mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6094 - Fri., 31 May 2019

Vergebung verstehen

„Nachdem nun der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter einem Erzieher, denn durch den Glauben an Jesus Christus seid ihr mündige Kinder Gottes geworden. Denn ihr alle, soweit ihr in Christus 'hineingetaucht' worden seid, seid ja mit Christus bekleidet“.

Galater 3, 25-27 (NeÜ)


Wenn die Bibel davon redet, daß der Glaubende frei geworden ist in Christus, dann ist das eine Aussage, die wir entsprechend auch mit großer Zuversicht genauso annehmen dürfen um darin zu leben – zur Ehre Gottes. Jesus sagte zu den gläubigen Juden seinerzeit, daß die Wahrheit sie frei machen würde (Johannes 8,32). Es gab auch einige, die ärgerten sich über diese Aussage, denn sie fühlten sich ganz und gar nicht unfrei, sondern privilegiert und auserwählt. Sie waren gläubig, aber gesetzlich. Sie haben die Vergebung und die Freiheit die in Person vor ihnen stand nicht verstanden. Die Bibel macht unmissverständlich klar, daß ein gesetzlicher Glaube so ziemlich das Gegenteil von einem befreienden Glauben ist. Da wäre Unglaube noch ehrlicher, wenn auch nicht weniger verkehrt. Es geht nicht darum in dem Sinne befreit zu werden, indem man das Gesetz Gottes ignoriert und für unnütz und ungültig erklärt, sondern genau das Gegenteil. In Römer 2, 12-13 steht: „Alle Menschen, die sündigen und keine Beziehung zum Gesetz Gottes haben, werden auch ohne Gesetz ins Verderben gehen. Und alle, die trotz des Gesetzes sündigen, werden durch dieses Gesetz verurteilt werden. Denn nicht die, die hören, was das Gesetz sagt, werden von Gott für unschuldig erklärt, sondern die, die tun, was es verlangt“. Hier werden also sowohl Juden als auch Nichtjuden angesprochen. Was Gott zu sagen hat und bestimmt, geht schließlich jeden Menschen an der je gelebt hat und noch lebt. Wir wissen, daß kein Mensch tun kann was Gott verlangt – entsprechend kann dann logischerweise auch keiner für unschuldig erklärt werden. Wozu dann diese Forderungen? In Römer 3, 12-20 schreibt der Apostel Paulus: „Alle haben sie den rechten Weg verlassen und sind unbrauchbar geworden. Niemand ist da, der Gutes tut, kein Einziger.'' ''Ihre Kehle ist ein offenes Grab und mit ihrer Zunge formen sie Lügen.'' ''Schlangengift verbirgt sich hinter ihren Lippen.''Ihr Mund ist voller Flüche und Drohungen.'' ''Ihre Füße sind schnell, wenn es darum geht, Blut zu vergießen. Sie hinterlassen Verwüstung und Elend, und was zum Frieden führt, kennen sie nicht.'' ''Von Gottesfurcht wissen sie nichts.'' Das sagt das Gesetz, und wir wissen: Alles, was es sagt, richtet sich an die, denen es verordnet wurde. So wird jeder Mund gestopft und die ganze Welt sieht sich dem Urteil Gottes verfallen. Denn durch das Halten von Geboten wird kein Mensch vor Gott gerecht. Das Gesetz führt nur dazu, dass man seine Sünde erkennt“. Gottes Richtlinien, seine Sichtweise und seine Gerechtigkeit in aller Wahrheit und Klarheit und auf den Punkt gebracht, musste Gott den Menschen vermitteln, damit sie wissen um was es geht und wie sie zu einem befreienden Glauben kommen konnten.


Ohne ausgesprochenes Gesetz hat die Sünde keinen Inhalt und keine Bedeutung (Römer 7,8). Das Gesetz ist nicht sündig, aber ihr Inhalt überführt jeden, der meint vor Gott keine Schuld zu haben oder meint der Gerechtigkeit Gottes irgendwie zu genügen. Das wäre ganz großer Selbstbetrug. Aber es gibt tatsächlich solche Menschen, die meinen vor Gott gute Argumente zu haben wenn es darum geht, sie in den Himmel zu lassen und ihnen seine Anerkennung zuzusprechen. Das waren damals die hochmütigen und blinden Pharisäer und Schriftgelehrten und auch heute gibt es Gläubige, die zwar ebenso von Gnade und Erlösung reden, aber das unter Bedingungen stellen und im Zweifelsfall damit drohen, daß man alles wieder verliert, wenn man nicht entsprechend sich an bestimmte Anforderungen hält. Das ist nicht die Freiheit die Jesus versprochen hat, daß man sie durch ihn empfängt. Echter und befreiender Glaube ist nicht untätig, aber er ist kein frommes Etikett was mir erneut einen schweren Rucksack aufbürdet, den ich mein ganzes Glaubensleben lang mit mir mühsam herumschleppen muss, um tatsächlich selig zu werden um nicht auf halber Strecke ins Gras zu beissen. Ein befreiender Glaube im Sinne Gottes und auf Grundlage der biblischen Wahrheiten, ist ein Glaube der weiß, daß der Sohn Gottes Jesus Christus keine halben Sachen gemacht hat, sondern in vollkommener und ewig gültiger Art und Weise, den Anforderungen Gottes volle Genüge geleistet hat was für Zeit und Ewigkeit so bleibt. In Römer 1,17 steht: „Denn im Evangelium zeigt Gott uns seine Gerechtigkeit, eine Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt und Menschen zum Glauben führt, wie es in der Schrift heißt: ''Der Gerechte wird leben, weil er glaubt''. Und woran soll er konkret glauben? Daß Gott gerecht ist? Ja, das sicherlich auch, aber entscheidend ist das, was in Römer 3, 21-24 steht: „Doch jetzt ist die Gerechtigkeit Gottes unabhängig vom Gesetz sichtbar geworden. Und das wird vom Gesetz und den Worten der Propheten bestätigt. Es ist die Gerechtigkeit Gottes, die durch den Glauben an Jesus Christus geschenkt wird und allen zugutekommt, die glauben. Da gibt es keinen Unterschied, denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Doch werden sie allein durch seine Gnade ohne eigene Leistung gerecht gesprochen, und zwar aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist“. Das ist inhaltlich und in Person von Jesus Christus der befreiende Glauben, von dem wir reden. Nichts anderes! Jesus Christus ist unsere Gerechtigkeit. Das bedeutet also, wenn Gott dich fragen würde, warum er gerade dich in den Himmel lassen sollte, dann kannst du antworten, weil Jesus Christus durch den Glauben an Kreuzestod und Auferstehung an deiner Stelle, den Preis bezahlt hat und zu deiner Gerechtigkeit vor Gott geworden ist. Paulus schreibt in Römer 10,4: „Denn mit Christus hat der Weg des Gesetzes sein Ziel erreicht. Jetzt wird jeder, der an ihn glaubt, für gerecht erklärt“. Amen.

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