mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5089 - Mon., 29 Aug 2016

Die große Wolke der Zeugen

''Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet!''

Hebräer 12, 1-3


Wir werden als gläubige Menschen nicht erlöst und dann in Watte gepackt und verhätschelt, ins Regal gestellt und gelegentlich abgestaubt, sondern werden in höchster Macht und Autorität durch unser Leben als Christen in allen Höhen und Tiefen durch Gott in das Bild Jesu verwandelt. Von Jesus wissen wir unter anderem das, was in Römer 8,29 steht: „Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern“. Das ist das edelste und höchste Ziel und das Beste was ein Mensch sein kann – ein Bild das Gott ähnlich ist. Das war ja auch von Anfang an Gottes Wille und Ziel (1. Mose 1,26). Durch Jesus Christus hat Gott das bewerkstelligt – nicht mit einem Fingerschnipsen, sondern durch die Menschwerdung, das Evangelium, das Blut Jesu, den Glauben und die Heiligung. Wir bekommen das ganze Paket – nicht weniger – und das sollten wir niemals gering schätzen, sondern uns sogar danach ausstrecken und Gott darum bitten, uns jeden Tag mehr zu verändern und daß sein Wille an uns geschieht. Der Text im Hebräerbrief spricht von einer großen Wolke von Zeugen. Zeugen wofür? Von dem Umstand, daß diese Menschen ihr ganzes Leben lang mit Gott alle Höhen und Tiefen durchlebt haben und sie brauchbar waren für Gott und auch für sich selbst. Das soll uns Mut machen. Die hatten auch ihre Nöte und Schwächen, ihre Nervereien und Ängste. Die waren bestimmt auch öfters über sich selbst enttäuscht und wären an manchen Tagen lieber tot als lebendig gewesen. Aber sie haben das alles überwunden, sich selbst überwunden, weil sie an DEN Überwinder geglaubt haben und Gott dafür sorgte, daß sie daran festhielten: In 1. Johannes 5,4 steht: ''Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube''. Diese Zeugen und alttestamentlichen Glaubenshelden beweisen uns also, daß man sein Leben als Christ durch ein gelebtes Glaubensleben, durch Geduld und indem man so manches erträgt und aushält, auf jeden Fall siegreich gestalten kann – auch wenn man Fehler macht und manchmal über sich selbst den Kopf schüttelt.

Wir werden nicht von diesen Zeugen vom Himmel aus beobachtet – das sagt der Text nicht aus – aber wir sollen uns in unseren Kämpfen und unserem Glaubensleben daran erinnern, daß es eine große Wolke gibt, von Leidensgenossen, Helden des Alltags, Überwindern, gesegneten Kämpfern, Stehaufmännchen und Felsen in der Brandung – Männern und Frauen, die mit Gott nicht klein zu kriegen waren und in ihrem Charakter durch das, was sie erlebten und erfahren haben, tief verändert, gestählt und letztlich ungemein gesegnet wurden. Geduld bedeutet inhaltlich eine stetige Entschlossenheit weiterzumachen und niemals aufzugeben. Wer ist hier ein größeres Vorbild weiterzumachen als Jesus selbst? Darum ist ER auch der Anfänger und Vollender des Glaubens. ER hat weitergemacht weil er das Ziel vor Augen hatte, trotz aller unfassbaren Leiden und allem Hass und aller Ungerechtigkeit – ER hatte das Ziel vor Augen – unsere Erlösung! Zwischen Sünde und Misserfolg besteht ein Zusammenhang. Jesus hat das Ziel erreicht, weil er ohne Sünde war. Wir sind es nicht, aber uns wurde vergeben! Unser ewiges Heil ist gesichert. Aber die Sünde (auch wenn sie vergeben wurde und vergeben wird) ist noch da. Das macht das Glaubensleben manchmal holprig und schwer. Darum brauchen wir diese Erinnerung an die Leiden Jesu, damit wir weitermachen und den Mut nicht verlieren – es lohnt sich dran zu bleiben. Das ist die Botschaft, denn Jesus vollendet unseren Glauben, und macht unsere Heiligung zu einem absoluten Erfolg. Dafür lohnt es sich auch manchmal zu leiden. Aber wir sind ja auch nicht alleine. Wir haben als Erinnerung nicht nur die Wolke der Zeugen, an die wir denken dürfen, und deren lehrreiches Leben wir studieren können, sondern wir haben auch die Gemeinde, die Glaubensgeschwister, die Predigt (nicht nur Sonntags), das Gebet, die Fürbitten, die Bibel, das Abendmahl und die innere Gewissheit, daß Gott mich liebt, angenommen und erlöst hat, meinen Namen kennt, und durch den Heiligen Geist in mir wohnt. Es ist derselbe Geist, der auch in jedem wohnte, der zu der großen Wolke von Zeugen gehörte.

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