mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6767 - Sat., 03 Apr 2021

Maßnahme: Wir bleiben daheim

Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.

Markus 16, 6


Wir leben in einer Zeit, in der uns die Pandemie Fragen stellt, wie wir sie in den Griff bekommen, wie wir damit unseren Alltag gestalten können, sollen und dürfen. Eine Maßnahme ist, dass wir daheim bleiben. Wir Menschen sehnen uns aber nach Kontakten, persönlichen Gesprächen,….. Es werden viele (lustige,….) Bilder und Bemerkungen im Netz hochgeladen.

Eine Kollegin schickte mir zu Beginn der Osterferien ein Bild mit dem offenen Grab, auf dem der Stein auf die Seite gerollt war. Darunter stand:…. Das mit der Ausgangssperre zu Ostern hat noch nie funktioniert. Ich weiß nicht, wer dieses Bild mit dem Untertitel entwarf und als erster ins Netz stellte. Im ersten Moment musste ich schmunzeln, aber das Bild und der Untertitel ging mir nicht aus dem Sinn. Ich dachte immer wieder darüber nach. Hat derjenige, der dieses Bild entwarf, die Botschaft verstanden? Man kann ein „ja“ und ein „nein“ vermuten. Bei einem „ja“ käme vielleicht in Gedanken dazu: Gott sei Dank. Wäre Jesus in diesem Zuhause geblieben, was hätten wir dann für eine Hoffnung, Kraftquelle……. In dem geschlossenen Grab war Jesus im Totenreich. Das war für eine kurze Zeit sein Zuhause. Gott wollte aber nicht, dass er im Totenreich bleibt, sondern er holte ihn in das ewige Leben, indem er ihn am dritten Tag auferweckte. Zu unserem Glück und zu unserer Rettung blieb er nicht in diesem Reich.

Jesus musste den Leidensweg gehen, damit wir das Leiden nicht durchleben müssen. Jesus ging den Weg immer einsamer. Die Jünger verließen ihn nach und nach. Die Jünger schlafen ein, als sie wachen sollen und fliehen, als es brenzlig wird. Letztlich verriet ihn Judas durch einen Bruderkuss. Jesus muss allein durch Spott und erträgt die körperlichen und seelischen Schläge. Klar, dass die Umherstehenden sich fragen: Das soll Gottes Sohn sein, der König, der Retter?

Im Sterbemoment ist Jesus sogar von Gott verlassen. Er ruft nach seinem Vater, zu dem er eine sehr innige Beziehung hat. Wie muss diese Trennung wehtun? Ich wäre mit meiner Klasse im Mai 2021 auf Klassenfahrt nach Norderney gefahren. Einige Kinder wollten nicht mitfahren, weil sie die Trennung von den Erziehungsberechtigten nicht schaffen können. Diese Trennung wäre auch nur zeitlich begrenzt gewesen, aber es war nicht möglich. Eltern versuchten im Vorfeld die zeitliche Trennung zu üben. Sie wären dann eben leider nicht mitgefahren. Wie muss Jesus dann die Trennung von Gott empfunden haben? Er konnte nicht üben oder sagen: Ich möchte das Bevorstehende nicht durchleben. Bei ihm kommen ja die körperlichen Schmerzen dazu.

Alles musste geschehen, damit Jesus den Grundstein legte, um nicht mehr von Gott getrennt zu sein. Gott versöhnt die ganze Welt mit sich. Ich denke da auch an die Arche Noah. Wir können IHM unser Leben anvertrauen, das Leben in seine Hände legen. Wir können immer und überall mit allen Fragen und Bitten zu ihm kommen. Er hat keine Arbeits- und Ruhezeiten. Das kommt kein Spruch auf dem Anrufbeantworter: Sie rufen leider außerhalb der Öffnungszeiten an.
Danke, Jesus, für deine Liebe und deine Tat am Kreuze, dass du über den Tod triumphierst, denn der Weg ist nun frei in deine Gegenwart.
Ich wünsche dir eine gesegnete Osterzeit, die dir Kraft und Freude in der Zeit der Pandemie gibt.

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