mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4953 - Fri., 15 Apr 2016

Liebe contra Streit

„Wer Streit anfängt, gleicht dem, der dem Wasser den Damm aufreißt. Lass ab vom Streit, ehe er losbricht“!

Sprüche 17,14


Liebe lässt sich nicht erbittern, also zum Zorn reizen (1. Korinther 13,5) – das hat etwas mit gewissen Umgangsformen zu tun und Selbstbeherrschung. Es gibt einen lieblosen Zorn, der eher etwas mit einer neurotischen Sorge um sich selbst zu tun hat, als mit allem anderen. Und entsprechend nur das Ziel sieht, den Gegenüber lautstark und gezielt fertig zu machen. Dann poltert man eben mal ungeschminkt los, nimmt kein Blatt vor den Mund und denkt sich, daß man ja im Recht ist, und die Person meiner negativen Aufmerksamkeit genau das bekommt, was sie verdient. Liebe ist es eben, wenn man trotz allem Grund, sich nicht zum Zorn reizen lässt und dem Streit (den der andere vielleicht auch sucht) aus dem Weg geht. Das ist sicherlich nicht immer einfach, aber man kann es üben! Jesus war von Herzen sanftmütig und demütig (Matthäus 11,29). Er fordert uns auf von ihm zu lernen. Die Liebe rechnet das Böse nicht an – sie rechnet also überhaupt nicht. Da gibt es keinen Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Es gibt keine Maßeinheit für Böses, nach dessen Strichliste man dann zurückschlagen kann und darf. Gleiches nicht mit Gleichem vergelten – das ist Liebe. Gott handelt mit uns auf diese Weise, indem ER unsere Schuld und Sünde nicht anrechnet, wenn wir an das stellvertretende Opfer Jesu Christi glauben. Der Schuldbrief wurde zerrissen (Kolosser 2,14: ''Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet''), weil die Liebe Gottes das Böse bei uns nicht angerechnet hat. Handeln wir ebenso.

Liebe freut sich nicht über und an der Ungerechtigkeit (1. Korinther 13,6), sondern freut sich über die Wahrheit – also nicht nach dem Motto leben, daß man nehmen soll was man kriegen kann, ohne Rücksicht auf Verluste. Und eben nicht meinen, daß wer zuerst kommt, immer Anspruch auf das Beste und Meiste zu haben - und wer zuletzt oder zu spät kommt, den beissen eben die Hunde und den bestraft das Leben. Was ist gerecht und was dient der Wahrheit? Darum kümmert sich derjenige, der liebt. Was Liebe letztlich ist, weiß nur die Liebe selbst. Wir können sie nicht einpökeln oder einrahmen und über das Bett hängen. Wenn wir lesen, daß Gott die Liebe ist, dann verstehen wir, daß wir weder Gott noch die Liebe wirklich definieren, verstehen, erdenken oder erfühlen können. Aber sie ist da und sie ist eine absolute Realität und wir dürfen damit umgehen und uns darin vertiefen und im Heiligen Geist Gott immer mehr und besser kennenlernen und zurück lieben. So lange wir aber noch in dieser unterkühlten und egoistischen Welt leben und in „irdenen Gefäßen“ stecken und unvollkommene Menschen sind, brauchen wir solche Erinnerungen und Ermahnungen und gutgemeinten Ratschläge, wie sie Paulus der Gemeinde in Korinth gegeben hat - 1. Korinther 14,1: „Strebt nach der Liebe''! Es lohnt sich dran zu bleiben! Amen.

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