mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6617 - Wed., 04 Nov 2020

Die unsichtbare Gemeinde

über die Bruderliebe aber habt ihr nicht nötig, dass man euch schreibe; denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben,

1. Thesslonicher 4,9


Viele, viele Menschen
Frau R. wohnt in Rumänien, sie wohnt alleine mit ihrer Tochter dort. Viele Jahre schon arbeitet sie für einige Zeit in Deutschland, für die, die sie bezahlen können, die, die ihre Dienste gerne in Anspruch nehmen. Sie arbeitet als Pflegekraft, ist bekannt für ihre Gründlichkeit, Sauberkeit, Hilfsbereitschaft.
Herr K. wohnt am anderen Ende des Dorfes. Man sieht sich hin und wieder beim Gassi gehen mit dem Hund. Er grüßt freundlich, man kennt so ungefähr seinen Namen, Herr K…. weißt du, wie er heißt? Nein, aber ich weiß, dass seine Tochter an die Schule … geht.
Die junge Frau, hat in der Jugendgruppe von dir gehört, sie malt sich ein Bild von deinen Lebensumständen, denn sie hat ihre Vorstellungen von dieser schweren Krankheit. Sie möchte etwas tun, etwas, dass dir helfen wird.
Vor 33 Jahren hattet ihr einige Jahre gemeinsam verbracht. Die Verbindung ist längst abgebrochen. Du weißt nicht, wo sie wohnt, doch man hat dir über mehrere Umwege berichtet, sie hat das Land verlassen. Sie ist nicht mehr in Deutschland. Es berührt dich zutiefst. Was hat dazu geführt?
Der kleine Junge von gegenüber wurde von dir über längere Zeit beobachtet. Er hatte es nicht leicht, weder in der Familie noch später in der Schule. Dann sind sie weggezogen. Du hast von ihm nichts mehr gehört. Mittlerweile, du rechnest nach, sind es auch schon wieder einige Jahre, die da zusammenkommen.
Warum ich so unterschiedliche Menschen vorstelle?
Sie haben alle eins gemeinsam:
Jeder dieser Menschen, hat für dich gebetet und betet noch. Manche sporadisch, einige täglich, einige, wenn sie gerade in derselben Situation stecken, oder so, wie ich es jetzt mache, über einen kurzen Text an dich erinnert werden. Ihre Schar ist viel größer, als du vermuten kannst.
Corry ten Boom hat als 5-jährige für den Glauben ihrer Nachbarn gebetet, sie war überwältigt, dass die Menschen ihrer ganzen Straße später Christen waren. Sie sagt, dass sie nur einmal gebetet hat.
Also gilt: nicht Quantität ist die Antwort, sondern Qualität.
Was ich aber am meisten hervorheben möchte, ist, dass all diese Menschen mit dir keinen Streit anfangen, sie dich nicht ärgern, wegen irgendwelcher Aussagen, sie stehen dir nicht im Weg. Sie schreiben dir nichts vor. Sie reden nicht über dich, sie zeigen nicht mit dem Finger auf dich, sie tragen dir nichts nach und noch vieles mehr.
Es sind die stillen Diener, die nicht in Erscheinung treten, aber den besten Dienst tun, den ein Mensch für einen anderen tun kann:
Ihn dem Herrn anbefehlen.

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viel Worte machen. Matthäus 6.7

Siehe, wie fein und lieblich ist's, daß Brüder einträchtig beieinander wohnen! Psalm 133.1

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