mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6764 - Wed., 31 Mar 2021

Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben... Teil 1

„Am Abend jenes Sonntags trafen sich die Jünger hinter verschlossenen Türen, weil sie Angst vor den Juden hatten. Plötzlich stand Jesus mitten unter ihnen und sagte: ''Friede sei mit euch!'' Dann zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, als sie den Herrn sahen. ''Friede sei mit euch!'', sagte er noch einmal zu ihnen. ''Wie der Vater mich gesandt hat, sende ich nun euch.'' Dann hauchte er sie an und sagte: ''Empfangt Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, und wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben''.

Johannes 20, 19-22 (NeÜ)


Ein gläubiger Mensch hat sicherlich niemals die Macht anderen Menschen ihre Sünden zu vergeben. Das konnte kein Prophet, kein Apostel und kann auch keine Kirche – weder damals noch heute. Nur Gott kann das. In der biblischen Begebenheit, als einige Personen einen Kranken über das geöffnete Dach auf einer Liege vor Jesus herunterließen, damit er ihn heilte, lesen wir in Lukas 5, 20-24: „Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: ''Deine Sünden sind dir vergeben''. Die Gesetzeslehrer und Pharisäer fragten sich empört: ''Was bildet der sich ein? Das ist ja Gotteslästerung! Niemand kann Sünden vergeben außer Gott!'' Jesus wusste, was sie dachten, und fragte sie: ''Was macht ihr euch da für Gedanken? Was ist leichter – zu sagen: 'Deine Sünden sind dir vergeben' oder: 'Steh auf und geh!'? Doch ihr sollt sehen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben''! Das war ja letztlich auch der Grund warum sie Jesus töten wollten. Nicht weil er Wunder tat, nicht weil er Jünger um sich hatte und als Prophet galt und so beliebt war im Gegensatz zu den Pharisäern und Schriftgelehrten, sondern weil er sich zu Gott machte. Die Juden seinerzeit machten keinen Unterschied zwischen der Bezeichnung Gott oder Sohn Gottes. An ihrer Reaktion auf Jesu Worte ihnen die Sünden zu vergeben aufgrund ihres Glaubens, erkennen wir das überdeutlich. Entsprechend lesen wir in Johannes 5, 14-19: „Danach findet ihn Jesus im Tempel und spricht zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt! Da ging der Mensch hin und verkündete den Juden, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte. Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbat getan hatte...

...Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch. Darum suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleich machte. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn“
. Womit ebenso aufgezeigt wird, daß auch Jesus Christus keinen Unterschied machte (in Johannes 10,30 sagte er: „Ich und der Vater sind untrennbar eins''). ,denn wie kann er den Vater etwas tun sehen, und in einer Abhängigkeit zu ihm stehen, um wiederum „gleicherweise“ ebenso zu handeln? Wie könnte Jesus in gleicher Weise wie Gott handeln, wenn er IHM nicht gleich wäre – eben nur als Menschensohn (als Messias). In Johannes 1,14 steht: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“. Darum hatte Jesus auch Vollmacht Sünden zu vergeben. Daß Jesus seine Jünger (nach der Auferstehung, als er ihnen begegnete), anhauchte, erinnert an die Begebenheit in 1. Mose 2,7: „Dann formte Jahwe-Gott den Menschen aus loser Erde vom Ackerboden und hauchte Lebensatem in sein Gesicht. So wurde der Mensch ein lebendes Wesen“.

Fortsetzung morgen...

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