mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4992 - Tue., 24 May 2016

Nur Mut, hab keine Angst! 2. Teil

Als Mose gestorben war, sprach der Herr zu Josua, dem Sohn Nuns, der Mose bei seinen Aufgaben geholfen hatte: ''Mein Diener Mose ist tot. Nun wirst du Israel führen! Befiehl dem Volk, sich für den Aufbruch fertig zu machen. Ihr werdet den Jordan überqueren und in das Land ziehen, das ich euch gebe. Jedes Gebiet, in das ihr vordringt, gehört euch. Das habe ich schon Mose versprochen. Euer Land wird von der Wüste im Süden bis zum Libanon im Norden reichen und vom Euphrat im Osten bis zum Mittelmeer im Westen; das ganze Gebiet der Hetiter wird euch gehören. Dein Leben lang wird niemand dich besiegen können. Denn ich bin bei dir, so wie ich bei Mose gewesen bin. Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab. Sei stark und mutig! Denn du wirst das Land einnehmen, das ich euren Vorfahren versprochen habe, und wirst es den Israeliten geben. Sei mutig und entschlossen! Bemühe dich darum, das ganze Gesetz zu befolgen, das dir mein Diener Mose gegeben hat. Weiche nicht davon ab! Dann wirst du bei allem, was du tust, Erfolg haben. Sag dir die Gebote immer wieder auf! Denke Tag und Nacht über sie nach, damit du dein Leben ganz nach ihnen ausrichtest. Dann wird dir alles gelingen, was du dir vornimmst. Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern, und hab keine Angst! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst''

Josua 1,1-9


In Wüstenzeiten ohne Perspektive, wenn sich kein Weg aus Angst und Unsicherheit, aus Hunger und Durst, aus Orientierungslosigkeit und Resignation auftut, gibt es keine Patentrezepte, die im Nu aus Wüstenzeiten Paradieszeiten machen. Das gibt es nur in schlechten Filmen.
Josua hatte Zeiten von Unsicherheit und Angst durchzustehen. Das Volk Israel hatte gemurrt in der Wüste gegen seinen Gott und dessen Verheißung. Es wollte zurück in die bekannten Regionen Ägyptens, in dem alles vermeintlich viel besser war, weil man es wenigstens schon kannte und weil sich im Rückblick alles verklärt. Es war ihm wohl so gegangen, wie es Menschen in schweren Zeiten geht: Man erfährt Leiden und Bedrohung und wird der Bewahrung und der noch gewährten Lebensgrundlagen nicht mehr gewahr, und es fehlt der lange Atem, um zu warten.
Die Aufforderung „Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern, und hab keine Angst!“ klingt zwar gut, kann aber auch die Kräfte eines Menschen übersteigen – so sehr, dass er daran zerbricht. Josua erhält deshalb eine Begründung und Bestärkung für seinen Mut: „Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst“

Für den christlichen Glauben ist oben gesagtes in Jesus Christus konkret geworden: In ihm gibt Gott sich selbst und bittet, dass wir Menschen uns auf ihn einlassen. Und wo Gott gibt, kommen die Menschen nicht zu kurz, auch in der Wüste nicht.
Israel hat Gottes Mitsein auch in schweren Zeiten von Leiden und Unterdrückung immer wieder erfahren und die Bibel erzählt uns davon. Gott war mit Israel in der Wüste als geduldiger Begleiter, der sich das Murren und Hadern, die Klagen und Schreie anhört. Gott bewahrt vor Kurzschlusshandlungen und übersteigertem Sicherheitsdenken und lehrt die Murrenden zu warten, indem er sich barmherzig auf sie einlässt, wie eine Mutter auf ihr ungeduldiges Kind.

Und so, wie er mit den Israeliten war, so ist er auch heute noch neben und mit uns – ist das nicht ein Grund zur Freude?

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