mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6735 - Tue., 02 Mar 2021

Danke

Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun?

Lk. 17,17


Es begab sich, als er nach Jerusalem wanderte, dass er durch das Gebiet zwischen Samarien und Galiläa zog. Als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer; die standen von ferne, erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus erbarme dich unser! Da er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Es geschah, als sie hingingen, da wurden sie rein. Einer unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um, pries Gott mit lauter Stimme, fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Das war ein Samariter. Jesus antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde? Er sprach: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen. Lk. 17,11-19

Das Wort “danke” stellt Beziehungen her. Es ist nur ein kleines Wort, aber es kann viel bewirken, wenn wir es aussprechen. Es mag aus Höflichkeit sein, dass ich “danke” sage, eine Floskel wie viele andere auch. Es bedeutet aber viel mehr, wenn uns jemand freundlich begegenetund wir ihm danken. Dann ist uns der andere nicht einerlei, wir schätzen ihn, der als Mitmensch für uns etwas getan hat.
Ich habe erst spät den Führerschein gemacht und lernte dann den “Dankegruß” kennen, den man gibt, wenn einer einen die Spur im Stau oder sonst wo wechseln ließ. Die Spannung: Wer lässt mich rein, passen die Autofahrer hinter mir auf, dass wir langsamer fahre, weil ich wechseln will..... Schnell entspannt sich die Situation, wenn alle aufpassen und Rücksicht nehmen und “danke” sagen. Ein freundlich lächelndes “Danke” im Bus zu dem Menschen, der aufsteht, wenn ein älterer Mensche seinen Platz einnehmen kann. Die Atmosphäre ist direkt freundlicher. Das Leben wird lebenswerter, wenn wir es aussprechen. An dieser Stelle an “Danke” an Rainer, der diese Seite ins Leben rief und sie so pflegt und an ihr arbeitet. Ein Dank auch an Jörg, der ihn dabei unterstützt.
Ich finde es traurig, nur einmal im Jahr “offiziell” zu danken und ein Fest zu feiern. Wir sagen dann “danke, Gott, für die Ernte”. Gott will aber kein großes Fest, sondern ein von Herzen kommendes Danken für das, was er für uns tat und was er uns gibt. Ein “Danke” für das Erlebte, was mich formt. Ein “Danke” für die Bewahrung und Begleitung, den Trost und die Hoffnung. Jesus heilte zehn Kranke, aber nur einer kam zurück und sagte: “Danke”.
Es ist uns alles so selbstverständlich, dass wir das Danken ihm gegenüber schnell vergessen. Geht es uns schlecht, dann fällt es uns wieder ein. Ein Blick auf andere Situationen kann uns zeigen, wie gut es uns doch eigentlich geht, was wir noch können, was wir uns leisten können, was wir haben (Beruf,...)...... Von ihm haben wir alles und können auch etwas erwarten.
Mir fällt ein kleines Lied ein, das gerne in den Schulgottesdiensten gesungen wird: In einer Strophe heißt es da: Danke , ach Herr, ich will dir danken, dass ich danken kann. Dieses “Danke” ist dann keine Floskel, die gedankenlos ausgesprochen wird, sondern eröffnet eine Beziehung zu Gott.

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