mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5724 - Sat., 26 May 2018

Umgang mit Hobby-Atheisten -Teil 1

Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist...

1. Petrus 3, 15


Teil 1: Gott abschaffen!

Es begegnen einem immer wieder mal Leute, welche die Ansicht vertreten, es gäbe keinen Gott. Da werde ich ja ganz hellhörig, da ich schon lange einen guten Beweis suche, warum es keinen Gott gibt. Ich warte seit Jahren auf einen, der mal so richtig konsequent dabei ist,  Gott abzuschaffen. Bisher ist mir der leider noch nicht untergekommen. So muß ich weiter warten auf eine richtig gute Begründung (Wenn Sie eine haben, wäre ich froh drum, dieselbe zu erfahren…).

Warum die bisherigen mich nicht so richtig überzeugen? Na ja, sie sind irgendwie alle paradox oder inkonsequent. Die meisten Ausführungen sind voller Wut und einige davon stellen den Ausführenden allenfalls als Agnostiker bloß. Aber nicht als echten Atheisten. Irgendwie scheinen die ausgestorben zu sein. Also diejenigen, denen man so im Alltag begegnet, sind alle nurmehr so was wie Hobby-Atheisten, d.h. die mal so zwischendrin einfach ''gegen eine höhere Sammelmacht'' Dampf ablassen, oder gegen die Kirche oder deren Vertreter (was ich vollkommen nachvollziehen kann).

Ich erwarte beim Abschaffen von ''Gott'' schon ein wenig mehr Sorgfalt! Nicht, daß er posthum sonst wieder aus dem Grabe steigt! Das wär ja noch schöner. Also, was auf jeden Fall nicht geht, ist folgendes: Atheist darf nur werden, wer sich wirklich ganz sicher ist, daß es keinen Gott gibt. Ach so, halt, ich bin einen Schritt zu schnell, wir müssen ja erst klären, was der Begriff ''Gott'' überhaupt bedeutet, dann kommen wir gleich wieder hierher zurück.

Hoppla! Da haben wir schon die erste Schwierigkeit: ein Atheist hat ja keine Definition für einen ''Gott''. Den gibt es ja überhaupt nicht für einen Atheisten, und was es nicht gibt, hat auch keine Eigenschaften, oder? Somit dürfen die Atheisten eigentlich gar nicht mitreden. Nun, jetzt meinen sie vielleicht aus der Klemme zu kommen, wenn sie gegen ein von einem nicht-Atheisten aufgestelltes Gottesbild vorgehen. Klingt im ersten Moment legitim. Jedoch: sie meinen dann, gegen den Gottesbegriff einer anderen Person vorzugehen, merken aber nicht, daß sie letztendlich doch gehen ihren eigenen Gott angehen. Gegen ihren? Moment mal, als Atheisten haben sie ja keinen Gott, oder? Leider in den meisten Fällen doch. Das ist schon mal die erste Feststellung: sie haben letztendlich eine Gottesvorstellung, die so geartet ist, daß sie Sammelbecken all ihres vermeintlich berechtigten Grolls ist. Wenn jetzt jemand mit irgend einer Gottesvorstellung zu ihnen kommt, wird gedankenlos die Schablone angelegt, außen herum angeschnitten und fertig ist der tote Gott, der abgeschafft werden kann. Somit schafft man immer wieder und überall letztendlich den eigenen Gott ab, und – ach wie paradox – hält ihn somit am Leben.

Fortsetzung folgt!

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