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mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4983 - Sun., 15 May 2016

Verstand verloren?

''Vertraue auf den Herrn mit einem ganzen Herzen und stütze Dich nicht auf Deinen Verstand. Auf all Deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst Deine Pfade!''

Sprüche 3, 5+6


Diese provokante Frage kennen wir alle: ''Hast du den Verstand verloren''? Es ist nicht schön, sie jemandem stellen zu müssen, und auch nicht so angenehm, sie gestellt zu bekommen. Sie bedeutet in jedem Fall, daß jemand mich nicht versteht in meinem Tun oder Denken oder daß dieses Unverständnis von mir ausgeht. Wir haben neulich nachgedacht über die Allmacht Gottes. Es ging dabei am Rande um das durch den Sündenfall zersplitterte Selbst des Menschen. Der Mensch ist also in seine Bestandteile zerbrochen. Eines dieser Fragmente ist – der menschliche Verstand! Der menschliche Verstand ist dabei als Bruchstück entstanden! Es ist sozusagen das Denken und Verstehen eines von Gott getrennten Menschen! Ja, wenn ein Milchtopf herabfällt und zerbricht, was kann man noch mit ihm anfangen? Wozu sind die entstandenen Scherben denn noch gut? Sie sind zu nichts mehr nütze, man wirft sie weg. So ist der menschliche Verstand ganz und gar nutzlos geworden, und es ist sogar gefährlich, sich auf ihn zu verlassen! Er hindert uns in jedem Fall, Gott und seinen Willen richtig zu erkennen! Das geht nie und nimmer über den Verstand! Die Bibel redet sehr viel davon, daß kaum einer verständig ist!


Man kann also Gott nicht mit dem Verstand erkennen (1. Korinther 1, 19-21, Jesaja 29, 14-16), noch auf der Verstandesebene mit ihm rechten. In dem Moment, wo man mit ihm rechten will, hat man schon Unrecht, ganz und gar so wie der alte Kierkegaard richtig bemerkt hat: ''GEGEN Gott haben wir immer Unrecht!''


Man kann Gott nicht mit dem Verstand erkennen, noch was göttlich ist. Also kann man die wirklich wesentlichen Dinge nicht mit dem Verstand begreifen. Wie schon im Thema über die Allmacht Gottes zitiert, gibt es einen Zugang zum Reich Gottes, nur wie in Johannes 3 erklärt, über die Geburt von oben. Und das Christentum, Gott, unser Leben, kann nicht (objektiv, das heisst ''begrifflich'', quasi wie von außen betrachtet, als Unbeteiligter) verstanden werden, sondern es muß gelebt werden! Liebe existiert nur in der Praxis! Es gibt keine Theorie von der Liebe! Theoretische Liebe ist schon Lieblosigkeit und beschreibt also nicht mal ''in der Theorie'' die Liebe. Die Liebe (also Gott) kann nicht verstanden werden, sondern man bekommt nur Zugang zu ihr, wenn man selbst praktisch liebt (1. Johannes 3, 18: ''Meine Kinder, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit'').

Zugang zu Gott und seinem Willen und seiner Liebe bekommt man also nur durch eine persönliche Beziehung zu ihm. Das ist die einzige praktische Möglichkeit, um Liebe zu erfassen, indem man selbst Anteil an ihr hat, also dadurch daß man ein Teil ihrer wird. Das Christentum kann nicht verstanden werden, es muß in praktischer Liebe gelebt werden. Dadurch wird es ''begriffen''.

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