mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5003 - Sat., 04 Jun 2016

Warum oder Wozu?

Dann, um drei Uhr, rief Jesus mit lauter Stimme: »Eli, Eli, lama asabtani?«, das bedeutet: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«

Matthäus 27/46 - Markus 15/34


Hallo, ich bin zurück. Meine letzte Andacht schrieb ich am 5 April, dann nahm mich mein Leben in der Vorbereitung für unsere Hochzeit gefangen. Vieles gab es zu bedenken und zu tun und die Zeit eilte mit uns um die Wette. Freude aber auch Sorge begleiteten uns die Tage davor, denn durch den Stress der Vorbereitung wurde mein Histamin Haushalt zu hoch und ich wurde ziemlich krank. Ich litt an Reflux der Magensäure und die dadurch ausgelösten nächtlichen Hustenanfälle kosteten mir enorme Kraft und ich verlor ziemlich schnell Körpergewicht. Mit Medizin, Diät und vor allem Gebet durfte ich dennoch bis zur Hochzeit soweit gesund werden und wir feierten bei einem Traumwetter unsere Traumhochzeit. Neben Verwandtschaft und Freunde, füllten wir aus unserem Herzen heraus die Kirche mit Menschen aus unserem Umfeld welche Gott noch nicht persönlich kennen, um ihn durch unser Glaubenszeugnis sichtbar zu machen. Ihm sollte die Ehre gegeben werden, wir wollten ihn und seine übergroße Liebe bezeugen und laut Feedback ist uns das sehr gut gelungen.

Die Zeremonie in der Kirche war unglaublich schön und man sagte ich strahlte als wunderschöne Braut mit der Sonne um die Wette. (Richter 5/31) Ich verrate euch ein Geheimnis, das nur ich persönlich erlebte, ich spürte die Augen des Vaters und seine Freude an mir auf meinem Antlitz und mir war bewusst das er da war und unsere Gebete um Frucht und Segen ernst nahm. Ich bete oft : „Herr schau mich an im Licht deiner Liebe und leuchte durch mich zu den Menschen, damit sie erkennen das du Gott bist!“ (2. Korinther4/3-6) Ich sage euch, an diesem Tag, unserem Hochzeitstag standen wir im Licht seines Angesichtes und ja, es war unglaublich wie sehr dieses Strahlen aus uns heraus kam. Gottes Licht, seine Liebe und seine Anwesenheit waren erkennbar und somit ging unser Plan Gott zu Ehren, auf. Wir nahmen ihn auch noch zur Tafel mit und es wurde Zeugnis gegeben bis zum bunten Abend unseres Festes.

Wir waren so glücklich und wir freuten uns endlich unseren lang geübten Hochzeitstanz, eine Folge von verschiedenen Tänzen vorzeigen zu können, als mir ein unvorhergesehenes Missgeschick passierte. Ich sprang mir beim Tanzen in mein Hochzeitskleid (welches mir durch die unvorhergesehene Gewichtsabnahme etwas zu lang war)und blieb mit dem Absatz darin hängen. Dabei verdrehte ich mir auf schmerzhafte Weise mein linkes Knie. Im ersten Moment dachte ich mir wäre das Gelenk aus der Pfanne gesprungen und ich hielt tief erschrocken inne, doch robust wie ich nun mal bin, schüttelte ich mein Bein, biss in den sauren Apfel und beendet mit selbst auferlegter Härte unser Medley. Die Schmerzen im Bein waren zwar da, aber Aufgrund der Glückshormone waren sie wohl erträglich. Unser Fest ging bis nach Mitternacht und ich hielt tapfer durch, doch am nächsten Tag war die Schwere meiner Verletzung erkennbar. Wir fuhren am Abend ins Krankenhaus uns dort verpasste man mir eine Liegeschiene, da man aufgrund der Schmerzen und Geschwulst keinen rechten Befund der Verletzung geben konnte. Fakt war, das wir unsere Flittertage welche wir gebucht hatten stornieren mussten und uns auf eine andere Zeit unseres Eheanfangs vorbereiten mussten. Unglaublich wie schnell man vom Höhenflug zur Bruchlandung gezwungen wird und wie schnell man auch als Christ, weil Mensch in eine Situation manövriert wird, mit der man nicht umgehen kann. Mir ging es sehr schlecht, vor allem seelisch, denn ich setzte mich auf heftigste mit Gott auseinander. Menschlich gesehen kann man den Unfall auf Überlastung und Ermüdung zurückführen, doch geistlich kam ich ins Schleudern. Ich hatte ein schlimmes Bild vor Augen, so als hätte jemand gegen mein Bein getreten und ich dachte dabei an die Finsternis. War es dem Feind zu viel an Ehre für Gott? (1. Petrus 5/8) Wir haben doch unsere Hochzeit dem König zu Ehre gefeiert, um Menschen zu ihm zu bringen! Doch wieso hat Gott mich dann nicht geschützt?

(Ps 91,11) Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu beschützen, wohin du auch gehst. Wo waren die Engel die er mir zum Schutz zusagte? Meine Gefühle fuhren Achterbahn und mir kam Hiob in den Sinn.(lies bitte nach bei Hiob) Musste nicht auch er diese Erfahrung machen, dass Gott es zu lies, das Satan ihn angriff? Mir wurde bewusst, egal was geschieht, alles muss an Gott vorbei und wenn der Feind mir eine vor das Bein treten konnte, dann ging das nicht ohne Erlaubnis vom Vater! Wieder wurde mir die Allmacht Gottes bewusst und ich erschauderte ein wenig. Wieso ließ er das zu? Was bitte bezweckte Gott damit? Mir war so als wolle er mich prüfen ob ich ihn nun im Leid auch noch loben könne. Ich sprach meine Gedanken vor ihm aus und gab ihm weinend mit Lobpreis die Ehre.

In meinen aufgewühlten Gedanken wurde mir wieder sehr vieles vor Augen gehalten. Gott ist der Leiter meines Lebens und „ER“ bestimmt dessen Verlauf. Selbst wenn ich es anders plane, kommt es so wie er es möchte. Ich habe mich sehr mit dem „Warum und weshalb“ auseinander gesetzt und bin zu der Erkenntnis gekommen, es einfach zu lassen. Viele Christen meinen, dass man nicht warum fragen solle, weil es keine Antwort gibt. Stimmt, doch ist es legitim und menschlich es zu tun. Denn selbst Jesus war an diesem Punkt angelangt. Als er am Ende seiner Kraft war schrie er zum Himmel:

„Vater warum hast du mich verlassen! Amen

Seid herzlichst gesegnet, eure




()


Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, mir eure Meinung per email zu schicken!

 

homepage tracker