mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4684 - Tue., 21 Jul 2015

Zielgerichtete Ermahnungen

''Übrigens, meine Brüder, freut euch im Herrn! Euch öfter dasselbe zu schreiben, ist mir nicht verdrießlich, für euch aber bedeutet es, dass ihr fest werdet''.

Philipper 3,1


In Römer 15,14 schreibt der Apostel Paulus: ''Ich bin aber, meine Brüder, auch selbst im Blick auf euch überzeugt, dass auch ihr selbst voller Güte seid, erfüllt mit aller Erkenntnis, fähig, auch einander zu ermahnen''. Und in Kolosser 3,16 steht: ''Das Wort des Christus wohne reichlich in euch; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig! Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in Gnade''! Es geht bei Ermahnungen um folgende Dinge: Erhalt + Wiederherstellung der Gemeindeordnung, Überführung, Bewahrung, Zurechtbringung, Erziehung, Reifung und Erbauung. Warum wir das brauchen liegt auf der Hand. Wissen wir immer was gut für uns ist? Haben wir eine Beziehung zu Gott aus Gnade oder weil wir eine Art Vertrag mit ihm haben? Jede Lehre, jede Theologie, die dem alten Menschen, dem Fleisch, Raum gibt und die im Neuen Testament vorgegebenen Grundsätze relativiert, abschwächt, umdeutet mit dem Ziel, daß wir unser Leben nicht mehr an den Maßstäben der Bibel messen wollen, ist eine Irrlehre. Die Bibel enthält für jeden von uns ausreichend Wegweisung und Lebensweisheit um ein gottseliges Leben führen zu können. (2. Timotheus 3,16). Wenn unser Leben nicht zum Frieden kommt, müssen wir weniger Gott an uns ausrichten, sondern umgekehrt uns wieder neu an ihm ausrichten. Gott definiert uns, nicht wir Gott. Die in der Bibel für einen Christen vorgestellte Lebensweise ist bindend und alternativslos. Dennoch ist sie nicht wie ein Zwang der uns unter Druck setzt und scheitern lässt: Kraft und Wille sind bereitgestellt (Philipper 2, 12+13). Gehorsam ist alternativslos und erlernbar. Es ist Gottes Güte die uns zur Buße leitet - zu dem Weg des Gehorsams und des Heils, weg von allen falschen Wegen und Ansichten. In Römer 2,4 fragt Paulus: ''Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet''? Die reichhaltigen Ermahnungen im Neuen Testament sind das Netz, der doppelte Boden und die Sicherheitstechnik unseres geistlichen Lebens. Sie zu ignorieren, ist schlimmer als ohne Gurt Auto, ohne Helm Motorrad zu fahren und ohne Fallschirm aus dem Flugzeug zu springen.

Die Ermahnungen sind der Güteerweis Gottes an uns, sie sind wohlmeinend, aus Liebe zu uns gesprochen. Mit welcher inneren Einstellung wir ermahnen sollen lesen wir in Römer 12, 6-8: ''Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade, so lasst sie uns gebrauchen: Es sei Weissagung, in der Entsprechung zum Glauben; es sei Dienst, im Dienen; es sei, der lehrt, in der Lehre; es sei, der ermahnt, in der Ermahnung; der abgibt, in Einfalt; der vorsteht, mit Fleiß; der Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit''. Also nicht von oben herab, sondern in Demut und Liebe und der Gewissheit, daß man es oftmals ebenso nötig hat ermahnt zu werden. Paulus ermahnt auch die Gemeinden zu ganz speziellen Dingen, wohl deswegen, weil er sie kennt, mit ihnen in Verbindung steht und weiß, wo ihre Schwächen liegen. Somit ist seine Ermahnung hier ein Fokus auf Schwachheiten. Gebote sind nicht dazu da, uns einfach sinnlos einzuschränken, sondern zum Schutz vor schlimmerem. Wenn wir meinen es besser zu wissen, sind wir auf dem falschen Dampfer und schaden uns nur selbst. Die Ermahnungen greifen bei allen Erwählten, die wiedergeboren sind und die dem Herrn nachfolgen wollen, wenn sie in Gefahr stehen, den Weg zu verlassen oder ihn verlassen haben. Beachten wir aber: Die innergemeindlichen Ermahnungen gehen nicht die Unbekehrten an (1. Korinther 5,12). Das ist eine Verständnisfrage, die unmittelbar mit dem Heiligen Geist zu tun hat (1. Korinther 2,14). Alles dient den Gläubigen zum Besten (Römer 8,28). Paulus bittet mit Nachdruck darum, sich den Ermahnungen (durch den Heiligen Geist und durch Glaubensgeschwister) nicht zu entziehen. In 2. Korinther 13,11 schreibt er: ''Im Übrigen, Brüder, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch ermuntern, seid eines Sinnes, haltet Frieden! Und der Gott der Liebe und des Friedens wird mit euch sein''. Und daß der Apostel in allen seinen Briefen derlei Ermahnungen und Erinnerungen immer wieder schreibt, hat eben auch seinen Sinn (siehe Philipper 3,1). Er fand das richtig gut.

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