mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6120 - Wed., 26 Jun 2019

Zirkus

Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben,

Röm 12,4


In der letzten Woche hatten wir einen pädagogischen Zirkus an unserer Schule. Es ging ganz schön turbulent zu, weil unsere Klassen zur Hälfte im Zirkuszelt ihre Aktionen übten oder bei uns in der Schule Unterricht hatten. Es war ein Bringen und Holen, ein Informieren einholen und weitergeben, ein Absprechen und Klären. In all dem Trubel kamen die Kinder nach ihren Übungseinheiten mit glänzenden Augen aus dem Zelt zurück. Die Trainer haben in kurzer Zeit echt was aus den Kids herausgeholt. Zu den Auftritten wurden die Kids geschminkt und entsprechend angezogen. Die Spannung steigerte sich und das Lampenfieber wuchs. Mutig wagten die kleinen Artisten die kleinen Lernschritte, um diese im Rampenlicht und Nebel vorzuführen. Ein Aufgeben gab es bei den Trainern nicht. Die Kids mussten beim Üben und während der Veranstaltung genau an der Stelle weitermachen, an der das Malheur passiert war. Während der Veranstaltung waren sie mit Anspannung, Aufmerksamkeit und Konzentration dabei. Kids und Eltern wussten nicht, was sie erwartet und was auf sie zukommt. Die Trainer wussten es und hatten ihren Plan, was sie wann wie üben mussten und wie sie es aus den Kids herauskitzeln können.

Ich stelle mir die Jünger vor: Speisung der 5000, Heilungen, Tote lebendig machen, Wunder, übermenschliche Fähigkeiten, emotionale Erlebnisse. Sicher war ihr Alltag mit Jesus auch turbulent und gespannt wie ein Zirkusleben. Da gab es Attraktionen, die sie einfach nur staunen ließen und Anfeindungen, die die Jünger vielleicht zweifeln ließen. Bei der Gefangennahme liefen sie sogar weg. In schönen Momenten wollen sie Hütten bauen. In andachtsvollen Augenblicken bauen sie Altäre mit den einfachsten Mitteln.
Jesus wusste, was die Jünger erwarten wird und bereitete sie schrittweise auf das Kommende vor. Da gab es Unerwartetes für die Jünger und Jesus weiß, was er wie aus den Jüngern herauskitzeln konnte, um die Aufgabe zu lösen und aus der Aufgabe zu lernen. Er weiß, dass eine Zeit kommen wird, da benötigen sie Kraft, Stärke und Mut, um sich zu ihm zu bekennen, weil Jesus selber anscheinend machtlos ist oder er wieder beim Vater im Himmel ist. Er wusste als „Trainer“, welche Aufgabe er jedem zutrauen darf und kann. Die Jünger lernten mit jedem Erlebnis dazu.

So ist das auch heute mit uns. Gott mutet uns das zu, was wir ertragen können. Wir wachsen mit den Aufgaben und lernen damit, uns auf ihn zu verlassen und zu vertrauen. Er holt uns, genau wie bei den Kids die Trainer, dort immer wieder ab, an der wir (für uns) gescheitert sind. Die Lebenserlebnisse schulen und stärken unseren Glauben. Petrus glaubte Jesus, dass er auf dem Wasser gehen kann. Ein paar Schritte schaffte er, aber dann sah er nicht mehr auf Jesus, sondern auf das Wasser und die Wellen (des Lebens). Schon schaltete sich sein Verstand ein und er dachte darüber nach, was passieren kann, wenn er untergeht. Wir schalten auch oft unser (Nach)Denken ein und haben kein Vertrauen in seinen Plan. Jedem gab Gott seine Aufgaben und Fähigkeiten. Manchmal benutzt er Situationen, um uns zum Erkennen unserer Fähigkeiten zu zwingen, da wir immer gut dem erkannten Weg ausweichen.

Behalte deinen Blick auf ihn, wenn dein Zirkusalltag sich kunterbunt um dich herumdreht – mit allen positiven und negativen Ereignissen.

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