Vom Ewigkeitssonntag ins neue Jahr -|- Andacht von Rainer Gigerich (Daily-Message-Archiv, 28. Nov 2015)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4814

für den 28. Nov 2015 - Autor:

Vom Ewigkeitssonntag ins neue Jahr

Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!

2. Kor. 5,17 *©*
 

Letztes Wochenende war der Ewigkeitssonntag und morgen beginnt schon das neue Jahr - zumindest für die Kirche. Der Ewigkeits- oder Totensonntag ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Danach kommt dann der erste Advent, an dem das neue Jahr beginnt.

Passend zur Adventszeit beginnt hier in Europa jetzt auch die kalte Jahreszeit. Vor Kurzem war es fast noch spätsommerlich und nun steht schon Weihnachten vor der Tür. In unseren nördlichen Regionen verknüpfen wir Weihnachten immer mit Winter und mit Schnee. Nicht umsonst ist eins der bekanntesten Weihnachtslieder ''I'm dreaming of a white Chrismas'' - Ich träume von einer weißen Weihnacht.

Wir verknüpfen sehr viel mit Weihnachten, was eigentlich gar nichts damit zu tun hat. Bei Jesu Geburt in Bethlehem hat es sicherlich nicht geschneit, und ein bunt geschmückter Tannenbaum stand da auch nicht mit im Stall. Auch der Lebkuchen und die Schokolade sind erst spätere Erfindungen.

All das, was Medien und Handel uns als Weihnachten verkaufen wollen, hat so gar nichts mit dem zu tun, um was es wirklich geht. Der Advent ist nicht dafür gedacht, dass wir uns in immer größer werdender Hektik auf ein pompöses Fest vorbereiten. Advent ist eigentlich eine Zeit der Stille und innerer Einkehr, in der wir uns auf das wirkliche Ereignis der Weihnacht vorbereiten dürfen.

In einem alten Kirchenlied heißt es: ''Welt war verloren, Christ ward geboren!'' Das ist die frohe Botschaft, das ist der Tag, auf den wir uns vorbereiten. Von dem Moment, als Eva von der verbotenen Frucht im Paradies aß, bis zu dem Zeitpunkt, als die hochschwangere Maria mit ihrem Verlobten in den Stall von Bethlehem ging, lag auf uns Menschen die Schuld der Sünde. Dann, mit dem ersten Schrei des kleinen Jesuskindes in der Krippe begann Gott einen neuen Weg mit uns Menschen.

Es war eine 33-jährige Geschichte, die die Welt verändern sollte. Engel erschienen zu dieser Geburt am Himmel, Weise aus dem Morgenland kamen, diesem Kind zu huldigen. Als 12-jähriges Kind erstaunte Jesus die Gelehrten im Tempel und mit rund 30 Jahren zog er dann durch Israel, um dem Volk mit seinen Jüngern von dieser neuen Zeit zu berichten.

als er dann 33 Jahre war, war diese Zeit der Offenbarung vorbei. Jesus hatte alles gesagt, was ihm der Vater aufgetragen hatte. Jesus, der wahre Mensch und wahre Gott musste seine Mission auf der Erde erfüllen. Gott selbst wurde das eine und letzte Opfer für unsere Sünde. Er, der seine ganze irdische Zeit ohne jegliche Sünde war, ging als Opfer für unsere Sünden ans Kreuz von Golgatha.

Das ist die Geschichte, auf die wir uns in der Adventszeit vorbereiten sollen. Wenn wir das bedenken, dann spricht nichts dagegen, wenn wir uns am Schnee erfreuen, wenn wir es uns mit Kerzen und einem feierlichen Baum zu Haus gemütlich machen, wenn wir uns gegenseitig beschenken, um unsere Freude auszudrücken.

Advent ist die Zeit der Herzen, die Zeit uns vorzubereiten und zu öffnen für das, was Gott uns Menschen in Jesus geschenkt hat. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! So feiern wir immer wieder den Beginn dieser neuen Zeit.

Ich wünsche dir noch eine gesegnete Adventszeit.

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