mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5399 - Wed., 05 Jul 2017

Worauf bauen wir?

„Ihr törichten Galater! Wer hat euch nur verzaubert? Euch wurde Jesus Christus doch als gekreuzigt vor Augen gemalt! Nur das eine will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist empfangen, weil ihr das Gesetz befolgt oder weil ihr die Botschaft vom Glauben gehört habt? Begreift ihr das nicht? Wollt ihr wirklich in eigener Kraft zu Ende bringen, was ihr im Geist angefangen habt“?

Galater 3, 1-3


Wenn man als Christ nicht nach dem Geist sich ausstreckt, sondern mehr nach dem Fleisch lebt, dann ist man wohl eher töricht als klug. Und das sowohl in Bezug auf das geistliche Leben im Allgemeinen bezogen, und auch auf die Wiederkunft Jesu, auf die wir vorbereitet sein sollen. Torheit rühmt sich des Fleisches und verlässt sich darauf. Das Gegenteil wäre Demut und Gehorsam. Torheit ist auch, sich auf weltliche Weisheit zu verlassen (bei sich selbst oder anderen, denen man vertraut), auf seinen eigenen Verstand, auf seine fleischliche Abstammung, auf Reichtum, Einfluß, Gaben und Talente, Beziehungen, auf die Kirche vielleicht, die Sakramente, das humanistische Gutmenschentum etc. Aber sind das Kriterien eines Menschen, der an die unverdiente Vergebung seiner Sünden glaubt, an das Kreuz von Golgatha und den gekreuzigten Sohn Gottes – und dies allein durch Gottes Gnade? Es ist schlichtweg fahrlässig und contraproduktiv als Christ Jesus auf fleischliche Weise nachzufolgen und sich auf etwas anderes zu verlassen, als was in der Bibel steht bzw. von den Aposteln verkündigt wurde. Das war der Vorwurf vom Apostel Paulus an die Gemeinde in Galatien. Das ging bei ihnen sogar so weit, daß manche Übereifrigen zusätzlich zum Evangelium auch noch die gesetzliche Beschneidung einforderten, um zur Vergebung der Sünden zu kommen.

Das brachte Paulus auf die Palme wie wir in Galater 5, 11-12 lesen können: ''Was aber mich betrifft, liebe Brüder: Wenn ich wirklich selbst noch die Beschneidung fordern würde, warum werde ich dann immer noch verfolgt? Dann wäre das Ärgernis des Kreuzes ja beseitigt. Von mir aus sollen sich die, die euch durcheinanderbringen, auch noch kastrieren lassen''. Drastische Worte, die aber der untragbaren Situation damals sehr angemessen waren. Es ging um nichts Geringeres als um das ewige Heil im Sohn Gottes. Wenn wir genau überlegen, finden wir dieses falsche Verhalten und Denken leider auch heute noch in der Christenheit. Worauf verlassen wir uns? Auf formelle Religiosität, auf unseren ''guten Kern'', oder daß Gott es ja nicht so genau nimmt, und es viele Wege in den Himmel gibt? Sind wir diesen Gedanken nahe, haben wir ein Problem und wären ebenso töricht und blind, wie manche der Irrlehrer in der damaligen Gemeinde in Galatien. Es ist Gottes Kraft, die aus einem toten zu Stein gewordenen Menschenherzen, ein lebendiges, fleischliches Herz macht, was in Demut Glauben investiert und darin in aller biblischen Praxis voran geht. Es geht um das Glaubensleben, um Wahrheit, Wachsamkeit und um Kraft im Heiligen Geist. Es geht nicht um Pragmatismus, sondern um Beziehung.

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