mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5385 - Wed., 21 Jun 2017

Glaube als Übungsfeld

''Die unheiligen und altweiberhaften Fabeln aber weise ab, übe dich aber zur Gottseligkeit; denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, weil sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen. Das Wort ist gewiss6 und aller Annahme wert; denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen. Dies gebiete und lehre''!

1. Timotheus 4, 7-11


Das praktische Leben als Christ schließt das natürliche Leben mit ein. Wir sind nicht zwei Personen, aber wir haben als Christen zwei Ausrichtungen. Zum einen der geistliche Aspekt, und die Hinwendung zu Gott, zum anderen der natürliche und irdische Aspekt und die Hinwendung zum Fleisch. Die Bibel macht nun klar, daß diese beiden Inhalte und Bereiche meines Lebens als gläubige Person, keinen gemeinsamen Nenner haben (Galater 5,17). Und dennoch sollen wir damit klarkommen! Dabei hilft uns die Gottseligkeit oder auch Frömmigkeit genannt. Nur fromm zu sein (also ein Christ) ohne Übung und Bewährung macht also keinen Sinn und wäre contraproduktiv. Wir brauchen die Übung und den guten Kampf des Glaubens, der dies ermöglicht und beinhaltet. Es geht nicht darum etwas nur anzudeuten und um einen Eindruck zu vermitteln (sich selbst und anderen), sondern authentisch und echt zu werden und zu sein. Nicht die Form ist gefragt (die wäre maximal das Mittel zum Zweck) sondern der Inhalt. Auf die Knie zu gehen beim Gebet, Fastenübungen zu betreiben, Gebete laut zu formulieren und fromme Lieder zu singen ohne echte innere Beteiligung und Erfahrung, wäre Selbstbetrug. Ansonsten wären diese Dinge sicherlich Ausdruck eines echten (nicht zwangsläufig fehlerfreien) Christen, der bereit ist auch zu kämpfen und sich bewähren zu lassen. Sich selbst in seiner Frömmigkeit zu üben, wie Paulus dem Timotheus rät, bedeutet doch letztlich, daß ich mich selbst prüfen kann. In 2. Korinther 13,5 steht entsprechend: ''Prüft euch, ob ihr im Glauben seid, untersucht euch! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr etwa unbewährt seid''. Dabei hilft uns die Bibel mit ihren vielen guten Ratschlägen, Beispielen und geistreichen Inhalten. Zudem können wir Vorbilder haben und uns an ihnen orientieren, so wie Paulus es für Timotheus war. Das Wunderbare dabei ist auch, daß so ein Leben eine zweifache Verheissung hat.

Zum einen hilft uns diese prakische Gottseligkeit in unserem irdischen Leben und tut uns an Geist, Seele und Körper gut. Zum anderen sammeln wir uns damit Schätze im Himmel und Lohn vor dem Preisgerichtsthron Jesu Christi. Mit einem Satz: Wir werden dadurch in jeder Weise von Gott gesegnet! Und obendrein werden wir dadurch auch für andere ein Segen. Auch gerade solchen, die noch ihre Mühen und Ängste und Unsicherheiten in der Nachfolge haben. Wir brauchen einander und es ist auch Gottes Wille, daß wir Gutes tun, besonders untereinander als Christen und Kinder Gottes (Galater 6,10). Jeder Tag ist ein Übungsfeld und eine Bewährung. Gott bereitet auch die Wege vor, wo wir unsere Möglichkeiten haben und unsere Erfahrungen machen können. Bewährungen helfen uns, uns selbst besser einzuschätzen und von einer Täuschung über uns selbst, in mancher Hinsicht, zu einer Ent-täuschung zu kommen, die uns hilft authentisch vor Gott zu werden und zu bleiben. Frömmigkeit ist für tatsächlich alles nützlich! Es gibt also nichts, was ein gottseliges Leben und der gute Kampf des Glaubens auslässt. Es hat auf alles seinen Einfluss. Ansonsten werden wir eben von anderen weltlichen Dingen beeinflusst, getrieben und aufgerieben. Das bleibt leider nicht aus - das ist der Kampf in dem wir stehen. Wollen wir ihn annehmen? Der Apostel Paulus schreibt seinem Ziehsohn in 1. Timotheus 4, 15-16 und auch uns: ''Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Dingen! Denn wenn du dies tust, so wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, die dich hören''. Amen.

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