mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6528 - Fri., 07 Aug 2020

Wie sauber sind deine Fenster? Teil 2

„Wer von euch meint, klug und weise zu sein, der soll das durch sein ganzes Leben zu erkennen geben, durch seine Freundlichkeit und Güte. Sie sind Kennzeichen der wahren Weisheit.“

Jakobus 3, 13


Menschliche Worte helfen nicht weiter, so klug und richtig sie sich anhören mögen. Nur der Erfinder des Menschen kann uns wirklich helfen. Nur die Weisheit, die von Gott kommt, bringt uns weiter. Jakobus geht es um die Motivation des Redens. Er fragt nach unseren Fenstern, aus denen wir ins Leben hinausschauen. Wenn die Fenster beschlagen und matt ist, wird sich das in dem Reden niederschlagen. Wenn das Herz voll Neid, Hass, Ehrgeiz und Eifersucht die Motivation fürs Reden und Handeln sind, dann kann die Wirkung der Worte nur verheerend sein, egal ob fromm und richtig. Jakobus sagt: In Wirklichkeit seid ihr dann Lügner und Betrüger. Durch ein mattes Fensterglas wird man immer nur graue Wäsche sehen! Wenn uns der Neid antreibt, werden richtige Worte böse. Wenn die Eifersucht im Nacken sitzt, werden wir beim anderen die Fehler suchen. Die Motivation ist entscheidend! Geht es mir um den anderen? Geht es doch nur um mich und darum, wie ich vor den andern dastehe? Jakobus hält uns einen Spiegel vor, in den wir nicht gerne hineinschauen. Er fragt nach der Motivation. Doch gerade der ehrliche Blick in den Spiegel kann uns helfen im Miteinander. Als Christen bleiben wir Sünder und die Motive werden nicht immer rein sein. Schwierig wird es dann, wo wir das nicht wahrhaben wollen. Nach Kolosser 2, 3 ist Christus der Schatz aller Weisheit und Erkenntnis. Für Weisheit kann man bei Jakobus auch Christus einsetzen. Es darf im Namen Jesu nicht zu Streit unter Christen kommen. Manchmal muss für die Wahrheit kämpfen. Es wird in Gemeinden immer mal Streit geben, doch die Motive müssen stimmen. Es gibt außerdem einen wichtigen Unterschied beim Streiten um die Wahrheit im Namen der Weisheit. Es darf nie zu einem persönlichen Angriff des Mitchristen werden.
Das geschieht dort, wo die Motivation nicht stimmt, wo ich an mich und meine Vorteile denke.
Die Hauptsache muss die Hauptsache bleiben! Das ist der gemeinsame Glaube an Jesus. Wenn mein Mitchrist über diese oder jene Bibelstelle....anderer Meinung ist, dann kann man darüber sprechen, notfalls darüber streiten. Man sollte sich dabei fragen: 1. Weshalb streite ich mich in dieser Sache? Geht es mir wirklich um die Sache oder nur darum, dass ich Recht bekomme? 2. Streiten wir uns um der Sache willen, oder ufert der Streit in persönlichen Angriffen aus? 3. Akzeptiere ich, dass der andere nicht so denken muss wie ich? Nehme ich ihn nach wie vor als den Mitchristen trotz unterschiedlicher Auffassungen ernst? 4. Können wir nach der hart geführten Meinungsverschiedenheit miteinander lachen und lieben haben?
Wer ohne Liebe für die Wahrheit streitet, der sollte schweigen! Meinungsverschiedenheiten sollten nicht zu Unfrieden führen.
Das Wesentliche ist der gemeinsame Glauben an Jesus. Die Hauptsache muss die Hauptsache bleiben! Bei zweitrangigen Themen, die wir leicht über das Wesentliche und Gemeinsame stellen, haben wir die Freiheit in Jesu Namen darüberin unterschiedlicher Meinung zu reden. Im 17. Vers beschreibt Jakobus die von Gott kommende Weisheit, indem er sie: heilig, friedlich, freundlich, gehorsam, voll Erbarmen, reich an guten Früchten, unparteiisch, nicht heuchlerisch nennt. Von Gott gewirkte Weisheit schafft und bewirkt Frieden im Miteinander der Christen. Die Aspekte von Gott gewirkter Weisheit unterstreichen das Vorhergesagte: Die Berufung auf die richtige Erkenntnis oder den Durchblick muss zu einem Miteinander mit den Mitchristen führen! Wahrheit und Liebe gehören untrennbar zusammen. Nicht Rechthaberei, voreinander Auftrumpfen, die Meinung durchsetzen, dass ich Recht habe, sondern genau das Gegenteil!
Mit dem 18. Vers fasst Jakobus das Thema Weisheit zusammen: „Frucht der Gerechtigkeit wird in Frieden gesät für die, die Frieden schaffen!“ Jakobus weist darauf hin, dass von Gott geschenkte Weisheit Frieden bewirkt. Nach Jesus zeigt sich wirkliche Gotteskindschaft an der Bereitschaft zum Frieden stiften. Matthäus 5, 9: Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden! Nicht das Durchsetzen der eigenen Meinung wird gepriesen, sondern das friedensschaffende Wort. Jakobus nennt das friedenstiftende Handeln Weisheit. Wie bekommt man das hin? Jakobus sagt: Jakobus 1,5: „Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.“ Weisheit ist weder durch Studium noch durch Lebenserfahrung zu bekommen. Wirkliche Weisheit ist ein Geschenk. Das ist besonders bei denen wichtig, die bereit sind, für die Gemeinde leitend Verantwortung zu übernehmen.

Fragen zum Weiterdenken: Kann ich mich an einen „Ratschlag“ erinnern, der mir wie ein „Schlag ins Gesicht“ vorkam? Wann fällt es mir leicht, Hinweise anderer anzunehmen? In welchen Situationen nerven mich gut gemeinte Aufforderungen anderer?

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