mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5698 - Mon., 30 Apr 2018

Freude und Leid!

Sind andere Menschen glücklich, dann freut euch mit ihnen. Sind sie traurig, dann begleitet sie in ihrem Kummer.

Römer 12/15


Gott gab mir in der zweiten Lebenshälfte nochmals die Chance auf eine schöne und gelingende Partnerschaft. Heute feiern wir unseren zweiten Hochzeitstag.

Ich denke gerne zurück an die Tage um die Eheschließung vor zwei Jahren. Am Standesamt, dann in der Kirche und dann bei der Festtafel. Es wurde gefeiert, gelacht und getanzt. Wir hatten große Freude.

Eine kleine Narbe an meinem linken Knie erinnert mich daran, dass diese Freude am Fest durch ein Missgeschick beim Hochzeitstanz abrupt getrübt wurde. Ich trat beim Tanz in mein Kleid, stolperte und verletzte dummerweise meinen Meniskus. Es gab keine Hochzeitsreise, sondern eine Operation, mit siebenwöchiger Genesungszeit.

Schnell geschieht es, dass Freude und Leid am gleichen Ort zusammen treffen. Freude und Lachen werden durch Leid und Tränen ersetzt. Es kommt unerwartet anders als man denkt.

Wir feiern heute Hochzeitstag und haben vor am Abend in einem feinen Restaurant zu dinieren. Der Plan war, ganz entspannt den Abend anzugehen und ihn dann in Ruhe und Freude zu genießen.

Doch nun bekamen wir die Nachricht vom Ableben einer Cousine meines Mannes. Wieder treffen Freude und Leid an einem Ort zusammen. Der Termin des Begräbnisses fiel auf Heute. Es ist nun unerwartet anders als wir dachten.

(Römer 12/15) steht geschrieben Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Im (Philipper 2/1-4) werden wir aufgefordert:

Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen, so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid, nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst; ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen.

So wollen wir es halten. Auch wenn es erstmal unsere Freude zum Hochzeitstag mindert, wollen wir nicht auf das Unsere achten, sondern das Leid der Familie mittragen. Wir geben Trost den Trauernden und weinen mit ihnen um die Verstorbene. Wir hoffen dass die Cousine Frieden mit Gott geschlossen hatte, dann können wir uns freuen sie einmal wieder zusehen. Amen

Seid herzlichst gesegnet, eure

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