mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5306 - Mon., 03 Apr 2017

Der Feind des Guten

''Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln, oder ein Leopard seine Flecken? Dann könnt ihr auch Gutes tun, die ihr gewohnt seid, Böses zu tun!''

Jeremia 13,23


In der Natur der Sünde liegt es, daß sie Menschen verblendet. Und zwar in der Weise, daß sie meinen sich selbst wieder hinstellen, sich positiv verändern und alles Böse und Schlechte abschütteln zu können. Diese Vorstellung ist dämonisch und führt geradewegs in den Götzendienst. Die Gnade Gottes bleibt auch nicht auf halber Strecke stehen, und danach müssen die Christen dann anschieben und mit Blut, Schweiß und Tränen sich irgendwie in den Himmel transportieren. Auch derlei wirre Vorstellungen kursieren in der Christenheit. Woher kommt diese Vorstellung, daß der Mensch einen ''freien Willen'' hat? William Tyndale (* um 1484 in North Nibley bei Gloucester, England; † 6. September 1536 in Vilvoorde bei Brüssel) war Priester und Gelehrter und übersetzte die Bibel in eine frühe Form der modernen englischen Sprache, schrieb folgende Sätze: ''Warum öffnet Gott dem einen Menschen die Augen, dem anderen nicht? Paulus verbietet (Römer 9) die Frage nach dem Warum, denn sie ist zu tief für das menschliche Fassungsvermögen. Uns genügt es zu sehen, daß Gott dadurch geehrt wird und daß seine Gnade in den Gefäßen der Gnade erzeigt und umso mehr sichtbar wird. Aber die Papisten gönnen Gott keine Geheimnisse, die nur ER kennt. Sie haben versucht, den Boden seiner bodenlosen Weisheit zu erforschen: und weil sie das Geheimnis nicht aufdecken konnten, aber zu stolz sind, es ungelöst zu lassen und zuzugeben, daß sie unwissend sind, wie der Apostel, der nichts wusste als die Herrlichkeit Gottes in den Auserwählten, darum gehen sie hin und richten zusammen mit den heidnischen Philosophen den freien Willen auf und sagen, der freie Wille des Menschen sei der Grund, aus dem Gott den einen erwählt und einen anderen nicht. Damit widersprechen sie allem, was die Schrift lehrt''. Die Bibel bestätigt an vielen Stellen die Unfähigkeit des Menschen sich Gott zu nähern oder überhaupt etwas von IHM zu wollen und zu suchen. In Johannes 15, 16 steht zum Beispiel: ''Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen''. Wenn wir uns tatsächlich für Gott entscheiden, dann nur aufgrund der Tatsache, daß Gott sich zuvor für uns entschieden hat. Und dies völlig souverän und aus freien Stücken.

Gott ist Geist und Wahrheit (Johannes 4,24). Und die Wahrheit ist auch, daß Gott sich klein gemacht hat und selbst beschränkt, um die Erwählten am Kreuz zu erlösen. Wir haben auf viele Dinge die unser Menschsein betrifft keinerlei Einfluß. Das fängt schon damit an, wann wir wo geboren werden? Ob wir Mann oder Frau sind? In welchem Land wir daheim sind? Wann wir sterben? Und auch wie unser Leben verläuft? Meine Verantwortung ist trotzdem gegeben. Wir sind keine Marionetten und haben durchaus auch einen eigenen Willen (was kein freier Wille ist). Gott will gefragt, gesucht und geehrt werden. Kein Mensch wird Gott sehen ohne die Heiligung, die jeder Neugeborene durchläuft. Paulus schreibt in 2. Thessalonicher 2, 13-14: ''Wir aber sind es Gott schuldig, allezeit für euch zu danken, vom Herrn geliebte Brüder, daß Gott euch von Anfang an zur Errettung erwählt hat in der Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit, wozu er euch berufen hat durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt''. Wir schulden Gott Dank und Glaube! Und wir werden auch als Kinder Gottes eines Tages vor dem Preisgerichtsthron stehen und nach unseren Werken des Glaubens beurteilt. In 1. Korinther 3, 11-15 wird das deutlich was gemeint ist: ''Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden; der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird. Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben. Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen; wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch''. Und auch wenn wir das nicht verstehen, so sind auch diese Werke letztlich nur der Gnade Gottes geschuldet, denn der HERR gibt Wollen und Vollbringen und bereitet die Wege vor, auf denen wir laufen dürfen (Philipper 2,13). Gott kennt uns und auch unsere Zukunft. Wir Christen sind aus Gnade errettet - mehr als wir ahnen und verstehen können.

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