mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6278 - Sun., 01 Dec 2019

Wartest du schon?

In dieser Zeit wird es mit dem Reich, das der Himmel regiert, wie mit zehn Brautjungfern sein, die ihre Fackeln nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen handelten klug und fünf waren gedankenlos. Die Gedankenlosen nahmen zwar ihre Fackeln mit, aber keinen Ölvorrat. Die Klugen dagegen hatten neben ihren Fackeln auch Ölgefäße mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Um Mitternacht ertönte plötzlich der Ruf: 'Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!'

Mt. 25,1-6


Heute ist der erste Advent. Damit beginnt wieder die Zeit des Wartens und des Erwartens. Advent heißt übersetzt ''Ankunft''. Wir erwarten hier die Weihnachtszeit, Die Ankunft, die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem.

Warten ist heute in unserer schnelllebigen Zeit etwas, was die meisten von uns gar nicht mehr ertragen können. Im Supermarkt an der Kasse stehen wir in langen Schlangen und warten, dass wir dran kommen. In der Telefonhotline hören wir minutenlang Musik, bis sich endlich ein Mitarbeiter meldet. Bei der Arbeit dauert es noch Monate, bis endlich der ersehnte Urlaub kommt. Die Kinder schauen sehnsüchtig auf das Thermometer und warten, dass endlich der erste Schnee kommt.

Warten ist bei uns zu einem negativen Begriff geworden, in einer Zeit, in der wir das meiste schnell, direkt und jederzeit bekommen können. Geschäfte haben fast rund um die Uhr auf, in der restlichen Zeit können wir über das Internet bestellen. Nur keine Zeit verlieren, alles muss schnell gehen - Lieferung am nächsten Tag ...

So ist der Advent eine Zeit, mit der viele heute nicht mehr umgehen können. Die einen kaufen schon Ende September ihre ersten Lebkuchen, die anderen kaufen erst am Morgen des 24. Dezembers ihre letzten Weihnachtsgeschenke. Die vier Adventswochen sind heute sehr beliebig geworden.

Sich innerlich auf etwas vorzubereiten, ist heute nicht mehr in der Mode. Wie bei den 10 Jungfrauen, nur 5 von ihnen waren vorbereitet, die anderen gerieten noch im letzten Moment in den bekannten Weihnachtsstress, wenn es eigentlich soweit ist, werden sie nervös, weil die Schlange beim Ölhändler so lang ist ... Sie haben den Advent nicht genutzt, und so gab es für sie auch kein schönes Fest, während die einen schon feierten, mussten sie draußen bleiben, weil sie nicht vorbereitet waren.

Kannst du noch warten? Hältst du die Spannung des ''noch nicht'' aus? Bist du vorbereitet auf das, was einmal kommen wird?

Wenn Jesus einmal wieder kommt, wird es auch nicht mehr die Zeit geben sich noch vorzubereiten. Schon heute ist die Zeit, sich darauf einzustellen und geduldig und freudig zu Warten und zu Erwarten.

Der Herr kommt bald!

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