mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4454 - Wed., 03 Dec 2014

Halt haben

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in der Not

Psalm 46,2


Wo ich es sah, weiß ich nicht mehr.
War es in Hamburg oder Bremen oder etwa in Rotterdam? Aber an eines erinnere ich mich: staunend stand ich, der ich nur wenig von der Seefahrt verstehe, vor den dicken und starken Tauen, mit denen die Schiffe an Land festgemacht waren. Nur so finden diese Riesen Halt an der Kaimauer. Nur so werden sie nicht fortgetrieben von Wind und Wellen.
Und ich sah mir damals diese Taue genau an: Jedes Tau bestand aus vielen dünnen Hanffasern. Die einzelnen Fasern würden sofort reißen‚ und keinen Halt bieten. Zusammen aber werden sie zu einem starken, unzerreißbaren Strang. Und mir kam es damals zu Bewusstsein: Diese Taue können uns ein Beispiel sein für uns und unseren Glauben. Ein Beispiel für unsere Verbundenheit mit Gott und anderen Menschen. Ja, so frage ich mich, sind wir Menschen nicht mit diesen Hanffasern vergleichbar? Auch der Mensch ist für sich allein schwach, in der Gemeinschaft aber ist er stark, in der Gemeinschaft findet er festen Halt.
Und auch wenn wir es nicht gerne zugeben, es bleibt eine Tatsache: Jeder Mensch braucht einen Halt, einen festen Punkt, an dem er sein Leben festmachen kann. Denn: der Wellengang des Lebens - er kann ab und zu sehr stürmisch sein. Und dann braucht man festen Halt. Gute Freunde können da sehr nützlich sein, oder der Ehepartner, aber für mich steht fest: Den sichersten Halt finde ich nur in Gott. So richtig sicher festgemacht bin ich nur, wenn ich Halt finde am Ufer des Glaubens. Und ich glaube, das ist heute wichtiger denn je, denn heftige Stürme des Unglaubens toben um uns herum. Der Glaube und die Religion werden verunglimpft, wer glaubt wird als ewig gestrig abqualifiziert. Da müssen wir unsere Lebensboote gut festmachen, uns anbinden an der Kaimauer der Botschaft Gottes. Dann können wir diese Stürme überstehen, uns rüsten und vorbereiten für eine neue Ausfahrt.
Und im Wissen um diesen festen Halt wage ich es täglich neu, mich den Unbilden der Witterung zu überlassen, wage ich es tagtäglich aufs Neue, das, was ich vom Evangelium verstanden habe, umzusetzen in meinem Leben – auch wenn die anderen mich dafür belächeln.

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