Menschen im Gebet - Hanna - Teil 2 -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 23. Nov 2011)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3348

für den 23. Nov 2011 - Autor:

Menschen im Gebet - Hanna - Teil 2

Sie sprach: Lass deine Magd Gnade finden vor deinen Augen! Also ging das Weib ihren Weg und aß und sah nicht mehr traurig aus.

1.Sam. 1,18 *©*
 

In der Bibel beten meist Männer. Aber auch Frauen haben gebetet. Im 1.Kapitel des 1.Buches Samuel betet Hanna:

.....Während sie nun lange vor dem Herrn betete, beobachtete Eli ihren Mund; und Hanna redete in ihrem Herzen, nur ihre Lippen regten sich, doch so, dass man ihre Stimme nicht hörte. Da meinte Eli, sie wäre betrunken. Er sprach zu ihr: Wie lange willst du trunken sein? Gib deinen Wein von dir! Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr, ich bin ein Weib beschwerten Geistes; Wein und starkes Getränk habe ich nicht getrunken, sondern ich habe mein Herz vor dem Herrn ausgeschüttet. Du wollest deine Magd nicht für eine Tochter Belials halten, denn aus großem Kummer und Herzeleid habe ich bisher geredet! Eli antwortete ihr und sprach: Gehe hin in Frieden! Der Gott Israels gewähre dir deine Bitte, die du vor ihm ausgesprochen hast! Sie sprach: Lass deine Magd Gnade finden vor deinen Augen! Also ging das Weib ihren Weg und aß und sah nicht mehr traurig aus.« (1.Samuel 1,1-18 )

Wir verhalten uns im persönlichen Leidenszeiten oft egoistisch und kleinkariert. Die Aufforderungen der Bibel, uns in der Anfechtung zu freuen (Jakobus1,2 / 1.Petrus 4,12.13 ), klingen in unseren Ohren wie Hohn. ''Mir geht es jetzt doch schlecht! Warum ich?'' Gott hat den Überblick und weiß, wo wir im Leben stehen. Also entspricht meine momentane Situation Gottes Absichten. Statt uns in Selbstmitleid, Auflehnung und Verurteilung zu verkriechen, sollten wir uns, wie Hanna aufmachen, unseren Kummer Gott zu sagen, uns auszuweinen und ihm zu vertrauen, dass Er es richtig machen wird. Stattdessen jammern wir den Menschen um uns herum ständig etwas vor. Von Freunden kann man erwarten, dass sie ein gewisses Maß an Klagen unserseits ertragen. Doch wir sollten unseren Kummer vor Gott bringen und da ist es, wo wir so kläglich versagen. Er hört uns meistens erst dann, wenn's wirklich nicht mehr weitergeht.

Hanna ist mit ihrem Verlangen und ihrer Verzweiflung vor Gott gekommen. Stunde um Stunde verbrachte sie in der Gegenwart Gottes, ihre Lippen zitterten, weil sie unhörbare Worte des Verlangens formulierte und die Tränen liefen ihr dabei die Wangen herunter. So dastehend erregte sie die Aufmerksamkeit des Hohenpriesters Eli. Er beobachtete sie, runzelte seine Stirn, wendete sich ab und kam mehrmals wieder zurück, um ihr zuzuschauen. Schließlich siegte seine Missbilligung über seine Zurückhaltung: »Wie lange willst du eigentlich noch betrunken hier herumlungern? Geh und schlaf erst einmal deinen Rausch aus!« (1,14) Hanna war betrunken vor Verlangen, nicht von Wein. »Aber nein, mein Herr, ich bin nicht betrunken, widersprach Hanna, Ich bin nur sehr traurig und habe dem Herrn mein Herz ausgeschüttet. Halte mich bitte nicht für eine heruntergekommene Frau. Wirklich, ich habe nur aus lauter Verzweiflung so lange gebetet!« (1,15.16) Diese Frau verlangte inständig und schüttete Gott ihr ganzes Herz aus. Sie verlangt gezielt, wie ein Pfeil genau trifft. Viele Menschen ringen die Hände und weinen, doch ist ihr Weinen hohl. »Wer nämlich zu Gott kommen will, der muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen und nach seinem Willen fragen!« (Hebräer 11,6) Leid kann nur vor Gott gebracht werden, der wirklich existiert. Alles andere ist Selbstbeweihräucherung.

So oft kommen wir aber auch zu Gott, um etwas von ihm zu erhalten. Wir möchten Geschenke, materielle Dinge oder Veränderung unser Situation. Wir verhalten uns wie verwöhnte Kinder, die immer mehr Süßigkeiten verlangen. Doch die Süßigkeiten können uns nur eine gewisse Zeit besänftigen. Wie alle Kinder brauchen wir liebevolle Eltern, die uns umarmen und festhalten. Genau das ist es, was uns Gott eigentlich geben will: »Sucht die Nähe Gottes und er wird eure Nähe suchen!« (Jakobus 4,8) Gott will mehr sein als der himmlische Seelentröster; er will das Geschenk an dich und mich sein. Vielleicht haben wir in der Zeit der Freude sein Flüstern überhört und deshalb versucht er zu uns zu schreien durch unser Leid: ''Komm her zu mir. Ich liebe dich. Ich bin für dich da!''

»Da antwortete Eli: Geh getröstet und in Frieden nach Hause! Der Gott Israels wird dir geben, worum du gebetet hast.« (1,17). Für Hanna war alles gut: Gott hatte sie gehört und verstanden. Die Zukunft mochte bringen, was sie wollte; es vergingen noch Wochen bis zu ihrer Schwangerschaft. In der Zeit des Gebetes veränderte sich Hanna. Sie strahlte Ruhe und Gelassenheit aus.

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