mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5351 - Thu., 18 May 2017

Jetzt ist die Zeit der Gnade

''Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat's nicht. Das aber verdross Jona sehr, und er ward zornig...''

Jona 3,10 bis 4,1


Was es wirklich bedeutet einem Menschen zu vergeben, ist uns vermutlich noch nicht in allen Bereichen unserer Seele bewusst. Ebenso was es für Gott bedeutet wenn ein Mensch umkehrt von seinem Unglauben. Wir würden möglicherweise vieles nicht vergeben was Gott aber ganz bewusst zu einer Sache seiner Gnade macht. Der Prophet Jona war so einer, der Gottes Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte und wollte. Es war für sein Verständnis ungerecht den Menschen der 120.000 Einwohner Stadt Ninive eine Schonfrist nach der anderen zu geben und sie andauernd vor Gottes Gericht zu warnen. Er hat sie für ihre Gottlosigkeit, Grausamkeit und Arroganz verachtet und dachte sich, daß sie bekommen was sie verdienen (die Vernichtung). Stimmt im Grunde ja auch. Entsprechend könnten wir das auch ein wenig nachvollziehen, wie Jona reagierte auf Gottes Anordnung. Sind wir nicht auch schon Menschen begegnet denen wir alles mögliche gewünscht haben, nur nichts Gutes? Es ist ja nun gewiß nicht so, daß Gott billige Gnade verteilt und nicht sieht was in Ninive los ist. Er kennt die Herzen der Menschen (1. Mose 8,21). Er kennt auch dein Herz. Ich glaube wenn wir immer gleich das bekommen würden, was wir verdienen, würden wir unseres Lebens nie wieder froh werden und ins Bodenlose stürzen. Wir sind leider immer schnell dabei ein Urteil über andere Menschen zu treffen und mit dem Finger auf sie zu zeigen. Wir denken wir sind objektiv und gerecht aber sehen nicht hinter die Sache. Mit den Augen Gottes zu sehen bedeutet alles zu sehen. Ich kann das nicht.

Jona ergriff zunächst die Flucht und wollte nichts mit den Absichten Gottes zu tun haben - soll jemand anderes diese Aufgabe übernehmen. Später lehrte ihn Gott seine Motive zu erkennen und zu verstehen. Was wir sehen ist meist nur immer die Spitze des Eisbergs und wir reagieren auf das was wir sehen. Das ist zu wenig! Die Menschen in Ninive bekehrten sich nachdem Jona ihnen ihren Untergang prophezeite (Jona 3,1-10). Gott wusste das! Daß diese Stadt mit ihren Menschen ca. 100 Jahre später dann doch wieder rückfällig und gottlos geworden ist, und dann tatsächlich endgültig vernichtet wurde, steht auf einem anderen Blatt. Gnade und der Tag des Heils ist jetzt! Niemand wird mit Gewalt erlöst oder zwangsweise zum Christen gemacht. Aber wissen wir wie sich Menschen verändern können, wenn ihnen wirklich und wahrhaftig die Erlösung und Errettung vor Augen gestellt wird? Wie sie reagieren wenn ihnen ihre Sünden und ihre Verlorenheit bewusst wird? Sollten wir da nicht eher zweimal überlegen bevor wir vorschnell andere Menschen aufgeben und verwerfen? Selbst wenn sie uns noch so fremd sind und uns provozieren? Und auch wenn wir Christen sind, sollten wir dann nicht stets Gnade vor Recht walten lassen da wir doch alle unter der (unverdienten) Gnade stehen? Wem Gott gnädig ist, dem ist er gnädig und er erbarmt sich über diejenigen, die er will (Römer 9,15). Wer das zu seiner Zeit ergreifen kann und es tut, der ist gesegnet und angenommen.

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