mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5908 - Mon., 26 Nov 2018

Mangel an Sehnsucht

''Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist, oder ob ich aus mir selbst rede''.

Johannes 7,17


William McDonald sagte einmal: ''Was oft zwischen uns und einem wirklichen Erkennen der Gedanken Gottes steht, ist unser Mangel an echter Sehnsucht danach''. Wenn ich mich hier selbst prüfe, muss ich zugeben, daß in manchen Bereichen meines Lebens mein Ehrgeiz etwas richtig gut und ordentlich zu machen, nicht immer so ausgeprägt ist, wie es sein könnte. Gerade wenn es um Befriedigung der eigenen Sehnsüchte geht, macht man nicht selten Kompromisse und ist bereit, es nicht so genau zu nehmen. Nicht selten geben wir uns, was das Glaubensleben betrifft, mit einer gewissen Mittelmäßigkeit zufrieden. Lesen wir einmal die biblische Verheissung in Matthäus 6,31-33 lesen: ''Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen''. Ist es nicht allzu oft so, daß wir uns eben doch zuerst nach Essen, Trinken, Kleidung und unserem Wohlergehen ausstrecken, bevor wir überhaupt imstande sind geistliche Nahrung zu uns zu nehmen? Oft ist es doch so, daß wir zuerst einen bestimmten Grad an Befriedigung, Zufriedenheit, Sicherheit, Sorglosigkeit, Entspannung und Versorgung anstreben und suchen, bevor wir uns mit der Sehnsucht nach Gottes Willen überhaupt beschäftigen. Da ist meist kein Platz für Sehnsucht - wir sind zu sehr damit beschäftigt unsere Güter zu verwalten oder einzufangen. Dem König David (einem Mann nach dem Herzen Gottes) war es ein Herzensanliegen Gott zu suchen und IHN sogar auf seine Verheissungen hinzuweisen: ''HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und erhöre mich! Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz'' (Psalm 27,7-8). Wenn wir uns wirklich nach Führung, Wegweisung, Korrektur und Gottes Willen ausstrecken und Antworten suchen, wird Gott sich nach seiner Verheissung auch finden lassen und zu uns sprechen. Sei es durch sein Wort in der Bibel, durch andere Christen, durch Umstände und so weiter. Die Frage ist nur, ob wir es wirklich wollen, oder nur unsere eigene Stimme hören und zuerst unseren fleischlichen Sehnsüchten folgen?

Der Prophet Jeremia schreibt in Kapitel 29, Verse 12-14: ''Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR...''. Vielleicht haben wir diese Sehnsucht Gott zu finden nicht, wenn es uns zu gut geht? Vielleicht geben wir uns zu schnell mit einem weniger geistvollen Leben zufrieden, solange wir ''unsere Schäfchen im Trockenen'' haben? Sicherlich wollen wir das so nicht wirklich und ein von neuem geborener gläubiger Mensch sehnt sich auch nach mehr Verbindlichkeit und Nähe zu Gott. Wen der Geist Gottes treibt (im positiven Sinne), der ist ein Kind Gottes (Römer 8,14). Aber unser Fleisch ist unwillig obwohl der Geist sich nach ''mehr'' sehnt (Markus 14,38). Es ist unsere tägliche Entscheidung (im kleinen wie großen) welchem Impuls ich nachgebe. Es geht nicht stets um lebensentscheidene, heilsnotwendige Dinge, aber immer um mein praktisches Leben und mein geistliches Wachstum und Verständnis. Durch Unwissenheit, Trägheit, Desinteresse, Fahrlässigkeit, Faulheit, Müßiggang usw. mache ich mir meinen Alltag in geistlicher Sicht nicht leichter sondern schwerer. Und das hat dann auch auf alles andere seinen Einfluss. Wie gut tut ein Wort zur rechten Zeit? Wie schön ist es, wenn ich aus Gottes Wort etwas ganz persönliches finden und erkennen darf? Wie ermutigend ist es Gottes Reden und Wirken im eigenen Leben wahrzunehmen und Gebete erhört zu bekommen? Wie wichtig ist es (gerade jetzt), gute Lehre zu erkennen und von Lüge unterscheiden zu können? Der Psalmist schreibt in Psalm 119, 10-18: ''Ich suche dich von ganzem Herzen; lass mich nicht abirren von deinen Geboten. Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht wider dich sündige. Gelobet seist du, HERR! Lehre mich deine Gebote! Ich will mit meinen Lippen erzählen alle Weisungen deines Mundes. Ich freue mich über den Weg, den deine Mahnungen zeigen, wie über großen Reichtum. Ich rede von dem, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege. Ich habe Freude an deinen Satzungen und vergesse deine Worte nicht. Tu wohl deinem Knecht, dass ich lebe und dein Wort halte. Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz''. Das sollte und darf auch unser Gebet sein!

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