mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6829 - Fri., 04 Jun 2021

Gott macht frei zum Gehorsam

Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte.

Ps 130,4


Das ist nicht ironisch gemeint, wenn es auch so klingen mag. Bei den Menschen ist Freiheit genau das Gegenteil von Gehorsam.
Nach der Bibel ist das Hauptproblem der Unfreiheit die Versklavung an der Sünde. Das hört sich veraltet an, aber da liegt der Ursprung der Versklavung des Menschen. Jesus rechnet mit dem Einspruch der Menschen. Damals wie heute melden die Menschen Protest an, wenn sie das Kernproblem hören (Joh.8,31-33).
Jesus fordert sie zu einem Experiment heraus: Überprüft euer Leben. Kommt ihr zu dem Ergebnis da ist alles in Ordnung, dann habt ihr recht. Solltet ihr aber ehrlich eingestehen müssen, dass auch nur an einer Stelle in euren Gedanken, in der Fantasie, im Reden und Handeln etwas unrecht ist, dann gebt ihr dadurch zu erkennen, dass ihr versklavt seid an die Sünde, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht.
Jesus entlarvt diese Situation des Menschen nicht, um ihn rechtmäßig für immer zu verdammen. Die verfahrene , verlorene Situation muss auf den Tisch, um sie bereinigen zu können.
Der Beter vom Psalm scheint zu ahnen, dass Jesus durch sein Sterben die verfahrene Situation des Menschen in Ordnung bringen wird. Der Psalmist jubelt: Ich brauche mein Leben nicht mehr zu polieren, nicht besser darzustellen, als es ist. Ich muss mich nicht mehr ent-schuldigen: Da ist einer, der auf Grund neuer Tatsachen (durch Gott geschaffen) die Sünden vergibt.
Dieses Aufatmen und Freuen über die Möglichkeit der Vergebung ist die erste Antwort des verlorenen Menschen auf das Angebot der Rettung durch Jesus. Das ist das Hauptziel der Verkündigung. Das ist nicht die einzige Antwort. Mit der ersten Reaktion auf die Vergebung hängt die zweite untrennbar zusammen. Vergebung erfolgt gewissermaßen zielgerecht auf ein neues Leben hin: “....,dass man dich fürchte.”
Natürlich hat “fürchten” hier nichts mit Angst haben zu tun. Es bedeutet: Ich richte mich von nun an in meinem Leben nach den Maßstäben, die in der Bibel stehen. Ich nehme sein Wort und seinen Willen ernst und gestalte mein Leben danach.
Ich hörte mal ein Bild. Dies kann die Sache vielleicht verdeutlichen: Da ist ein Sklavenmarkt in Rom. Ein Händler bietet eine Gruppe von Sklaven an. Ein wohlhabener Bürger möchte den Sklaven freies Leben gewähren. Er kauft sie dem Sklavenhändler ab. Würde er sie ein paar Wege weiter ihre Freiheit und ihre Wege gehen lassen, so wären sie schnell nicht mehr frei. Wirklich frei können sie nur ihr Leben gestalten, wenn sie sich im Machtbereich des Freikäufers bewegen. Befreiung von der Sklaverei der Sünde bleibt nur da gültig, wo ein Mensch sein Leben in der Gegenwart von Jesus verbringt. Er meint es gut mit uns. Und das ist kein Leben, was einmal im Sande verläuft. Das ist wie das Feuer, dass Jesus in uns entfachte, als wir für ihn brennend wurden. Mag sein, dass unser Feuer mal schwächer brennt, aber die kleinen Glutnester werden zu größeren Feuern und das Wort Gottes verbreitet sich. Da können Beziehungen und Freundschaften darunter leiden, wenn ich mich für ihn entscheide, aber man gewinnt das, was ewig Bestand hat.
Durch Jesus befreit zu werden zu einem Leben unter seiner Herrschaft ist also etwas Tollste, was dem Menschen passieren kann. Das bietet Gott jedem an. Wir sollten es in die Tat umsetzen und nicht nur darum wissen. So wird das Reden von neuen Leben zum neuen Leben, befreit von der Sünde.

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