmiert! Hmmmh! Aber warum ist Paulus seiner Gemeinde gegenüber so nachsichtig und haut nicht auf den Tisch und packt die Leute am Kragen? Fürchtet er, sie würde zu stolz, oder wollte er sie in eine regelrechte Theophobie treiben? Es gibt ja genügend Leute, die das schon haben, da braucht man doch nicht ständig Drohungen und Ermahungen! Und dann erst noch nach so einem Lob! Aber wollte das Paulus wirklich? Wollte er wirklich partout mit allen Mitteln und ohne Rücksicht auf Verluste gegen jegliche Möglichkeit, den Kopf auch nur um einen Millimeter zu erheben, angehen? Und vor allem: Was soll eigentlich dieser Widerspruch!? Warum sollen wir um unser Heil bangen, wo Gott doch alles tut? Oder haben wir Paulus hier falsch verstanden? Was bedeutet eigentlich Heil? Was bedeutet Rettung, und was bedeutet Seligkeit? Immerhin trennt ''selbst'' die katholische Kirche die Heiligsprechung von der Seligsprechung. Tja, ein Hechtsprung in die Bibel lohnt sich, denn immerhin schreibt Petrus in 1. Ptr 3,21 an Insider, also an Christen: ''Das ist ein Vorbild (Elbf: Gegenbild, Griech.: ANTI-Typus) der Taufe, die JETZT auch Euch rettet!'' Wie das? Ja, die Erinnerung an den Taufakt und dessen Bedeutung (Siehe Kontext von 1. Ptr 3,21) bewahrt/rettet uns vor mancher Versuchung.

Zurück zu Phil 2,12-13: In einer anderen Bibelübersetzung wird urtextgemässer ''Verwirklicht Euer Heil mit Furcht und Zittern'' übersetzt. Verwirklichen kannst du nur, was du schon hast. Man könnte auch übersetzen: ''Lebt Euer Heil aus!'' Das ist gut. Das klingt doch nach Freiheit! Was möchte man doch nicht alles ausleben! Was möchte man nicht alles mit allen Sinnen und Sensoren erleben!?

Zum Schluss noch: Du und ich, wir können NICHTS aus unserem Eigenen tun, um irgendwie zu Gottes Zufriedenheit beizutragen, kein Jota, kein Tüpfelchen, auch wenn das Fleisch sehr fromm sein kann und erstaunlich grosse und mit den Werken des Geistes verwechselbare Taten vollbringen kann! Du kannst dies nur einsehen und deine Abhängigkeit von Christus erkennen und dich so in dessen Arme treiben lassen! Natürlich schreit alles in uns, dass unser Verhalten, unsere Gesinnung, ja selbst unser Glaube und Vertrauen gegenüber Gott sich ganz anders auswirken sollten, und das zurecht! Natürlich schreit alles in uns danach, dass Christus in uns doch möglichst sichtbar sein sollte, und das zurecht! Aber das alles erreichen oder erfüllen wir nicht aus unserem eigenen Fleisch! Christus muss in uns leben, sich in uns ausleben können! Das Gefühl der Unzulänglichkeit will uns also nicht in die Enge, sondern in die Abhängigkeit von Christus und in seine liebenden, friedvollen, starken, ewigen Arme treiben! Und er wird uns gaaanz liebevoll umarmen und uns zuflüstern: ''Schon gut, ich mache das schon für dich, weil ich es in dir mache und in dem Sinn machst dann du es in mir!'' Wenn auch der Mörder durch die Erkenntnis und Wertschätzung, dass an seiner Stelle sein unschuldiger Zwillingsbruder die Strafe (den Tod) auf sich genommen hat, eine Verwandlung erfahren hat, wie viel mehr ergreift uns Christus mit seiner Tat, mit seinem Leben, mit seiner Gerechtigkeit, mit seinem Glauben, seiner Dankbarkeit, und so weiter? So kann ich kleingläubiger, selten dankbarer Mensch mit dem Vater des epileptischen/(mondsüchtigen/besessenen) Kindes sagen: ''Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben!'' Das bisschen Glauben, das ich habe, sollte doch genügen! Denn auch wenn ich nur einen ganz kleinen Glauben habe, umgeben vom Druck der Zweifel, - ich GLAUBE!!! Denn nicht ich und mein unvollkommener Glaube sind massgeblich, sondern DU, JESUS CHRISTUS, LAMM GOTTES UND WAHRER HOHEPRIESTER!

Um es nochmals zu betonen: Auch wenn ICH nicht genug Glauben an Christus habe, - ich habe Glauben an CHRISTUS! Auch wenn ICH nie und nimmer genügend Dankbarkeit gegenüber Christus in meinem Herzen habe, ich bin Christus doch DANKBAR! Und es kommt nicht auf mich an, sondern auf Christus, und der ist in mir und daher kommt es auf CHRISTUS (in mir) an! Und der ist dankbar, auch in mir! Er glaubt, auch in mir!

GbY

()


 Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, Lukas Gmür eure Meinung per Email zu schicken!
Wenn ihr wollt, könnt ihr diese Andacht an einen Freund schicken oder auch die Daily-Message-Mail abonnieren.
© 2002-2018 by Daily-Message  RSS-Feed

-> Druckvorschau <-

So könnt ihr diese Andacht verlinken:
Nur URL:
URL + Titel:
HTML:
BB Code:

mobi.daily-message.de
mobi.daily-message.de
 
        

 ||  zufällige Zufalls-
Andacht Andacht  || 

http://daily-message.de ~ info@daily-message.de


Ausblick auf morgen: Thema 'Unverändert' (von )


Suchen in der
Daily-Message


 


  Gerne könnt Ihr uns auch für unsere Kosten eine  

Spende über PayPal

zukommen lassen
 

Mein Linktipp:
Gottes Wort
in your language
 
Diese Seite ist
CO2 neutral
 Daily-Message ist Unterstützer des Netzwerk Bibel und Bekenntnis

Home | Archiv | Über uns | Das Buch | Impressum | Mobil | RSS-Feed | Schreiber | Spenden | amazon.de | facebook.de | hast-du-eine-bibel.de | gigeri.ch

Spiegelseiten/Mirrorsites:  verkuen.de | partner-projekt.de | dailymessage.de | ewigke.it | dreieinigke.it

Übersetzte Andachten in anderen Sprachen: englisch: 'Faith and Healing' | afrikaans: 'Veranderte Mense' | spanisch: 'La vida es un viaje - No lleves mucho equipaje contigo' | lettisch: 'Nekas nav neiespējams' | französisch: 'Tu as le choix' | kroatisch: 'Mi smo Crkva Božja' | italienisch: 'la mia chitarra'
Übersicht: Andacht Center

Blogverzeichnis Bloggerei.de
.