mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5371 - Wed., 07 Jun 2017

Prophetisches Christ-Sein 1.Teil

Jeder kann sehen, dass ihr selbst ein Brief von Christus seid, den wir in seinem Auftrag geschrieben haben; nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes; nicht auf steinerne Gesetzestafeln wie bei Mose, sondern in menschliche Herzen.

2Korinther 3,3


Ist ein prophetisch veranlagter Christ ein Briefträger oder ein Bote - und wo ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden?
Nun, ein Briefträger überbringt nur einen Brief – der Inhalt des Briefes, also die Botschaft gehen ihn nichts an und lassen ihn unberührt, denn wenn er z.B. dem Empfänger einer Postkarte den Text vorlesen und womöglich noch erklären und kommentieren würde, wäre das ein Grund für eine fristlose Kündigung. Ein Briefträger hat die Nachrichten nur abzuliefern.
Mit einem Boten aber ist es anders. Seine Aufgabe erschöpft sich nicht darin, dass er den Text korrekt abliefert, sondern er ist darüber hinaus auch dafür verantwortlich, dass die Botschaft richtig verstanden wird und ''ankommt''. In biblischer Zeit war es üblich, dass ein Brief von einem Boten überbracht wurde, der sowohl die Freiheit als auch die Pflicht hatte, dem Empfänger den Inhalt näher zu erläutern und Unklarheiten zu klären.

Und wo kommt jetzt das Christsein, wo kommen wir heutigen Christen in den Blick? Nun, ich denke da an Pfingsten: Jesus sagte seinen Jüngern beim Abschied ja nicht: ''Ihr werdet meine Briefträger sein'' sondern: ''Ihr werdet meine Zeugen sein'' – Paulus formuliert das dann später im 2. Korintherbrief noch deutlicher und kürzer: Ihr werdet selbst der Brief sein, denn „jeder kann sehen, dass ihr selbst ein Brief von Christus seid, den wir in seinem Auftrag geschrieben haben; nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes; nicht auf steinerne Gesetzestafeln wie bei Mose, sondern in menschliche Herzen“, lesen wir in 2.Korinther 3,3

Wir sind also Boten, ja lebendige Botschaften, nicht nur bloße Briefträger, aber was folgt daraus?
„Auweia, da ist es aber noch ein weiter Weg mit mir'', und
„Oh je, dann muss Gott andere in Dienst nehmen als mich und zu den Menschen schicken“, waren meine ersten Gedanken. Gott aber hat dann doch zwei ''Gute Nachrichten'' für mich:
1. Ich kann dich so gebrauchen, wie du bist, und
2. du musst nicht perfekt sein.
Ja, das ist mir dann doch ein Trost und ein Ansporn – Gott kann auch auf krummen Zeilen gerade schreiben. Und er kann jeden Menschen, egal welche Bildung er hat, welcher Herkunft er ist und welche Hautfarbe er hat gebrauchen und in den Dienst nehmen – auch dich und mich! Amen.

()


Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, mir eure Meinung per email zu schicken!

 

homepage tracker