mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4562 - Sat., 21 Mar 2015

Bedürfnisse - Teil 1

Meine Seele hängt dir an, deine Rechte hält mich fest.

Psalm 63,9


»Ein Psalm Davids, als er in der Wüste Juda war. O Gott, du bist mein Gott; frühe suche ich dich; es dürstet meine Seele nach dir, mein Fleisch schmachtet nach dir in einem dürren, müden Land, wo kein Wasser ist! Wie gern sähe ich deine Macht und Herrlichkeit so, wie ich dich im Heiligtum sah; denn deine Gnade ist besser als Leben; meine Lippen sollen dich preisen. So will ich dich loben mein Leben lang, in deinem Namen meine Hände aufheben. Meine Seele wird satt wie von Fett und Mark, und mit jauchzenden Lippen lobt dich mein Mund, wenn ich deiner gedenke auf meinem Lager, in den Nachtwachen über dich sinne; denn du bist meine Hilfe geworden, und unter dem Schatten deiner Flügel juble ich. Meine Seele hängt dir an, deine Rechte hält mich fest. Jene aber, die meine Seele zu verderben trachten, muessen hinabfahren in die untersten oerter der Erde! Man wird sie dem Schwert preisgeben, eine Beute der Schakale werden sie sein! Der König aber soll sich freuen in Gott; wer bei ihm schwört, wird sich glücklich preisen; aber jedes Lügenmaul wird verstopft!« (Psalm 63)

David ist zum einen in der Wüste und flüchtet vor König Saul, der ihn umbringen will; als er diesen Psam schreibt.David war getrennt von seinen Freunden, von seiner Familie und von seiner Frau! Er hatte sich mit einigen anderen Ausgestoßenen und Kriminellen in die Wüste zurückgezogen, in Verstecke, in denen es nicht einmal mehr Wasser gab. David hatte verständlicherweise Bedürfnisse. Er hatte Hunger und Durst, sehnte sich nach Ruhe und einem Ende der Verfolgung. Bestimmt sehnte er sich auch nach seiner Frau Michal. Er selbst sagt im Psalm, dass er sich nach dem Gottesdienst sehnt, denn das Heiligtum, von dem er spricht, lag im Tempel in Jerusalem. Doch dorthin zurückzukehren war für David zu gefährlich. David konnte also unzufrieden sein.

In der heutigen Zeit werden die menschlichen Bedürfnisse groß geschrieben. In der Wirtschaft leben die einen davon, bei den Menschen bestimmte Bedürfnisse auszulösen und die anderen, diese Bedürfnisse zu befriedigen. Der Weihnachtsrummel passt genau hier rein. Die eigenen Bedürfnisse sind die Wichtigsten. Doch löst dies auch etwas anderes aus: Ein ständiges Gefühl der Unzufriedenheit und damit verbunden auch der Undankbarkeit. Kaum hat man sich etwas geleistet, gibt es schon das Nächste, Bessere, Schnellere, Größere. Auch Christen haben Bedürfnisse, weil sie normale Menschen sind. Wie gehen wir mit unseren Bedürfnissen und der damit verbundenen Unzufriedenheit um? Wer die eigenen Bedürfnisse zum Zentrum des Lebens macht und mit allen Mitteln und in eigener Kraft versucht, sich selbst Befriedigung zu verschaffen, der landet auf einer Wendeltreppe, die ihn von Gott weg zieht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um das Nachgeben bei körperlichen Lüsten, um Befriedigungsversuche durch materielle Dinge oder um religiöse Bedürfnisse handelt, die man zu stillen versucht. Wir sind auf der Wendeltreppe und wir haben immer größere Bedürfnisse.
Fortsetzung folgt morgen.....

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