mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5036 - Thu., 07 Jul 2016

Das gläubige Israel

''Ich will dich segnen und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen. Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen. Alle Völker der Erde werden durch dich gesegnet werden.''

1. Mose 12, 1-3


Die Juden sind ein Segen für andere Nationen! So ein Satz zur falschen Zeit am falschen Ort kann einen ganz schönen Aufruhr und reichlich Ärger verursachen. Jesus wurde als Jude geboren! Schon allein dadurch gibt es für Christen keinen berechtigten Zweifel an der Richtigkeit dieser Aussage - das Heil kommt von den Juden (Johannes 4,22). Gott spricht hier eine klare Sprache: ''Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an'' (Sacharja 2,12). Wer sich auf die Seite des gläubigen Israels stellt, stellt sich auf die Seite des biblischen Gottes - da gibt es keinen Zweifel. Und dies gilt gerade jetzt, in diesen wirren und politisch komplizierten Zeiten, wo die Feinde Israels immer wieder die Messer wetzen, und das Land von der Landkarte tilgen wollen. Wir müssen als Christen den jüdischen Staat mit den Augen Gottes sehen und uns nicht dazu aufhetzen lassen, in den Juden das Übel der Welt auszumachen. Das Übel der Welt ist der Unglaube und die Sünde und der Glaube an falsche Götter! Der Teufel hasst die Juden, weil aus ihnen der Messias, also der HERR Jesus Christus stammt - aus dem Geschlecht Davids (Johannes 7,42). Israel wurde nicht erwählt weil es so besonders treuherzig und moralisch hochstehend ist (ebenso wie wir selbst), sondern, wie wir in 5. Mose 7, 6-8 lesen: ''Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind. Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker - denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat er euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten''. Die Juden werden in der Bibel zudem einige Male als ein ''halsstarriges Volk'' (5. Mose 9,13) bezeichnet, was sicherlich für Gott auf den ersten Blick kein Gewinn an Ehre ist. Aber Ägypten wird hier nicht nur als tatsächliches Land erwähnt, sondern auch als Synonym für die sündige Welt und das, was das versklavte Israel hinter sich gelassen hat durch den Auszug aus Ägypten. Der Auszug war die Erlösung.

Das ist so wie ein Sünder, der die Sünde hinter sich lässt, wenn er Gott gehorcht und an das Evangelium glaubt. Der Glaube befreit! Somit wird er von seinen Sünden erlöst und überwindet die Ketten des Unglaubens (Johannes 3,16). Dabei spielt es auch keine Rolle, daß das gläubige Israel sich bis heute noch nicht zu Jesus Christus bekannt hat und nur das Alte Testament anerkennt. Die Umkehr Israels wird aber geschehen, wie wir im Neuen Testament nachlesen können: ''Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan'' (2. Korinther 3, 15-16). Es geht also nicht darum, immer mit allem einverstanden zu sein, was die Israeliten getan haben und auch aktuell so alles machen oder nicht. Auch unter den Juden im heiligen Land gibt es Ungläubige - es gibt keine ''Generalamnestie'' für alle Israelis nur weil die Väter mit Gott einen Bund geschlossen haben und auserwählt wurden. Viele sind berufen, aber nicht viele auch auserwählt (Matthäus 22,14). Keiner hat Israel so oft kritisiert, bestraft, besiegen lassen durch seine Feinde, verworfen und gezüchtigt wie Gott selbst. Dennoch ist es das Volk Gottes und innigst vom HERRN geliebt. Aber Gott ist nicht nur ein Gott der Juden, sondern auch der Nationen wie Paulus treffend formulierte: ''Oder ist Gott allein der Gott der Juden? Ist er nicht auch der Gott der Heiden? Ja gewiss, auch der Heiden. Denn es ist der eine Gott, der gerecht macht die Juden aus dem Glauben und die Heiden durch den Glauben'' (Römer 3, 29-30). Ohne Glauben ist es weder für die Juden noch die Nichtjuden möglich Gott zu gefallen (Hebräer 11,6). Um der Gnade des Evangeliums willen, kann ein Christ niemals ein Feind Israels sein, sondern ein Freund. Auch wir durften im übertragenen Sinne die Ketten Ägyptens hinter uns lassen und sind Gottes Kinder geworden, egal woher wir auch stammen oder wie weit wir durch unsere Taten von Gott entfernt waren.

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